Test - Schizm: Mysterious Journey : Schizm: Mysterious Journey

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Schizm: Mysterious Journey
Das Fischschiff ist Sams Beförderungsmittel.

Im Hauptmenü könnt ihr auswählen, ob ihr ein neues Spiel startet, oder ein schon begonnenes entweder laden oder fortsetzen wollt. Ihr könnt bis zu sechzehn Spielstände abspeichern. Das ist aber eigentlich nicht nötig, da die Informationen jedes Mal beim Verlassen automatisch gesichert werden. Ausserdem gibt es im Spiel löblicherweise keine Situationen, in denen ihr sterben könntet oder nicht mehr weiterkommt. Es ist auch nicht möglich einen Fehler zu machen, so dass ihr nicht mehr zurück könntet. In den Einstellungen könnt ihr eigentlich nur die Lautstärke von Hintergrundmusik und Effekten einstellen. Leider fehlt hier eine Einstellung für die Bildschirmauflösung.

Der Bildschirm ist in drei Teile aufgeteilt. Zuoberst befindet sich ein verstecktes Optionsmenü, das erst erscheint, wenn ihr mit der Maus darauf zeigt. Die Mitte wird vom Handlungsbildschirm eingenommen. In der unteren Leiste habt ihr dann noch ein kleines Inventar, das jedoch vollkommen ausreicht und ein Bild unserer Helden. Falls ihr nämlich einmal mit einem Charakter nicht weiterkommt, empfiehlt es sich über diese Schaltfläche zum anderen Teammitglied zu wechseln. Das ist zeitweise sogar nötig, da ihr manche Rätsel nur im Team lösen könnt. So muss etwa eine Person ein Rad drehen, während die andere einen Schalter drückt.

Schizm: Mysterious Journey
Hannah und Sam bei EC News.

Dass in diesem Spiel besonderer Wert auf die Grafik gelegt wurde, zeigt sich an den teils recht großen Städten. Diese sind nämlich gespickt mit Details: So bewegen sich zum Beispiel Fahnen im Wind und die Wasserspiegelungen sind einfach genial gemacht. Wenn ihr euch vorwärtsbewegt, geschieht dies in kleinen vorgerenderten Filmen. Ihr könnt euch an jedem Ort um 360 Grad drehen und auch dies geht flüssig und ohne Ruckler. Zudem werden euch auch immer wieder Videosequenzen von echten Schauspielern gezeigt. Besonders in diesem Bereich kann 'Shizm' voll überzogen, wohl selten sah ein Rätsel Adventure so gut aus wie der Titel der polnischen Programmierer von Detalion.

Mit der intuitiven Maussteuerung kommt ihr auch sehr schnell klar. Wenn ihr den Mauszeiger über den Bildschirm bewegt, werdet ihr feststellen, dass er verschiedene Formen annimmt, je nachdem auf was ihr zeigt. So deutet etwa eine Hand an, dass ihr eine Handlung ausführen könnt. Objekte könnt ihr nur dort gebrauchen, wo es sein soll, ihr müsst also nicht zuerst verschiedene Kombinationen versuchen. Durch Gedrückthalten der Maustaste kommt ihr den Scrollmodus, in dem ihr euch meistens nach links und rechts drehen könnt, seltener sind die Möglichkeiten nach oben und unten zu sehen. Wenn ihr wollt, könnt ihr euch auch mit der Tastatur umsehen, dies jedoch nur in 90-Grad-Schritten. Das Drehen und Bewegen gestaltet sich leider etwas fizzelig und oft findet man sich an einer anderen Stelle wieder als man eigentlich hin wollte.

Schizm: Mysterious Journey
Hannah und Sam an Bord der ECS Angel, kurz vor dem Absturz.

Um euch die Stimmung der verlassen Einöde noch näher zu bringen, haben sich die Entwickler auf einen Soundtrack verlassen, der euch zwar unterhält, aber dennoch auch noch nach mehreren Stunden nicht lästig wird. Die Sprachausgabe der Akteure hingegen ist immer klar verständlich, außer wenn sie es wegen der Interferenzen eben nicht sein soll. Wenn ihr Glück habt, hört ihr sogar die deutsche Synchronstimme von Clint Eastwood heraus. Besonders in den Videosequenzen kommt die sehr gute Akustik und tadellose Synchronisation voll zum Tragen. Hier können sich bekanntere Entwicklerfirmen durchaus eine Scheibe abschneiden.

 

Fazit

Gameswelt Redaktion - Portraitvon Gameswelt Redaktion
Rätselfans, die auch noch in der Freizeit gerne ein bisschen Grübeln wollen, sollten sich gut überlegen, ob sie sich Schizm entgehen lassen wollen. Durch die Gewaltfreiheit würde es sich sogar sehr gut als kinderfreundliches Spiel eignen, wären die Aufgaben nicht zeitweise ein bisschen zu komplex. Die Grafik ist einfach umwerfend gut gemacht und die riesigen Städte schön gezeichnet. Der Sound wirkt nie lästig und die Stimmen der Akteure sind immer klar verständlich. Die intuitive Maussteuerung erleichtert einem das Auffinden der Gegenstände und macht es sehr leicht sich zurechtzufinden. Ein Team-Modus, mit dem beide Figuren gleichzeitig gesteuert werden könnten, hätte dem Spiel sicher nicht geschadet. Alles in allem aber ein sehr gut gemachtes Abenteuer.  

Wertung

  • PC
    84
    %

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