Preview - Ryse: Son of Rome : Augenweide mit Eingeweiden

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Die Pressekritiken des in der römischen Kaiserzeit angesiedelten Action-Spiels gingen zum Verkaufsstart der neuen Konsolengeneration teilweise weit auseinander. Da uns der Titel damals auf der Xbox One gut gefallen hat, waren wir auf die PC-Umsetzung gespannt, die wir uns auf der gamescom genauer ansehen konnten.

Als römischer Centurio Marius Titus metzelten wir uns auch in der PC-Variante durch zahlreiche Horden von Barbaren und bestanden unzählige Quick-Time-Events, die mit brachialen Finishern belohnt wurden. Da uns das Ganze auf einem offensichtlich sehr leistungsstarken Rechner samt 4K-Monitor präsentiert wurde, klappte uns beim Anspielen fast die Kinnlade herunter. Was Crytek da auf dem Bildschirm entfesselte, übertraf sogar das grafisch atemberaubende The Witcher 3.

Dabei war besonders bemerkenswert, dass selbst in wuseligen Kampfsequenzen mit mehr als acht Feinden das Geschehen absolut flüssig dargestellt wurde und die Bildrate durchgängig konstant blieb. Der sichtlich stolze Senior Producer Brad Chambers erläuterte uns während der ausgiebigen Anspielrunde, dass es sich bei der PC-Version von Ryse: Son of Rome keineswegs um einen simplen Port handelt, sondern Hunderte Stunden Entwicklungsarbeit für den Plattformwechsel vonnöten waren. Trotzdem wird es vorerst keine neuen, exklusiven Inhalte für den PC geben, dafür werden aber alle Multiplayer-DLC-Pakete enthalten sein.

Gesteuert wird der ruhmreiche Truppenführer Marius erwartungsgemäß mit den Tasten W, A, S und D. Die leichten und schweren Schwerthiebe führt ihr mit der linken und rechten Maustaste aus, blockt mit der Leertaste und rollt euch mit Shift aus der Gefahrenzone barbarischer Angriffe. Mit der Maus habt ihr die Kamera unter Kontrolle und die martialischen Exekutionen werden mit E ausgelöst. Die Steuerung ging ausgesprochen gut von der Hand und da Controller voll unterstützt werden, werdet ihr euer präferiertes Eingabegerät frei wählen können.

Inhaltlich bieter der Titel gegenüber der Konsolenversion zwar keine Neuerungen, doch in technischer Sicht sieht das optisch ohnehin hübsche Spiel auf dem PC noch ein gutes Stück beeindruckender aus. Benchmark-Fanatiker und Spieler ohne aktuelle Microsoft-Konsole sollten Ryse: Son of Rome unbedingt im Auge behalten. Einen genauen Veröffentlichungstermin gibt es noch nicht, doch man versicherte uns, dass der Titel definitv noch im vierten Quartal dieses Jahres erscheinen wird.

Auf die Frage, ob es eventuell bald eine Fortsetzung zu Ryse gebe, sagte uns Chambers übrigens, dass die Rechte an der Marke zu einhundert Prozent bei Crytek liegen und die Firma daher für verschiedenste Kooperationen mit Herstellern offen sei.

Fazit

Tim Hielscher - Portraitvon Tim Hielscher
Technisch eine Wucht

Einen leistungsstarken Rechner vorausgesetzt, zaubert Crytek euch einen wahren Augenschmaus auf euren 4K-Monitor. Bleibt nur zu hoffen, dass nicht nur brandneue High-End-Maschinen den Systemanforderung gerecht werden können. Die Bedienung per Maus und Tastatur funktioniert einwandfrei und die volle Unterstützung von Controllern lässt in Sachen Steuerung keine Wünsche offen. Im Kern handelt es sich zwar „nur“ um eine inhaltsgleiche Umsetzung für die neue Plattform, doch da alle auf der Xbox One erschienenen Zusatzinhalte in der PC-Version enthalten sein werden, sind zahlreiche Stunden erwachsener Unterhaltung garantiert.

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