Test - Rumble Roses XX : Rumble Roses XX

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Wenn vollbusige Mädels mit arg luftiger Mode sich am Bildschirm verprügeln, dann hat Tecmo entweder die ’Dead or Alive’-Girls losgelassen oder Konami sorgt für Kämpfe mit den ’Rumble Roses’-Ringerinnen. Letztgenannte lassen nun auch auf der Xbox 360 die Fetzen fliegen. Ein Pflichtkauf nicht nur für Voyeure?

Runde Dinger im viereckigen Ring

"Sex sells" – dieser Slogan funktioniert in vielen Bereichen bestens, auch im Wrestling, wo gerne mal leicht bekleidete Damen aufeinander einprügeln und zur Freude der meist männlichen Zuschauer einen "Catfight" veranstalten. Entsprechend konsequent war Konami im vergangenen Jahr: Mit ’Rumble Roses’ für die PlayStation 2 veröffentlichte die Spieleschmiede einen Wrestling-Titel, der auf TV-Lizenzen, maskuline Muskelberge oder realistische und komplexe Kampfmanöver verzichtete und stattdessen vollbusige Amazonen, irgendwo zwischen japanischem Schulmädchen und Latex-Fetischluder angesiedelt, in den Ring schickte, wo diese sich mit teils skurrilen Aktionen beharkten. Nun geht ’Rumble Roses’ auf der Xbox 360 in eine neue Runde: Statt den PS2-Titel einfach nur mit verbesserter Optik umzusetzen, schraubten die Entwickler merklich am Spielkonzept herum, was allerdings nicht nur positive Konsequenzen hat.

Erniedrigende Arbeit

Wie gehabt wählt ihr in ’Rumble Roses XX’ eine Spielfigur und tretet in einem virtuellen Ring gegen eine andere angriffslustige Ringer-Diva an. Die Figuren wurden etwas bearbeitet, nach wie vor bekommt ihr aber dieselben Mädels geboten, wie beispielsweise eine Judoka, eine Sado-Maso-Lady, eine texanischen Rock-Göre, eine gestrenge Lehrerin, eine Kuonichi oder eine braungebrannte Samba-Schönheit. Außerdem hat es ein Bär als Bonus-Figur in das Spiel geschafft. Jeden Charakter gibt es als gute oder böse Version, was sich auf die Moves und das Aussehen auswirkt. Das Kampfsystem ist nach wie vor eine abgespeckte Version von ’SmackDown’ und ist trotz verschiedener aufladbarer Finish-Attacken, eines Konter-Systems und diverser Erniedrigungs-Spezialangriffe sehr einsteigerfreundlich. Die KI ist im Vergleich zur PS2-Version etwas besser, auch wenn hier nach wie vor Verbesserungsbedarf besteht. Leider haben die Entwickler an der etwas schwammigen Steuerung, der unsauberen Kollisionsabfrage und dem vergleichsweise geringen Move-Repertoire nichts geändert. Am meisten hat sich bei der Spielablaufstruktur getan. Der trashige Story-Modus wurde fallen gelassen, vielmehr wählt ihr nun auf einer Karte euren nächsten Kampf oder geht in einem Shop einkaufen. Dort warten unzählige Dinge, wie ein Foto-Modus (mit dem man eigene Schnappschüsse machen kann), neue Outfits oder zusätzliche Erniedrigungsbedingungen, auf euch. Habt ihr mit einer Kämpferin ein paar Matches bestritten, könnt ihr ihren "Muskelbau" im Editor verändern. Ebenfalls möglich ist das Erschaffen eines komplett neuen Charakters.

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