Test - Samsung 65" Flat QLED TV Q9FN : Geile Glotze für gutbetuchte Gamer

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Das geht allerdings recht fix, denn im Grunde müsst ihr euren HDMI-Eingang für die Konsole nur entsprechend vorbelegen und könnt etwaige Extras schnell zuschalten. So empfiehlt sich der Motion-Plus-Modus für eher ruhige Titel, in denen keine schnellen Reaktionen gefragt sind. Laut Hersteller liegt die Reaktionszeit hier bei etwa 24 ms. Wer eher auf Shooter oder Rennspiele steht, setzt auf den Game Mode, der sogar unter 7 ms erreicht und zusätzlich AMD FreeSync unterstützt. Hierdurch wird bei AMD-basierten Grafikprozessoren (Xbox One, PS4 und AMD-Radeon-Grafikkarten) Tearing vermieden.

Einstellmöglichkeiten gibt es natürlich reichlich, von Beleuchtung und Helligkeit über Kontrast und Schärfe bis hin zu Aufbesserung, HDR, Farbraum und Weißabgleich. Schön ist dabei, dass quasi jeder Eingang einzeln konfiguriert werden kann, sodass ihr nicht dauernd am Basteln seid, wenn ihr zwischen Konsole und Set-Top-Box oder gar PC hin und her schaltet. Man kommt alles in allem recht schnell dahinter, welche Einstellungen für was geeignet sind, wobei wir nochmals drauf hinweisen, dass die Grundeinstellungen schon nicht übel sind. Aber wir kennen das, wenn wir zocken, wollen wir das Beste herausholen.

Kommen wir zum Wesentlichen: der Bildqualität. Samsung setzt beim Q9FN nicht auf die OLED-Technologie, sondern nutzt ein VA-Panel mit Quantum-Dot-Technologie. Das 10-bit-Panel erreicht eine 99-Prozent-Abdeckung des DCI-P3-Farbraums und trumpft mit einer starken Helligkeit von 2.000 Nits auf. HDR10, HDR10+ und HLG werden entsprechend unterstützt, wenn auch bisher kein Dolby Vision. Eine gute Anti-Reflexions-Beschichtung trägt zusätzlich zur gehobenen Bildqualität bei.

Das Ergebnis bietet eine tolle Farbintensität, speziell im HDR-Betrieb. Die Farben wirken dabei sehr natürlich und nicht überzogen. Einzig bei schrägeren Blickwinkeln schwächelt das Panel etwas, wer eher von der Seite aufs Display schaut, nimmt leichte Farbverfälschungen wahr. Beeindruckend ist zudem die Schwarzdarstellung, die nicht ganz, aber immerhin nahezu an OLED-Qualitäten herankommt – dank einer Erhöhung der Dimming-Zonen und eines Full Array Local Dimmings. Entsprechend sind auch die Kontraste vom Allerfeinsten und überzeugen auch auf kürzere Distanzen.

Die 4K-UHD-Auflösung wird mit 60 Hz dargestellt, das Panel beherrscht aber mehr. Einen PC könnt ihr zum Beispiel bei QHD-Auflösung (2.560 x 1.440) mit bis zu 120 Hz ansteuern. Das geht ohne weiteres, zumal das Upscaling des Q9FN dank der Q Mastering Engine nicht von schlechten Eltern ist. Auch niedriger aufgelöste Quellen werden sehr ansehnlich wiedergegeben. Verpixelungen oder Kontrastverluste sind kaum wahrnehmbar.

Wir haben eine Reihe an Titeln sowohl vom PC als auch einer Xbox One mit verschiedenen Einstellungen über das Display gejagt und waren begeistert. Spiele, bei denen eine schnelle Reaktionszeit wichtig ist, um präzise zu schießen oder zu lenken, stellten bei aktiviertem Spielemodus kein Problem dar. Sowohl Destiny 2, Forza 7 oder The Division konnten ohne spürbare Verzögerungen gezockt werden. So richtig blüht das Display natürlich bei HDR-Titeln auf. Spiele wie Assassin's Creed: Origins oder Forza Horizon 3 sind eine echte Augenweide dank der kräftigen, aber natürlichen Farben. Doch auch Spiele ohne große Extras, wie Kingdom Come: Deliverance in 4K vom PC, sind ein Hochgenuss und wunderbar spielbar.

Dass der Q9FN natürlich auch bei Filmen, Videos und im TV-Betrieb eine tolle Figur abgibt, versteht sich eigentlich von selbst. Gut eingestellt, hatten wir auch nicht mit unschönen Effekten wie Schlieren oder Artefakten zu kämpfen. Eine positive Überraschung gab es zudem: Fallen die meisten TV-Geräte vom Klang her meist eher mau aus, so kann der Q9FN auch in diesem Bereich punkten – dank eines nach unten abstrahlenden 4.2-Systems. Zwar langt der Klang nicht an eine gute Soundbar heran, für einen TV ist er aber dennoch bemerkenswert. Schade nur, dass DTS Audio offenbar immer noch nicht unterstützt wird. Das ist im Grunde aber auch das einzige echte Manko dieses Edelfernsehers.

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