Vorschau

Saints Row IV

Größenwahn und Spaß dabei

  • PS3
  • X360

Der Aufstieg des "Helden" aus Saints Row kennt keine Grenzen: Nachdem er die Saints übernommen und im dritten Teil zum großen Medienimperium ausgebaut hat, wird er im vierten Ableger des Gangster-Klamauks zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Wenn ihr glaubt, das wäre schon abgedreht, dann solltet ihr euch lieber hinsetzen und tief durchatmen.

Wie zum Teufel ihr es geschafft habt, Präsident der USA zu werden, soll in der Handlung schon am Anfang aufgelöst werden. Genaue Einzelheiten wollten die Entwickler jedoch nicht verraten. Dafür enthüllten sie während ihrer Präsentation einen neuen Feind. Als Präsident setzt man sich schließlich nicht mit Banden und Gangs auseinander. In bester "Independence-Day"-Manier müsst ihr euch mit einer Alien-Invasion herumschlagen. Obermotz Zinyak nimmt die Saints gefangen und macht aus der Stadt Steelport ein abgefahrenes Gefängnis. Ihr müsst eure Kollegen befreien und die Außerirdischen wieder zurück in die Tiefen des Weltalls katapultieren. Oder so ähnlich. Im Vergleich zum aktuellen Ableger ist der dritte Teil geradezu eine bitterernste Realsatire.

Cooler als Superman

Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, entwickelt ihr während eures kommenden Abenteuers Superkräfte. Neue Feinde brauchen schließlich neue Herangehensweisen. So rennt ihr nicht nur irre schnell durch die Straßen, sondern springt auch aus dem Stand auf die Dächer der Hochhäuser, schwebt in der Luft, schleudert Personen mit eurer Telekinesekraft aus der Stadt und greift auf verschiedene Elementarangriffe zurück. Die Entwickler versprechen eine Vielzahl unterschiedlichster Fähigkeiten.

Auf Waffen verzichtet Volition natürlich nicht, im Gegenteil. In London stellten sie zwei neue Gattungen vor. So sorgt ein bestimmtes Gewehr zum Beispiel dafür, dass bei Treffern die Köpfe der Zielpersonen anschwellen und platzen. Premiere feiert auch die Dubstep-Gun. Die aus der Kanone schallende Musik verleitet jedes Lebewesen zum unkontrollierten Herumzappeln. Dieser Moment kann hervorragend dazu genutzt werden, die abgelenkten Feinde mit aberwitzigen Manövern auszuschalten. In Saints Row IV wertet ihr nicht mehr nur die Eigenschaften eurer Waffen auf, ihr dürft sogar ihr Aussehen komplett verändern. Wer will, darf mit einem Raketen schießenden Gitarrenkoffer um die Häuser ziehen. Ihr könnt im Editor wieder eine Menge Schabernack treiben und wilde menschliche Kreationen erschaffen. Individualität ist ein wichtiger Faktor in Saints Row.

Saints Row 4 - Teaser Trailer

Neue Fortbewegungsmittel

In brandneuen Fahrzeugen, zum Beispiel den Monstertrucks, macht ihr die Straßen unsicher. Zumindest so lange, bis ein leer stehender Kampfroboter an der Straßenkreuzung entdeckt wird. Der aktiviert nach dem Einsteigen ein Minispiel. Unter Zeitdruck sollt ihr möglichst viel Chaos und Zerstörung anrichten. Eine Aufgabe, die in diesem stählernen Ungetüm nicht schwerfällt. Diese optionalen Herausforderungen werden auch im vierten Teil wieder eine große Rolle spielen und in vielfältigen Varianten auftauchen.

Fazit

Saints Row IV verabschiedet sich mit einem aberwitzig großen Knall.

Vor der Präsentation war ich schon ein wenig neugierig, was die Entwickler im vierten Teil mit Saints Row anstellen würden. Mit diesem Ergebnis habe ich überhaupt nicht gerechnet. Es treffen so viele absurde Ideen aufeinander, dass man daraus locker zwei Spiele machen könnte. Auf den ersten Blick zünden die Ideen und schlagen voll ein. Ich kam aus dem Lachen nicht mehr heraus. Leider durften wir nicht selbst zum Controller greifen. Es besteht natürlich die Gefahr, dass gerade Waffen wie die Dubstep-Gun sich schnell abnutzen. Sollten die Entwickler es aber schaffen, ständig neue Reize zu setzen und immer wieder aufs Neue zu überraschen, dann könnte Saints Row IV ein abgefahrenes Spektakel werden, das sich nicht zu ernst nimmt und den Spielspaß in ungeahnte Höhen treibt.