Test - Civilization 6: Rise and Fall : Was bringt uns die Erweiterung?

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So kennen wir es von Firaxis: Nach der Veröffentlichung eines grundsoliden Hauptspiels sorgen die Erweiterungen für mehr Spieltiefe und neue Mechaniken. So auch in Rise and Fall, der mit über 20 Euro gar nicht mal so preiswerten Erweiterung zu Civilization 6. Zusätzlich zu einigen neuen Zivilisationen wartet vor allem Loyalität als neues Kernelement auf euch. Was es damit auf sich hat und wie es speziell das spätere Spiel verändert, klären wir in unserem Test.

Im Grunde dreht sich in Civilization 6: Rise and Fall so ziemlich alles um das Thema Loyalität. Zwar stehen weitere Neuerungen auf der Liste der Features, aber das sind im Wesentlichen nur begleitende Elemente, die auf die eine oder andere Art und Weise damit zu tun haben. Davon ausgenommen sind natürlich die neuen Zivilisationen, wie beispielsweise die handels- und allianzfreudigen Cree, das auf Wissenschaft fokussierte Korea oder die nah am Wasser gebauten Niederlande – natürlich allesamt mit sehr individuellen Boni. Ebenso die paar neuen Einheiten wie Drohnen oder Spec Ops sowie einige Gebäude und Weltwunder, die ergänzend hinzugekommen sind.

Zusammenhalt ist wichtig

Die neue Loyalität steht aber voll und ganz im Vordergrund. Das betrifft besonders die Bevölkerung der eigenen, aber auch der gegnerischen Städte. Ihr müsst euch nicht mehr nur um Forschung, Militär, Religion und Lebensstandard kümmern, sondern auch dafür sorgen, dass eure Städte euch treu zur Seite stehen. Eine hohe Loyalität wiederum sorgt dafür, dass ihr mit entsprechenden Maßnahmen ordentlich Druck auf die Städte anderer Zivilisationen ausüben könnt.

Sinkt die Loyalität einer Stadt auf null, wird sie meutern und sich vorerst als „Freie Stadt“ erklären, sprich sich von ihrer Nation lossagen. Sie agiert danach unabhängig und mitunter ein bisschen wie die allseits unbeliebten Barbarensiedlungen. Eine solche Stadt unter die Kontrolle zu bekommen, erfordert entweder hohen Loyalitätsdruck der umliegenden eigenen Städte oder aber rigiden Militäreinsatz, der von den anderen Nationen zumeist nicht geahndet wird, euch aber natürlich Zeit und Mühe kostet.

Ein interessanter Aspekt dabei ist, dass dadurch die Ansiedlung in der Nähe von gegnerischen Städten oder gar auf anderen Kontinenten um einiges aufwendiger wird. Je weiter eine Stadt vom Einfluss der eigenen Nation entfernt ist, desto schwieriger wird es, die Loyalität aufrechtzuerhalten. Einfach nur eine Siedlung irgendwohin pappen reicht nicht mehr. Es müssen Vorkehrungen getroffen werden, dass euch die neu gegründete Stadt auch längerfristig treu bleibt und nicht beim Anblick der Nachbarn einknickt und das Handtuch wirft. Neue Kartenfilter verschaffen euch dafür aber den nötigen Überblick.

In unseren Testsitzungen konnten wir auf diese Art und Weise einige Städte sogar gewaltlos an uns bringen. Eine einsame Siedlung der Franzosen im Süden unserer Cree-Nation lief schon nach wenigen Runden zu uns über. Eine Stadt, die der Kongo direkt an unsere Grenze gebaut hatte, rebellierte nach längerer Zeit und stiftete Unruhe.

Kaum rollten unsere Panzer ins Umland der Stadt, schloss sie sich ebenfalls bereitwillig ohne jeglichen Schusswechsel an. Sie lag einfach zu dicht an unserer Grenze, zu dicht an zwei unserer größten und stabilsten Siedlungen, zu groß war der Druck von unserer Seite. Eine andere Siedlung lag schlicht zu weit weg von ihrer Nation und wurde nach der Rebellion von uns mit militärischen Mitteln übernommen. Ein interessantes neues Element, das sich strategisch hervorragend nutzen lässt.

Gouverneure und Zeitalter

Nahezu alle weiteren Neuerungen fügen sich mehr oder minder nahtlos in dieses Konzept ein. An vorderster Front stehen die neuen Gouverneure, die nach und nach freigeschaltet und befördert werden können, damit sie den Städten, denen sie zugeteilt sind, mächtige Boni bringen und – natürlich – in hohem Maße Loyalität. Jeder Gouverneur hat eigene Spezialisierungen. Der eine verstärkt die Verteidigung einer Stadt, ein anderer kurbelt die Wirtschaft an. Wieder ein anderer kann in einem Stadtstaat platziert werden, um unseren Einfluss dort zu festigen. Die Wirkung der Gouverneure ist nicht zu unterschätzen und ein weiteres strategisches Element, das noch mehr Tiefe ins Spiel bringt.

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