Test

Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad

Es bleibt schwierig

  • PC

Der womöglich forderndste Mehrspieler-Shooter geht in die zweite Runde. Nachdem der Erstling Red Orchestra: Ostfront 41-45 als einer der anspruchsvollsten Genrevertreter treue Fans finden konnte, will der zweite Teil Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad diesen Erfolg nun fortführen.

Die Geschichte der Red-Orchestra-Reihe beginnt 2003, als ein paar findige Entwickler eine Modifikation für Unreal Tournament 2003 veröffentlichen. Red Orchestra: Combined Arms, so der Titel, erscheint ein Jahr später in neuer Version auch für Unreal Tournament 2004 und gewinnt eine ständig wachsende Fan-Basis. Das Spiel läuft gar so gut, dass die Macher das Spielestudio Tripwire Interactive gründen und 2006 eine erste kommerzielle Umsetzung namens Red Orchestra: Ostfront 41-45 auf den Markt bringen. Auch diese läuft sehr gut, womit der Grundstein gelegt war, die Reihe weiter fortzuführen.

Der neue Ableger heißt Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad und strebt an, alle vorherigen Versionen der Reihe noch zu übertreffen. Während die bisherigen Stärken angeblich weiter ausgebaut wurden, will es der neue Teil insbesondere Einsteigern leichter machen, mit der umfassenden Spielmechanik vertraut zu werden. Was ihr von Anfang an wissen solltet: Die Reihe sieht sich bewusst als markanten Gegenpol zu den meisten anderen populären Mehrspieler-Shootern und spielt sich dementsprechend spürbar anders.

Der bescheidene Shooter

Im aktuellen Genre-Primus Call of Duty: Modern Warfare 3 ist alles auf adrenalingeladene Action ausgelegt: Schnelle Schusswechsel, große Explosionen und packende Bombastmomente dominieren. Szenen, die von der Inszenierung her an aufwendiges, plumpes Popcorn-Kino erinnern. Seht ihr den neuen Top-Titel von Infinity Ward als den "Transformers 3" der Mehrspieler-Shooter, ist Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad im direkten Vergleich ein kleines Arthouse-Drama. Auf Anspruch bedacht, klein und bescheiden. Das ist vielen Spielern in dem Maß wahrscheinlich zu zäh.

Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad - Rising Storm Debut Trailer

Im Kern ist es erst einmal ein teambasierter Mehrspieler-Shooter, in dem die jeweiligen Parteien versuchen, die Gegenseite zu bezwingen. Drei recht bekannte Spielvarianten gibt es: Gebiete einnehmen, Gebiete halten und Team-Deathmatch. Geht man ins Detail, unterscheidet sich Red Orchestra 2: Heroes of Stalingrad jedoch sehr von allen anderen Titeln, die dieselben Spielmodi anbieten. Eines der Hauptmerkmale des Spiels ist ein ungemein hoher Schwierigkeitsgrad, da es möglichst realitätsnah sein will.

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