Test - SENRAN KAGURA Burst : Doppel-(3-)D-Action

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Wenn man jung ist, geht man normalerweise in die Schule. So auch die Mädels, um die es in SENRAN KAGURA Burst geht. Jedoch pauken die nicht Mathe, Geschichte oder Chemie, sondern lernen ganz was anderes: die Kampfkunst der Shinobi. Dürfen sich 3DS-Besitzer auf eine Prügelperle freuen?

Zwei verschiedene Schulen machen es sich zur Aufgabe, den Mädchen die Ninja-Kampfkunst beizubringen. Und jede Schule ist der Meinung, sie sei die bessere. Daher sind sich die Schülerinnen der beiden Schulen alles andere als grün und es kommt im Laufe des Spiels dazu, dass die beiden Lernstätten kräftig aneinandergeraten. So viel zur Geschichte, die im Prinzip gar nicht mal so schlecht erzählt wird. Zwar kümmert ihr euch anfangs eher um Nebensächlichkeiten und um kleinere Auseinandersetzungen, nach und nach wird der wahre Konflikt der beiden Schulen jedoch immer klarer.

Holz vor der Hütte

Schulen und Mädchen, was darf da nicht fehlen? Richtig, jede Menge Spielcharaktere, die in reizenden Schuluniformen ihren Aufgaben nachgehen. Und genau auf diesen Faktor haben die Entwickler verstärkt gesetzt, denn statt grauer Mäuschen warten hübsche junge Mädels auf euch, die zudem mit prallen Rundungen überzeugen wollen. Besonders in den Zwischensequenzen werdet ihr mit knappen Röckchen, wippenden Brüsten und viel nackter Haut verwöhnt, immer jedoch nur so weit, dass es nicht anstößig wirkt.

Diese Zwischensequenzen dürft ihr zudem in 3-D bewundern. Das gilt jedoch nur für die Filmchen, nicht aber, sobald ihr euch in den Missionen mit euren Gegnern herumschlagt. Und das werdet ihr sehr oft machen, denn das Spielprinzip ist das eines klassischen Brawlers. Jede Menge Gegner warten nur darauf, dass ihr sie mit kräftigen Schlägen und Tritten ins Jenseits verfrachtet. Dabei ist das Kampfsystem recht spartanisch ausgefallen. Zwei Angriffsarten und einige Spezialattacken, dazu die Möglichkeit zu springen – mehr dürft ihr hier nicht erwarten. Das sorgt leider dafür, dass die Missionen in reines Button-Mashing ausarten, denn nur so habt ihr Erfolg.

Dabei bewegt ihr euch von links nach rechts, dürft euren Charakter aber auch in die Tiefe steuern. Die Gebiete, in denen ihr die Gegner vermöbelt, sind recht überschaubar. Habt ihr eine Ecke gesäubert, bekommt ihr vom Spiel ein „Go“ und dürft euch weiter nach rechts bewegen. Dort sammelt ihr dann schnell Tränke und weitere Gegenstände ein, um eure Lebensenergie aufzufüllen, bevor ihr euch um den nächsten Gegnerschub kümmert. Immer wieder tauchen kleinere Bosse auf, die allerdings kein größeres Problem darstellen. Werdet ihr getroffen, leidet in erster Linie eure Kleidung. Nach und nach hängt eurem Mädel die Uniform in Fetzen vom Körper, was zum einen äußerst platt und zum anderen nicht effektiv ist. Dann nämlich habt ihr kaum noch Verteidigung und eure Gegner könnten euch mit dem nächsten Treffer ausschalten.

Im Bikini ins Kampfgetümmel

Seid ihr ganz mutig, könnt ihr zu Beginn einer Mission alles bis auf einen knappen Bikini ablegen. Dadurch habt ihr zwar nur wenig Verteidigung, dürft euch aber über mehr Angriffskraft und mehr Erfahrungspunkte freuen. Diese erhaltet ihr bei besiegten Gegnern und erhöht dadurch nach und nach euer Level. So steigen eure Lebenspunkte, der Angriffs- und auch der Verteidigungswert. Nebenbei spielt ihr jede Menge Dinge durch gute Leistungen frei. Dazu zählen neue Kleidungsstücke, Musik und mehr. Insgesamt könnt ihr zwischen zwölf Charakteren wählen, dabei sechs pro Schule, doch nicht alle sind von Beginn an verfügbar.

Der Umfang ist erstaunlich groß. Haltet ihr euch nur an die reine Haupthandlung, seid ihr mit beiden Kampagnen knapp 20 Stunden beschäftigt. Nehmt ihr allerdings jede Nebenaufgabe an, könnt ihr nochmals 10 bis 15 Stunden hinzurechnen. Optisch sind besonders die Zwischensequenzen hübsch gestaltet, natürlich insbesondere fürs männliche Auge. In den Kämpfen kommt das Spiel dann nicht ganz an diese Leistung heran, denn die Gegner wirken eher langweilig. Die Animationen gehen jedoch vollkommen in Ordnung. Auch die Akustik kann sich hören lassen. Die Hintergrundmusik ist fetzig und drängt sich nicht nervend auf, die Spielgeräusche sind okay und auch die japanische Sprachausgabe ist gelungen.

Fazit

Sven Wagener - Portraitvon Sven Wagener

Schade, hätten die Entwickler sich nicht nur auf die Optik der spielbaren Charaktere beschränkt, sondern auch ein abwechslungsreicheres Kampfsystem eingebaut, wäre SENRAN KAGURA Burst ein richtig gutes Spiel geworden. So bekommt ihr zwar eine ordentliche Geschichte und einen guten Spielumfang, metzelt euch aber durch immer gleiche Gegnermassen. Dabei verkommt der Titel dann leider zum wilden Knöpfchendrücken, denn ihr könnt fast alle Feinde mit dem Standardangriff besiegen. Wer jedoch leicht bekleidete Mädchen mag, die zudem mit prallen Rundungen glänzen, der wird mit diesem Spiel jede Menge Spaß haben. Auch die freischaltbaren Gegenstände halten euch bei Laune und lenken ein wenig vom plumpen Kampfsystem ab. Wer also Wert auf anspruchsvolle Kämpfe legt, guckt nach einem anderen Spiel, wer auf leicht bekleidete Manga-Miezen steht, darf mehr als einen Blick riskieren!

Überblick

Pro

  • gute Zwischensequenzen
  • ordentlicher Umfang
  • viele freispielbare Gegenstände
  • fetziger Soundtrack
  • zwölf Charaktere
  • zwei Kampagnen

Contra

  • zu simples Kampfsystem, das kaum Abwechslung bietet
  • langweilige Gegner
  • wenig fordernde Zwischenbosse
  • nur in englischer Sprache mit japanischer Tonspur

Wertung

  • 3DS
    6.5
    /10

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