Test - Silent Hill 3 : Silent Hill 3

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Und wieder einmal schickt Konami die Videospieler in den verstörenden Ort Silent Hill, wo sich Realität, Wahnsinn und Alptraum vermischen. In ’Silent Hill 3’ begleiten wir den Teeanager Heather durch grausige Räumlichkeiten und kämpfen gegen seltsame Monster - reicht es erneut zum Horror-Hit?

Silent Hill 3
Horror im Vergnügungspark.

Die ich rief, die Geister …
Auch wenn bei den Begriffen ’PSone’ und ’Horror’ den meisten Leuten die ’Resident Evil’-Reihe als Erstes in den Sinn kommt, darf man Konamis ’Silent Hill’ aus dem Jahre 1999 nicht vergessen. Das Spiel setzte weniger auf vordergründige Horror-Effekte und Zombies, sondern auf eine ausgeklügelte Story, innovativ unheimliche Orte und auf Echtzeit-Grafik im Gegensatz zu den Renderkulissen des Konkurrenten. Der Held des Spiels war Harry Mason, den es nach einem Autounfall in das gruselige Städtchen Silent Hill verschlug, wo er auf der Suche nach seiner Tochter Cheryl die düsteren Machenschaften einer Sekte vereitelte. 2001 folgte mit ’Silent Hill 2’ das Sequel für die PS2 und später auch für PC und Xbox, in dem es den depressiven James Sunderland auf der Suche nach seiner verstorbenen Frau in den unheilvollen Ort trieb und auch ihn in grausige Situationen versetzte. Nach gerade einmal eineinhalb Jahren folgt nun der dritte Teil - zum Glück stellt sich schnell heraus, dass es sich dabei keineswegs um eine simple Fortsetzung handelt.

Ihr werdet mit dem Spielbeginn sofort ins kalte Wasser gestoßen, denn ihr findet euch mitten in der Nacht im unheimlichen Vergnügungspark von Silent Hill wieder. Ihr steuert den Hauptcharakter von ’Silent Hill 3’, das Teenager-Girl Heather. In der Dunkelheit bewegt ihr sie durch das verfallene, eklige und bizarre Szenario und müsst bereits erste Rätsel lösen. Außerdem trefft ihr auf alptraumhafte Gegner wie riesige, sich wie auf Stelzen fortbewegende, puppenähnliche Monster und in Bandagen gewickelte Zombie-Hunde. Vor diesen Kreaturen fliehend, gelangt Heather zu einer verfallen wirkenden Achterbahn, auf deren Gleisen sie entlangläuft. Es kommt wie es kommen muss - plötzlich rattert ein Achterbahn-Wagon in atemberaubendem Tempo auf das Mädchen zu und reißt sie in den Tod...

Silent Hill 3
Was hat es mit diesen Symbolen auf sich?

Aus dem Alptraum in den Alptraum
Natürlich ist hier das Spiel nicht etwa schon zu Ende, sondern beginnt erst. Verwirrt wacht Heather in einem Café auf, wo sie sich nur schwer von dem Alptraum erholen kann. Sie verlässt das Café und betritt ein großes Einkaufszentrum, wo sie plötzlich von einem ungepflegt wirkenden älteren Herrn angesprochen wird, der sich als Privatdetektiv ausgibt. Dieser Typ namens Douglas sei auf der Suche nach ihr und habe ihr etwas Wichtiges zu ihrer Geburt zu erzählen. Doch Heather flieht und irrt durch das scheinbar menschenleere Einkaufszentrum. Schon bald verwandelt sich der Ort immer mehr in ein dunkles Szenario voller Blut, Dreck, Monstern, bizarren Situationen und einigem mehr - ist Heather erneut in einem Alptraum gefangen oder ist das die Wirklichkeit? Schritt für Schritt dringt sie tiefer in die Handlung ein, wo sie sich den verdrängten Geschehnissen ihrer Vergangenheit stellen muss. Mit der Hilfe von Douglas versucht sie die Geschehnisse zu verstehen und trifft zudem trifft auf seltsame Charaktere, die einer bösen Sekte anzugehören scheinen.

Natürlich bietet die ’Silent Hill 3’-Story zahlreiche Wendungen und diverse ’Aha’-Erlebnisse - aber wir wollen nicht zu viel verraten. Obwohl die packende Handlung auch ’Silent Hill’-Neulinge unterhalten kann, dürfen sich Kenner des ersten Teils besonders freuen, denn das aktuelle Spiel bietet zahlreiche Hinweise und Anspielungen auf den Erstling. Wer ’Silent Hill 2’ gespielt hat, wird außerdem auf den einen oder anderen bekannten Ort treffen.

Silent Hill 3
Da ist der Wurm drin.

Am Gameplay scheint sich auf den ersten Blick wenig verändert zu haben. Ihr steuert Heather mittels Analogstick oder Digitalkreuz aus der Third-Person-Ansicht durch die Gegend. Mit dem X-Button könnt ihr praktisch jeden Gegenstand von Interesse genauer untersuchen, wodurch ihr beispielsweise eine Notiz lest, einen brauchbaren Gegenstand aufhebt, einen Schalter betätigt, eine Tür öffnet oder einfach die Heldin dazu bewegt, einen Kommentar zu der Sache abzugeben. Des Weiteren könnt ihr Heather per Knopfdruck rennen lassen. Die Steuerung erinnert von den Bewegungen her an die früheren Teile der Reihe oder an die ’Resident Evil’-Serie und wirkt zuweilen etwas hakelig, was aber eigentlich nur in den Kämpfen etwas stört. Trifft Heather nämlich auf einen oder oftmals mehrere Gegner, kann sie bei gehaltener Schultertaste die gerade gewählte Waffe einsetzen oder die feindliche Attacke abzuwehren versuchen. An Waffen stehen diverse Totmacher wie Pistole, Uzi, Shotgun, Eisenrohr, Messer, Morgenstern, Katanasäbel und Elektroschocker zur Verfügung - vorausgesetzt ihr findet die hilfreichen Utensilien. Wird Heather verletzt, nutzt sie zur Heilung Medizinkästen und Ähnliches. Außerdem könnt ihr mit getrocknetem Fleisch einige Monster von eurer Fährte abbringen.

 

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