Test - Rome: Total War - Barbarian Invasion : Rome: Total War - Barbarian Invasion

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Alle Fans der epischen Schlachten von 'Rome: Total War' können sich auf einen ereignisreichen Herbst einstellen, denn Creative Assembly hat ein umfangreiches Add-on zum Strategiehit veröffentlicht. Dieses Mal heißt es nicht 'Hannibal ante portas', sondern ihr erlebt in epochalen 3D-Schlachten den Untergang des römischen Reiches mit. Die Barbaren kommen!

'Barbarian Invasion' versetzt euch in die Zeit etwa 350 Jahre nach den Ereignissen der punischen Kriege und der Expansion des römischen Reiches, die im Hauptspiel Kernpunkt der Handlungen darstellte. Inzwischen ist das Reich gespalten und wird sowohl von Rom als auch von Konstantinopel (Byzanz) regiert. Der Senat hat nichts mehr zu sagen und vor allem Westrom wird von despotischen Kaisern regiert, die in der Regel aus inzestuösen Familienverbindungen hervorgegangen sind.
Geschichtsstunde

Keine leichte Aufgabe also für einen angehenden Feldherren, den Untergang Roms noch abzuwenden, denn vor den Toren des Reiches stehen überall Feinde, darunter die bekannten Völker aus den Weltuntergangsszenarien der spätrömischen Dichter und Schreiber. Die Goten, die Vandalen, die Hunnen, aber auch bereits das frühe Fränkische Reich, das sich langsam, aber sicher zu einer Macht in Europa aufschwingt – alle wollen nur eines: den Untergang Roms!

Aufgrund des geschichtlichen Hintergrundes wundert es also nicht, dass vor allem die römischen Kampagnen die schwierigsten im Spiel darstellen. Bereits nach kurzer Zeit verliert ihr im Norden eures Reiches eine Provinz nach der anderen und die neue Weltkarte verfärbt sich zunehmend in andere Farben als das römische Rot.

Auch die finanzielle Situation scheint korrekt den historischen Begebenheiten der dekadenten Weströmer angepasst. Mit den wenigen Provinzen, die tatsächlich noch Gewinne erwirtschaften, müsst ihr ein völlig überzüchtetes und viel zu großes Heer ernähren und unterhalten.

Wer also nicht gleich vom Schwierigkeitsgrad geschockt werden möchte, sollte zunächst die leichteren Kampagnen angehen, etwa die der Hunnen, die dank ihrer überlegenen Reiterei schnell die Oberhand in Osteuropa erlangen.

Fast alles beim Alten

Von der Spielbarkeit und Optik her werden sich 'Total War'-Spieler sofort wieder zurechtfinden. Außer ein paar kosmetischen Korrekturen hat sich kaum etwas auf der Strategie-Karte getan. Warum man die übersichtlichen großen Figuren auf der Karte, welche Armeen und Unterhändler darstellen, gegen kleinere ausgetauscht hat, die nun nur noch schwer zu erkennen sind, erschloss sich uns während des Testens nicht. Auch fehlt weiterhin eine Drehfunktion in der Strategiekarte – schade.

Eine neue, wesentlich wichtigere Rolle in der Städtediplomatie spielt nun die Religion in 'Barbarian Invasion'. Ihr müsst euch während der Kampagne entscheiden, ob ihr euer Volk zum Christentum führt oder doch lieber den heidnischen Götterkulten frönt.

Epochale Schlachten

Auch die 3D-Schlachten zeigen sich recht identisch zu denen des Hauptprogramms, wenngleich sich grafisch einiges getan hat und bei entsprechender Systemleistung dank wesentlich detaillierterer Modelle das Schlachten noch mehr Spaß macht. An der Bedienung der Einheiten hat sich nichts Wesentliches geändert. Zum einen gut für die Fans, zum anderen schlecht, da auch die Probleme der Kameraführung auf Anhöhen sowie die fitzeligen Kommandos zum Antreiben der Einheiten immer noch vorhanden sind. Immer wieder kommt es vor, dass ihr die Übersicht verliert oder eure tapferen Soldaten nur im Schritt-Tempo vorwärts marschieren, wo ihr doch so dringend deren Hilfe an einem anderen Punkt des Schlachtfeldes benötigen würdet.

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