Test - Salt Lake 2002 : Salt Lake 2002

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Die Olympischen Winterspiele stehen mal wieder vor der Tür. Natürlich konnte es sich Eidos da nicht nehmen lassen, von der erworbenen Lizenz Gebrauch zu machen und deshalb erwartet PS2-Besitzer das offizielle Spiel zu den Winterspielen, 'Salt Lake 2002'. Ob es sich hierbei mal wieder um altbekannte 'Trigger'-Action handelt, wodurch reihenweise Controller zerstört werden, oder ob diesmal auch Köpfchen gefragt ist, erfahrt ihr in diesem Review.

Salt Lake 2002
Das sehr schlichte Hauptmenü.

Nicht nur den Aufbau des Titels teilt sich 'Salt Lake 2002' mit 'Sydney 2000', das Sportfreunde an den Olympischen Spiele im Sommer teilnehmen liess. Auch der Entwickler ist derselbe geblieben, was zunächst etwas Skepsis aufkommen lässt, ob der Winter in diesem Falle denn wirklich Besserung bringt.

Schlichte Präsentation und kleine Auswahl
Sehr schlicht präsentieren sich die Menüs, durch die ihr euch vor dem Spielstart wühlen müsst. Seid ihr im Hauptmenü angekommen, habt ihr dann erst mal die Qual der Wahl, die in diesem Fall allerdings schnell der Vergangenheit angehört. Zur Auswahl stehen nämlich 'Spiel starten', das 'Profil'-Menü, der 'Trophäenraum', die 'Highscores' und schliesslich die Optionen. Wie unschwer zu erkennen ist, führt euch nur ein Menüpunkt tatsächlich ins Spiel. Im 'Trophäenraum' lassen sich gewonnene Trophäen und auch Medaillen bewundern und das 'Profil'-Menü gibt euch eine Übersicht über angelegte Profile, deren Spielzeit und wie viel Prozent des Spiels bereits abgeschlossen sind.

Sobald ihr 'Spiel starten' gewählt und ein neues Profil angelegt oder ein bereits bestehendes ausgewählt habt, zeigt sich dann die tatsächliche Auswahl an Spielmodi. Hier stehen neben dem 'Olympia'- und dem 'Turnier'-Modus auch noch der 'Klassische Modus' und das 'Training' zur Auswahl. Immerhin vier Auswahlmöglichkeiten, die ja noch durch die verschiedenen Disziplinen erweitert werden. Die Unterschiede zwischen den vier Modi sind recht einfach zu erklären. Der 'Olympia'-Modus lässt euch eine beliebige Anzahl an Disziplinen auswählen, die dann nacheinander gespielt werden. Ziel ist es selbstverständlich, so oft eine goldene Medaille zu gewinnen, wie nur möglich. Im 'Turnier'-Modus darf nur eine Disziplin gewählt werden, die dann mindestens ein- und höchstens viermal gespielt wird. Einige können sicher schon erahnen, dass hier im KO-System gespielt wird, so dass der jeweilige Gewinner weiterkommt und der Verlierer ausscheidet. Da 16 Länder am Start sind, gibt es also vier Runden, die möglichst alle zu gewinnen sind.

Zu guter Letzt gibt es noch den 'Klassischen Modus', der vor allem für Einzelspieler interessant sein dürfte. Hier spielt ihr euch dreimal durch alle Disziplinen, dabei werden die Wetterbedingungen stets schlechter und die zu erreichenden Vorgaben immer schwieriger. Ausserdem habt ihr nur drei Leben zur Verfügung und müsst wieder von vorne beginnen, wenn ihr alle Leben verbraucht. Wenn ihr einen der drei Läufe bestanden habt, bekommt ihr einerseits ein Bonusleben und euer eigentliches Ziel, einen Teil einer Trophäe. Wenn ihr nun noch andere Läufe übersteht, habt ihr die komplette Trophäe zusammen. Abgesehen von Trophäen und vielleicht Selbstzufriedenheit gibt es hier aber nichts zu gewinnen, auf versteckte Länder oder gar Disziplinen darf also nicht gehofft werden.

