Test - Sonic Generations : Comeback eines Igels

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Der blaue Igel aus dem Hause SEGA hat es sich in den letzten Jahren mit den Spielern ganz schön verscherzt. Sonic wurde in ein schlechtes bis mittelprächtiges Spiel nach dem anderen gesteckt und konnte nicht mehr an seine Glanzzeiten in den frühen Neunziger-Jahren anknüpfen. Lediglich Sonic Colors, ein Wii-exklusiver Titel aus dem Jahr 2010, rief durchweg gute Kritiken hervor. Doch auf ein HD-Comeback musste man bisher noch warten. Ist dieses nun mit Sonic Generations gelungen?

Das oberste Ziel bei Sonics neuem Abenteuer ist, die Fans der alten Teile wieder zu versöhnen, indem man ihnen klassische 2-D-Levels bietet. Auf der anderen Seite möchte man aber die jüngeren Spieler nicht verschrecken, was 3-D-Abschnitte gewährleisten sollen. Daher das Konzept von Sonic Generations, in dem zwei Generationen aufeinandertreffen: Ihr spielt sowohl den alten kleinen und etwas rundlichen Sonic als auch dessen groß gewachsene, schlanke Neuinterpretation. Die ganzen Nebencharaktere, wie Tails, Knuckles und Co, haben ebenfalls ihren Auftritt.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Sonic (also der alte) und seine Freunde feiern seinen 20. Geburtstag, als sich plötzlich ein Zeitportal öffnet und die Party-Meute einsaugt. Die Charaktere landen in verschiedenen Zeitebenen und Sonic trifft auf sein neues Alter Ego. Gemeinsam wollen sie nun Tails und Co retten und das Zeitgefüge wieder in Ordnung bringen. Das Spiel bietet dabei drei Epochen, die in jeweils drei Welten unterteilt sind: Die klassische Ära, die Dreamcast-Ära und die moderne Ära. Ihr merkt schon, Sonic Generations stellt einen Querschnitt durch die Geschichte der Serie dar. Ihr startet zum Beispiel in der legendären Green Hill Zone (Sonic the Hedgehog), später flitzt ihr über den Speed Highway (Sonic Adventures) und tobt euch auf dem Planeten Wisp (Sonic Colors) aus.

Wahlverbot

Die Welten sind in jeweils zwei Levels unterteilt: In einem spielt ihr den klassischen Sonic aus Mega-Drive-Zeiten und betrachtet das Geschehen aus einer 2-D-Perspektive, im anderen steuert ihr die moderne Variante des Helden und spielt in 3-D. Dadurch hat man das Gefühl, dass zwei Sonic-Spiele auf einen Datenträger gepresst wurden. Denn die Levels unterscheiden sich nicht nur in ihrer Perspektive. In 2-D spielt sich Sonic Generations genau wie die Mega-Drive-Teile, in 3-D fühlt es sich exakt wie die Serienableger der letzten Jahre an. Das lässt sich zum Beispiel daran festmachen, wie ihr Gegner besiegt. In 2-D springt ihr einfach auf die Feinde drauf, in 3-D visiert ihr diese erst an und könnt sie dann per Sprungattacke aus dem Weg räumen.

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Beide Spielweisen funktionieren hervorragend und die Levels sind durch und durch kreativ gestaltet. Allerdings werden Serienveteranen am Ende doch enttäuscht. Warum das, mag man sich nun fragen. Schließlich klingt das alles hervorragend. Nun ist es jedoch so, dass es genug Spieler gibt, die Sonic in 3-D überhaupt nicht mögen, und wohl auch solche, denen die 2-D-Variante nicht zusagt. Wie schön wäre es gewesen, wenn einem die Entwickler die Wahl gelassen hätten, ob man Sonic Generations in 2-D oder in 3-D spielen möchte. Doch stattdessen seid ihr dazu gezwungen, jede Welt in beiden Varianten zu bestreiten, da ihr sonst im Spielverlauf nicht voranschreitet. Das wird einigen Leuten sauer aufstoßen, außerdem fühlt es sich wie eine künstliche Verlängerung der Spielzeit an.

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