Special - Resident Evil 7: Biohazard : 5 Hoffnungen der alten Fans

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Auf der Tokyo Game Show wurden neue Szenen aus Resident Evil 7 gezeigt. Der bisherige Eindruck scheint sich zu bestätigen: Die Serie kehrt zurück zu ihren unheimlichen Wurzeln und schwört dem ungeliebten Action-Gameplay ab. Doch noch sind nicht alle überzeugt. Die geringe Anzahl an Referenzen, die auf das Resident-Evil-Universum verweisen, sorgt weiter für Skepsis. Doch mit den richtigen Ansätzen kann Capcom auch alteingesessene Fans wieder an Bord holen.

1. Rückkehr bekannter Kreaturen

Obwohl bestätigt wurde, dass es auch nichtmenschliche Gegner in Resident Evil 7 geben wird, haben wir in den bisherigen Szenen nur Menschen gesehen. Es ist gut möglich, dass es sich bei der Familie Baker, die auf der Farm lebt, um eine Art Zombies handelt, die intelligent geblieben sind. Was wir aber sehen wollen, sind Licker, Hunter und Tyrants. Das sind die widerwärtigen Kreaturen, die Resident Evil ein Gesicht gegeben haben. In den letzten Ablegern der Reihe wurden uns von Parasiten befallene Dorfbewohner und durch Uroboros kaum noch erkennbare Schleimmonster in den Weg gestellt. Es wird Zeit, die Kellerräume unter der Plantage zu öffnen und erneut die ganz klassischen Umbrella-Experimente zu entfesseln.

2. Fordernde Rätsel

Was haben uns die ersten Resident-Evil-Abenteuer vor verschlossene Türen gestellt! Erst nachdem wir mit Jill, Chris, Leon und Co. das andere Ende von Raccoon City oder der alten Villa inspiziert und einen Schlüssel oder ein Emblem in einer Schublade gefunden hatten, machte es Klick. Später wurden die Rätsel der Reihe, sofern vorhanden, immer geradliniger und erforderten kaum, sich an bestimmte Schauplätze zu erinnern. Es ist eine Hassliebe, die Fans der ersten Teile zu schätzen wissen. Wenn die vier Wände der Bakers verschachtelte Gänge und viele versteckte Hinweise kombinieren würden, die zum Öffnen einer Tür führen, müssten wir umso häufiger durch das Gemäuer irren und uns vor der umherstreifenden, durchgeknallten Familie verstecken.

3. Jeder Gegner ist eine Herausforderung

In den jungen Jahren von Resident Evil gab es kaum einen Gegner, vor dem man sich nicht fürchten musste – auch wenn das mitunter auf das Konto der Steuerung und der Kameraperspektive ging. Ethan, der Protagonist in Teil 7, wird kein Macho-Held wie Chris Redfield sein. Deshalb stehen die Chancen gut, dass seine Gegner ihm haushoch überlegen sind. Die Horden Infizierter in der jüngsten Geschichte der Capcom-Serie standen Resident Evil nicht gut zu Gesicht. Das war mitunter ein Grund, weswegen die Spiele zu Ballerorgien verkamen. Der nächste Titel soll mit Munition sparen und uns wieder spüren lassen, dass jeder Fehler unser letzter sein könnte.

4. Glaubwürdige Charaktere

In zwanzig Jahren hat sich im Resident-Evil-Universum ein recht großer Kader an Charakteren entwickelt. Die Serie blieb in der Regel allerdings bei Wiederholungstätern, die von Teil zu Teil immer abgebrühter mit schockierenden Situationen umgingen. Sie wurden, teilweise auch ohne Mutation, zu Übermenschen. Gut, dass Ethan wieder ein ganz gewöhnlicher Kerl sein wird, der seine vermisste Frau sucht. Das trägt mehr zur Charakterbindung und Identifikation bei als ein abgeklärtes BSAA-Mitglied. Identifikation ist genau das, worauf Resident Evil 7 abzielt. Nicht umsonst wurde der drastische Perspektivenwechsel gewählt. Die Bakers müssen ebenso überzeugen. Sie dürfen nicht einfach auf eine verrückte Kannibalenfamilie reduziert werden.

5. Logische Verknüpfung mit dem RESI-Universum

Sieht man sich im Netz um, fallen die Reaktionen zu Resident Evil 7 ähnlich aus: Vermisst werden bis dato Verbindungen zum bisherigen RESI-Universum. Capcom hat angekündigt, dass es sich um eine echte Fortsetzung von Teil 6 handeln wird. Derzeit sehen wir aber nur eine verrückte Familie, die an „The Texas Chainsaw Massacre“ erinnert. Was haben die Bakers mit dem T-Virus oder gar Umbrella zu tun? Warum scheinen sie keinen Schmerz zu empfinden? Sind sie weitgehend resistent gegen die Infektion? Davon, wie überzeugend Capcom das neue Spiel mit dem geliebten Universum verknüpft, hängt die Bereitschaft alter Fans ab, sich wieder auf die Serie einzulassen.

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