Test - Resident Evil: The Darkside Chronicles : Peng. Peng. Blut. Alles wird gut.

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Kämpft euch durch Horden von Untoten. Macht euch bereit für den Angriff mutierter Kreaturen. Haltet zusammen und versucht, am Leben zu bleiben. Klingt wie ein Bericht von den gamescom-Toiletten? Ist aber die Beschreibung auf der Packungsrückseite von Resident Evil: The Darkside Chronicles.

Chroniken? Grauenhaft!

Normalerweise sind Rail-Shooter (also Spiele, bei denen lediglich das Fadenkreuz zum Ballern über den Bildschirm bewegt wird) bestens geeignet, um das Hirn auszuschalten und ohne Nachdenken grobe Gewalt walten und Blei fliegen zu lassen. Normalerweise.

The Darkside Chronicles allerdings ist anders. Es erfüllt sozusagen einen Bildungsauftrag. Es bringt Licht ins Dunkel der glibberigen Vergangenheit der altehrwürdigen Resident-Evil-Reihe. Zumindest teilweise, denn die Entwickler haben sich darauf konzentriert, die Geschehnisse ausgewählter Vorgängerversionen aufzuklären. Just diese Versionen waren in Deutschland indiziert. Ob dies nun einen Vor- oder Nachteil für The Darkside Chronicles darstellt, muss jeder selbst entscheiden. Man kann jedenfalls viel Spaß mit diesem Titel haben, auch ohne diese Teile damals gespielt zu haben. Wir sehen das positiv: So kommen Freunde der Serie wenigstens in den Genuss von Spielszenen aus RE-Teilen, die ihnen damals aufgrund der Indizierung entgangen sind.

Ich und Ich

Ihr besucht beispielsweise mit Claire Redfield und Leon S. Kennedy die berühmt-berüchtigte Polizeistation in Raccoon City. Oder ihr durchstreift gemeinsam mit Steve Burnside den unheimlichen Komplex auf der Insel Rockfort. Charaktere, die ihr vorher nur oberflächlich kennengelernt habt, werden ebenfalls etwas näher vorgestellt. So erhaltet ihr beispielsweise weitere Einblicke in die Persönlichkeitsstruktur des mysteriösen Special-Forces-Mitglieds Jack Krauser. Und auch Ada Wong, deren aparte Erscheinung Freunde der Schockerserie aus Resident Evil 4 kennen, lässt sich zwischendurch mal blicken. Ihr merkt schon: Pärchen-Power ist bei diesem Shooter angesagt. Die Levels werden immer zu zweit erkundet. Habt ihr keinen menschlichen Mitspieler zur Hand, springt der CPU-Kollege gerne ein.

Habt ihr euch für einen der Handlungsstränge entschieden, geht's auch gleich ganz schrecklich los. Im wahrsten Sinne des Wortes. Nach wenigen Sekunden hinken die ersten Untoten um die Ecke und ihr könnt eure Zielkünste auf die Probe stellen. Zielen, abdrücken, Spaß haben! Wer auf authentische Pistolero-Action steht, zwängt seine Wiimote in den Wii-Zapper (das Spiel ist auch im Bundle erhältlich) und fuchtelt sich mit der Plastikwumme durch die Zombie-Jagd. Aber auch ohne Zapper-Zusatz macht die Steuerung einen sehr guten Eindruck. Die Tastenbelegung ist durchdacht, alle wichtigen Funktionen sind schneller verinnerlicht, als ein Zombie „Brain" grunzen kann.