Test - Resident Evil: Outbreak : Resident Evil: Outbreak

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Nach den exklusiven ’Resident Evil’-Titeln für den GameCube, bringt Capcom endlich auch wieder ein neues Horror-Adventure für PlayStation 2-Fans auf den Markt. ’Resident Evil: Outbreak’ bewegt sich dabei mit einer Vielzahl an Änderungen im Gameplay sowie einer Echtzeitgrafik-Umgebung samt Kamerafahrten und verschiedenen Charakteren weg von dem etwas angestaubten Spielprinzip der bisherigen 'Resident Evil'-Titel. Wie sich das Spiel trotz des in der europäischen Version leider fehlenden Online-Modus schlägt und ob die vielen Änderungen bei ’Resident Evil: Outbreak’ endlich frischen Wind in die Serie bringen, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

'Resident Evil: Outbreak' erinnert auf den ersten Blick zwar sehr stark an die bisherigen Spiele, hat aber einige neue Features in petto. Der größte Unterschied liegt dabei im Gameplay und der völlig neuen Grafik-Engine. Statt mit den bekannten Charakteren wie zum Beispiel Chris Redfield, Jill Valentine oder anderen stark bewaffneten S.T.A.R.S.-Mitgliedern auf Zombiejagd zu gehen, hat man die Wahl zwischen acht Protagonisten, die mit der großen Verschwörung um die Umbrella Corporation eigentlich gar nichts am Hut haben. Angefangen bei der freundlichen Kellnerin Cindy über den Klempner David bis hin zum R.P.D.-Polizisten Kevin, stehen normale Racoon City-Bewohner mit unterschiedlichen Fähigkeiten zur Verfügung. Diese spielen dabei eine große Rolle und helfen euch je nach Situation oft schnell aus einer brenzligen Lage. So kann Cindy zum Beispiel ihre Kameraden heilen, Kevin und der Wachmann Mark sind hingegen sehr stark und können viel einstecken. Dabei hat Kevin den Vorteil, dass er von Anfang an eine gute Schusswaffe zur Hand hat. Sollte mal kein Ballermann in Reichweite sein, kann der Klempner David aus verschiedenen Dingen eine Waffe basteln. Ebenso erfüllen die Journalistin Alyssa, die Studentin Yoko und der ziemlich feige U-Bahn-Angestellte Jim eine bestimmte Aufgabe und bringen gewisse Talente mit sich.

Je nach Charakterwahl kämpft ihr mit anderen Kameraden Seite an Seite und müsst das Teamplay sehr stark auf die Fähigkeiten der Personen anpassen. Das heißt in der Praxis, dass die etwas sanfteren Gemüter nicht grade mit Zombies kämpfen sollten und sich hier eher um die Gesundheit ihrer Kameraden und um die Rätsel kümmern. Andersherum sind Kevin und Mark die richtige Wahl für gröbere Jobs.

Duck and cover

Neben den speziellen Talenten besitzen die spielbaren Charaktere in 'Resident Evil: Outbreak' nun auch weitaus mehr Aktionsmöglichkeiten. Die Personen können kriechen, Türen zudrücken, sich verstecken, Kameraden abstützen oder auch springen und klettern. Das ganze Repertoire wird im Spielverlauf auch oft genutzt und kann einen oft davor bewahren, als Zombienahrung zu enden. Wobei die Angriffe der mutierten Stadtbewohner im Vergleich mit früheren 'Resident Evil'-Spielen zudem nun auch etwas unkalkulierbarer sind. Einige Zombies taumeln dem Spieler zum Beispiel über mehrere Räume hinweg hinterher und die mutierten Kreaturen greifen nicht immer strikt nach Script an. Wiederholt man ein Kapitel mehrere Male, läuft dieses in der Regel hier und da etwas anders ab. Manchmal brechen die Zombies durch eine Barrikade, manchmal auch nicht. Daneben sorgen weitere Kreaturen ebenfalls für Schockeffekte.

Die vom Computer gesteuerten Mitstreiter reagieren auf solche Situationen übrigens auch sehr unterschiedlich: Einige laufen davon, andere eröffnen sofort das Feuer und wiederum andere Zeitgenossen setzen sich gerne von der Gruppe ab und rennen den Gegnern in die Krallen. Wobei es besonders nervig ist, wenn man öfters ein paar Räume zurück laufen muss, um einen Nachzügler zu holen, während der Rest treu an der Seite des Spielers mitgeht.

Ansichtssache

Eine der wichtigsten Neuerungen stellt zweifellos die neue Grafik-Engine dar, die mit einer Echtzeitumgebung und Kameraschwenks, ähnlich wie bei 'Resident Evil: Code Veronica', beeindruckt und stets mit einer stabilen und flüssigen Framerate protzt. Dabei sehen die Umgebungen nicht unbedingt schlechter aus, als die bisher vorgerenderten Hintergründe. 'Resident Evil: Outbreak' kann sowohl von den Texturen als auch von den vielen liebevollen Details und den erstklassigen Charakteren her gefallen und braucht sich hinter dem Genre-Primus 'Silent Hill 3' kaum zu verstecken.

Wie die Grafik, gefällt auch der Sound sehr gut und passt jederzeit zur Situation. Leider klingen die meisten Samples ziemlich bekannt und wiederholen sich relativ oft. Die Sprachausgabe hingegen ist wieder einer der Höhepunkte, der durchaus soliden akustischen Untermalung. Leider zahlt 'Resident Evil: Outbreak' mit extrem langen Ladezeiten einen hohen Preis für die technische Umsetzung und nervt sowohl Neulinge als auch hartgesottene 'RE'-Fans. Nichtsdestotrotz kann man sich hier auf eine mehr als solide Grafik und einen passenden Sound freuen, zumindest solange man die Zwangspausen in Kauf nimmt.

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