Salt Lake 2002
Hier wählt ihr die Disziplin.

Die Disziplinen
In Sportspielen wie 'Salt Lake 2002' sind aber sicher die Disziplinen am wichtigsten. Die Auswahl ist leider eher mager ausgefallen, so werden lediglich sechs Disziplinen geboten. Mit dabei sind für die Herren der Ski Alpin-Abfahrtslauf, das Skispringen von der 120 Meter-Schanze, der Snowboard Parallel-Riesenslalom und schliesslich der Zweierbob. Die Damen müssen sich mit zwei Disziplinen vergnügen, nämlich dem Ski Alpin Slalom und der Freestyle Buckelpiste. Natürlich hat jede Disziplin ihre eigene Steuerung, so dass hier nur einige genauer unter die Lupe genommen werden.

Alle Disziplinen sind recht simpel ausgefallen, so dass spätestens nach dem Blick ins Handbuch, das die Steuerungen im Detail erläutert, keine Fragen mehr offen sein sollten. Beim Ski Alpin Abfahrtslauf beispielsweise steuert ihr entweder mit dem Steuerkreuz oder dem Analog-Stick und geht mit gedrückter X-Taste in die Hocke, die euch höhere Geschwindigkeiten ermöglicht. Um enge Kurven zu fahren, müsst ihr die Viereck-Taste gedrückt halten. Soweit so gut, doch hier gibt es auch schon ein erstes entscheidendes Problem: Die Steuerung ist immer digital. Das will heissen, dass es keine Möglichkeit gibt, den Skifahrer fein zu steuern, da es nur zwei Zustände gibt: Kurve oder nicht Kurve. Etwas beruhigend mag hier klingen, dass die Kurven recht weit gezogen werden, so dass man zumindest nicht übersteuern kann. Allerdings spendet das wenig Trost, wenn die engen Kurven mittels Viereck-Taste gefahren werden. Hier zieht der Fahrer dann wirklich enge Kurven, bei denen sehr schnell reagiert werden muss, um nicht ein vorzeitiges Aus zu erleben.

Salt Lake 2002
Auch die Wetterbedingungen lassen sich verändern.

Nicht ganz so schlimm zeigt sich die rein digitale Steuerung beim Bobfahren. Hier hat man allerdings sowieso nur selten das Gefühl, wirklich selber zu steuern, da die eingegebenen Befehle nur sehr schwach und spät umgesetzt werden. Natürlich ist dies ziemlich realistisch, da auch die Steuerung eines echten Zweierbobs wohl nicht einfach ist, doch dem Spielspass kommt das trotzdem nicht zugute. Eine der angenehmeren Disziplinen ist die Freestyle Buckelpiste. Hier wählt ihr zunächst einen Sprung aus einer Liste aus, den ihr nachher ausführen wollt. Auf dieser Liste ist ebenfalls angegeben, wie viele Punkte ihr für dieses Manöver bekommt. Ist dies getan, habt ihr 15 Sekunden Zeit, um die X-Taste zu drücken. Während dieser Zeit springt nämlich ein Strich auf einem Balken von einer Seite zur anderen, wobei dieser möglichst im Zentrum angehalten werden soll. Das Timing hierbei entscheidet über das Gelingen des Absprungs auf der Schanze. Sobald ihr in der Luft seid, müsst ihr auf den unteren Bildschirmrand achten, dort scrollen nämlich verschiedene Kommandos von rechts nach links, die im richtigen Moment ausgeführt werden müssen. Wenn ein gelber, nach unten zeigender Pfeil zu sehen ist, in dem sich eine kleine X-Taste befindet, müsst ihr beispielsweise gleichzeitig nach unten und die X-Taste drücken. Natürlich ist auch diese Disziplin viel zu simpel, um längerfristig für Motivation zu sorgen.

 

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