Preview - Shadow of The Colossus : Eine große Liebe kehrt zurück. Und noch viel schöner als zuvor

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Bevor ihr gemeinsam mit Trico in The Last Guardian eine atemberaubende Reise antreten durftet, gab es einen Jungen, der es mit 16 Kolossen aufnahm. Es war ein Märchen, wie man es nicht oft erlebt, schon gar nicht in Videospielform. Shadow of the Colossus kehrt Anfang Februar zurück. Dank der PlayStation 4 in einem optisch imposanten Gewand. Wir konnten uns bereits mit ein paar Kolossen anlegen und können euch sagen: Bluepoint hat wieder ganze Arbeit geleistet.

Ist Shadow of the Colossus wirklich schon elf Jahre alt? Wie die Zeit im Flug vergeht. Um so schöner ist es, dass Bluepoint und Sony diesen Klassiker aus der Kiste kramen und visuell aufpäppeln, damit Videospielfans auf der ganzen Welt nochmal die Chance haben, diese Perle zu erleben. Ein Verkaufsschlager war Shadow of the Colossus noch nie, eher immer ein Geheimtipp und Kritikerliebling.

Optisch ordentlich aufgemöbelt

Schon allein das Intro sorgt für Gänsehaut. Die ersten Schritte im verbotenen Land sind auch heute noch genauso magisch wie beim ersten Mal: Shadow of the Colossus lebt von der dichten Atmosphäre und der einzigartigen Stimmung, was komisch ist, denn eigentlich passiert in dem Spiel nicht viel. Ihr zieht durch die Gegend und erlegt 16 Kolosse, damit die Gottheit Dormin ein verstorbenes Mädchen wieder zum Leben erweckt.

Es ist eine bezaubernde Leere, die den Raum füllt, sozusagen. Jeder Kampf mit einem Koloss ist ein Highlight und einzigartig. Die Entwickler von Bluepoint haben am Inhalt nichts berührt, jedoch die Oberfläche, Texturen und Details, so sorgfältig aufbereitet, dass ihr glauben werdet, Shadow of the Colossus sei für die PlayStation 4 entwickelt worden. Dazu läuft das Spiel endlich butterweich.

Der Kampf gegen sich selbst

Die Wälder strotzen nur so vor saftigen Pflanzen und Wiesen, während sich die Sonne sanft durch die Baumkronen schummelt. Hier könnt ihr wie beim Original nicht auf euer Schwert vertrauen, das euch ansonsten anzeigt, wo sich der nächste Koloss befindet. Wenn Änderungen tatsächlich ins Auge fallen, dann höchstens nur in Kleinigkeiten: die Ausdaueranzeige wurde verändert. Anstatt einen immer größeren Kreis auf dem Bildschirm zu haben, sprießt ein Balken hervor, der sich mit jeder gefangenen Silberrückenechse vergrößert.

Wander, der Protagonist in Shadow of the Colossus, hat ein etwas kindlicheres Gesicht bekommen und schaut nicht mehr grundsätzlich grummelig. Damit wirkt er etwas jünger als im Original und ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob das den eingefleischten Fans wirklich gefallen wird. Aber auch das sind Peanuts. Eigentlich.

Außerdem fühlt es sich so an, als bewege sich Wander etwas geschmeidiger durch die Gegend. Er steigt schneller und problemloser auf sein Pferd Agro, beim Klettern verkrampfen die Finger nicht mehr so sehr. Andererseits ist die Steuerung immer noch unverändert, was die Belegung angeht, und einige Kletterpartien erfordern aufgrund der immer noch zum Teil ungeschickten Kameraplatzierung etwas Geduld.

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