Test - Ridge Racer : Abdriften auf der Vita

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Gerade bei Autorennen zeigen die Hersteller immer wieder, was grafisch in den Konsolen steckt. Jetzt driftet der Arcade-Racing-Klassiker auf die PS Vita und bringt mit atemberaubender HD-Grafik Handheld-Rennen, wie wir sie vorher noch nie gesehen haben. Und auch eine umstrittenes Download-Konzept.

Seit 1993 wird auf verschiedenen Konsolen gedriftet, was das Zeug hält. Der neue Titel macht da keine Ausnahme. Aber der Reihe nach: Als Erstes müssen sich die Spieler für eines von vier Racing-Teams entscheiden, um online Rennen gegen Spieler aus aller Welt bestreiten zu können. Acht Spieler können dabei um die Wette rasen, Rennen können aber auch gegen diverse Geister ausgetragen werden – die Schatten der weltweit besten Ridge-Racer-Flitzer lassen sich runterladen. Mittels "Near"-Funktion startet ihr ein direktes Rennen gegen einen Freund in der unmittelbaren Nähe und natürlich könnt ihr die Strecken auch einfach so, im Rennen gegen acht Computergegner, absolvieren.

Nur fünf Autos und drei Strecken

Ist die Auswahl für ein Team getroffen, finden sich am Startbildschirm mehrere Auswahlmöglichkeiten. Neben den Trophäen, die man sich hin und wieder vielleicht einmal anschauen will, und den Ranglisten öffnet die Werkstatt die Tore zu den verfügbaren Autos. Und da hat man mit fünf Boliden nicht gerade ein große Auswahl. Auch an Strecken erwirbt man mit dem Kauf des Spiels vorerst einmal nur drei. Das Namco-Konzept dahinter: Die Grundausstattung des Spiels, eben fünf Autos, drei Strecken und etliche Musik-Tracks, ist für 29,99 Euro zu erwerben. Ab April gibt es für 5,99 Euro einen Silberpass, mit dem Spieler Zugang zum kompletten Download-Content bekommen. Und der besteht dann aus weiteren fünf Boliden, drei neuen Strecken und einer Menge Musiktitel.

Zwar gibt es mittlerweile für viele Spiele zusätzliches Material, das aus dem Internet heruntergeladen werden kann, bei Ridge Racer stellt sich aber die Frage, ob das Spiel vielleicht zum Start der PS Vita nicht rechtzeitig fertig geworden ist. Denn die Entwickler hatten gerade einmal ein paar Monate Zeit dafür. Andererseits hat man somit auch die Möglichkeit, das Spiel für den relativ günstigen Betrag zu erwerben – ein ModNation Racer für die PS Vita kostet im Vergleich ab 35 Euro –, und falls es einem nicht gefallen sollte, kann man ja die weiteren Scheinchen im Portemonnaie lassen.

Ridge Racer (PSV) - November Trailer
Schnelle Autos, schnelle Mucke, Ridge Racer bietet geballte Arcade-Action mit neuen Features.

HD-Grafik und gewohnter Driftspaß

Das wird allerdings kaum passieren. Denn ansonsten macht Ridge Racer alles richtig. In der Werkstatt ändert iht übrigens auch noch die Farbe des ausgesuchten Vehikels mit einem Klick auf den Touchscreen und es gibt jede Menge Tuning-Möglichkeiten. Auf einer Fahrzeug-Upgrade-Karte gebt ihr per Touchscreen-Klick dem Wagen ordentlich die Sporen. Ist endlich ein Auto gewählt und nach individuellen Vorlieben gestaltet, geht’s damit auf einen der drei Kurse: Highland Cliff, Harbour 765 oder Southbay Docks heißen die sonnigen Strecken, die alle wunderbar aussehen - um einiges besser als die Ridge Racer-Kurse auf der PSP.

3, 2, 1, los! Gas gegeben wird wie gewohnt mit der X-Taste, mit Viereck tritt man in die Bremse (wer sie braucht), gelenkt wird mit dem linken Stick und Nitro gibt’s mit der linken Schultertaste. Letzteres wird natürlich durch braves Driften aufgeladen. Und das Driftverhalten lässt sich nun auch mit dem neuen Custom-Drift-System an den persönlichen Fahrstil anpassen. Dem Renngeschehen passt sich übrigens auch die Sound-Kulisse an: Bei Nitro wird auch die Musik flotter. Die für Ridge Racer neuartigen Lichteffekte blenden zwar hin und wieder etwas auf der Windschutzscheibe, verleihen dem Geschehen aber mehr Authentizität.

Fazit

Hans Schneeweiss - Portraitvon Hans Schneeweiss
Ridge Racer macht immer wieder Spaß. Zwar lässt Namco Bandai die vielfältigen Steuerungsmöglichkeiten der PS Vita aus – das Spiel wird gesteuert wie anno dazumal auf der PSP –, aber die hochauflösende Grafik, der coole Sound und die Möglichkeit, gegen die besten Fahrer der Welt im Geistmodus anzutreten, heben das Spiel aus den unteren Rängen. Aufgrund des Umfangs – nachträglich herunterladbares Material hin oder her – hätte es das nämlich nicht geschafft.

Überblick

Pro

  • perfekte Rennunterhaltung für unterwegs
  • hochauflösende Grafik
  • etliche Individualisierungsmöglichkeiten bei den Autos
  • viele Tuning-Optionen

Contra

  • ohne Aufpreis nur fünf Autos und drei Strecken

Wertung

  • PSV
    75
    %

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