Test - Razer Atrox Arcade Stick : Luxusstick für Prügelprofis

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Manchmal deutet sich schon beim Auspacken an, gleich etwas richtig Hochwertiges in die Zockerfinger zu bekommen. Der Razer Atrox Arcade Stick ruht gut verstaut in einem großen, stabilen Pappkarton. Nachdem die Folie abgezogen und die sichernden Schaumstoffpolster entfernt sind, wissen wir es: Da haben wir was richtig Feines in der Hand!

Zunächst wird nur geschaut. Aber gibt es denn etwas zu sehen? Auf jeden Fall, und zwar ein großes Artwork von Dragon Ball FighterZ. Das deckt die gesamte Oberfläche des Sticks ab, geschützt von einer Plexiglasplatte. Das Design wird bei den Tasten fortgesetzt: Die bekannten Sterne der Drachenbällchen zieren die einzelnen Buttons. Weil es sieben Dragon Balls, aber acht Buttons gibt, bleibt einer davon frei. Der Stick mit Balltop präsentiert sich in schlichtem Schwarz. Links oben sitzen ein Schalter zum Sperren und Entsperren der Menütasten sowie der Xbox-Guide-Button.

Turboknöpfe oder andere Besonderheiten sucht man vergebens. Ebenso ist kein Umschalten zwischen dem Digital- und Analogbetrieb des Joysticks möglich, wie es andere Modelle anbieten. Der Razer Atrox ist für anspruchsvolle Gamer und Profis konzipiert, und die können auf derartige Extras problemlos verzichten. Einfach superb sind Haptik und Verarbeitung: Buttons und Stick stammen vom japanischen Arcade-Experten Sanwa. Das verspricht praktisch perfektes Ansprechverhalten und dieses Versprechen wird auch gehalten – dazu später mehr.

Vorher schauen wir uns an, was der Atrox im Inneren zu bieten hat. Denn nach einem Druck auf den Knopf an der Vorderseite springt das Oberteil auf und kann nach oben geklappt werden. Farbig gekennzeichnete Kabel führen zum Stick und den einzelnen Buttons, die von je zwei Klammern gehalten werden. Drückt man diese zusammen, kann der jeweilige Knopf einfach aus seiner Fassung geschoben werden. Beim simplen Verbinden der Flachstecker hilft zusätzlich eine Grafik mit der Angabe, welches Kabel zu welchem Knopf gehört.

Außerdem können im Innenraum ein zweiter Stick und die vier Meter lange, verschraubbare USB-Strippe verstaut werden. Im Lieferumfang enthalten ist ein kleiner Schraubendreher, mit dem man im Bedarfsfall den gesamten Stick auseinandernehmen kann. Eine Wabenstruktur am Boden lässt euch Schrauben an jeder Stelle fixieren und ermöglicht dadurch eine Neupositionierung sämtlicher verbauten Elemente. Wer mag, kann sogar das Dragon-Ball-Artwork gegen ein eigenes Design ersetzen.

Präzision in Perfektion

Wie bereits angedeutet, erweist sich der Razer Atrox auch beim Spielen als erstklassig. Wir hauen uns in Dragon Ball FighterZ sowie der Street Fighter 30th Anniversary Collection und ballern im Shoot-'em-up Guwange. In allen Titeln spielt das 3,3 Kilogramm schwere Gerät sofort seine Stärken aus. Begleitet vom sanften, Sanwa-typischen Klicken ermöglicht der Acht-Wege-Joystick absolut präzise Richtungseingaben. Kräftige Bewegungen verarbeitet er ebenso sauber wie leichte. Dazu haben selbst große Hände dank 38 Zentimetern Breite, 26 Zentimetern Tiefe und 6,9 Zentimetern Höhe genug Auflagefläche.

Zwar kann der Arcade-Stick auch auf dem Schoß Platz nehmen, wohler fühlt er sich jedoch auf einem festen Untergrund – dort verhindert die komplett gummierte Unterseite jedwedes Verrutschen. Die Buttons stehen dem in nichts nach. Mit ruhigem Klackern bei ebenso weichem wie klarem Anschlag sitzen jeder Punch, jeder Kick und jeder Schuss punktgenau. Diese Kombination aus Leichtgängigkeit und Genauigkeit macht das Zocken besser und entspannter!

Abgesehen vom fehlenden Headsetanschluss scheint der Razer Atrox Arcade Stick perfekt zu sein. Tatsächlich führt kein Weg am Hardwaretipp vorbei. Nur zwei Aspekte werfen einen kleinen Schatten auf die spitzenmäßige Vorstellung: Kompatibilität und Preis. Denn unser Modell funktioniert ausschließlich mit der Xbox One. Bei Playstation 4 und Nintendo Switch verweigert der Atrox den Dienst, auch mit dem PC möchte Razers De-luxe-Stick nicht kooperieren. Da wiegt der Preis noch schwerer, als er es sowieso schon tut: Satte 239,99 Euro werden fällig, wenn ihr euch den Luxus nach Hause holen wollt.

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