Preview - Second Sight : Second Sight

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Die Entwickler von 'TimeSplitters' erschließen weitere Territorien: Mit dem Action-Adventure 'Second Sight' gehen sie neue Wege abseits der ausgetretenen Shooter-Pfade und statten einen auf den ersten Blick recht biederen Protagonisten mit mächtigen Psi-Kräften aus. Was das Action-Adventure zum potentiellen Spiel des Jahres 2004 macht, erfahrt ihr in unserem Preview.

Unsanfte Träume

Der Kopf hämmert, die Augen brennen, alles dreht sich – nein, die Rede ist von keiner durchzechten Nacht, nach welcher der Held aus 'Second Sight' mit einem ordentlichen Kater Zuhause erwacht. Statt in seinem warmen Bett liegt er auf kaltem Stahl, eingesperrt in einem Raum aus grünlichen, sterilen Wänden. Wie er dorthin gelangt ist, vermag der verstörte Mann nicht mehr zu sagen. Nicht einmal an seinen Namen kann er sich in diesem Moment erinnern. Die Situation wird noch mysteriöser, als Gegenstände sich plötzlich aus ihrer Ruhe losreißen, beginnen zu schweben und schließlich krachend an die Wand fliegen. Was ist mit mir geschehen? Und wer bin ich? Diese Fragen bestimmen die ersten Stunden. Mit Hilfe der frisch entdeckten Psi-Kräfte befreit sich John Vattic, so sein Name, wie wir später erfahren, aus seinem Gefängnis und erlebt gleich die nächste Überraschung: Die ungewöhnliche Klinik ist ihm offenbar nicht wohl gesonnen, Wachen fürchten sich vor ihm, verfolgen ihn und zieren sich nicht, von Schusswaffen Gebrauch zu machen.

Ist der erste Abschnitt bewältigt, beginnt sich die Vergangenheit langsam aufzuklären. In einem Flashback erlebt ihr die Ereignisse um den einstigen Doktor, welche ihn in diese missliche Lage geführt haben: Vor sechs Monaten wurde er von der US-Armee rekrutiert, gemeinsam mit einer Spezialeinheit eine Expedition nach Russland zu starten, wo man Experimente an übernatürlichen Kräften befürchtete. Neben einigen Elite-Soldaten bestand das Team auch aus der Vattic alles andere als sympathischen Jayne, die euch über das Spiel hinweg in verschiedenen Formen begleitet. Weiteres sei von der Geschichte vorerst nicht verraten, denn allein die düsteren Enthüllungen, auf welche ihr mit der Zeit stoßt, machen einen enormen Reiz aus.

Die Kraft der Gedanken

Obwohl 'Second Sight' auf den ersten Blick aussieht wie ein reiner Third-Person-Shooter oder auch ein 'TimeSplitters' mit neuer Perspektive, setzt das Spiel seinen Schwerpunkt vollkommen anders, als man es zunächst annehmen mag: Nicht das zügige Ausschalten aller Gegner ist das Ziel, sondern – zumindest in der Gegenwart - die ruhige Erkundung der Umgebung und das Lösen abwechslungsreicher Rätsel. Im Zentrum des Geschehens stehen die allgegenwärtigen Psi-Kräfte, mit denen Vattic sich und die Umwelt manipuliert. Ist ein Schalter zwar in Sichtweite, aber nicht erreichbar, benutzt er Telekinese, um ihn zu aktivieren. Konzentriert er sich, kann er eine Schockwelle losschlagen, die sämtliche Feinde von den Füßen holt. Nach einigen Missionen erlernt ihr des Weiteren die Fähigkeit, euch zu tarnen oder in den Körper einer anderen Person zu schlüpfen, um hinter die feindlichen Linien zu gelangen. Begrenzt werden diese Aktionen allein durch Vattics Energie-Vorrat, der sich jedoch automatisch regeneriert. Den zahlreichen Kameras und Wachen auszuweichen, ist nicht nur nützlich, sondern gar unumgänglich: Registrieren eure Widersacher, dass sie sich in einer Falle befinden, rufen sie Verstärkung, die alsbald in Massen aus dem Boden sprießt. Sämtliche Bösewichter auszuschalten, um dann in Ruhe die Levels zu durchqueren, ist somit schlichtweg unmöglich.

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