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Test - Rayman 3: Hoodlum Havoc : Rayman 3: Hoodlum Havoc

  • PC
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Das Genre der Jump'n'Runs hat sich rar gemacht auf dem PC. Als nahezu letzter Vertreter seiner Zunft kehrt nun Rayman nach einem missglückten Multiplayer-Ableger mit einem echten dritten Teil der erfolgreichen Serie zurück. Nachdem wir vor kurzem bereits die Konsolen-Fassungen von 'Rayman 3' unter die Lupe genommen haben, werfen wir nun einen Blick auf die PC-Umsetzung und überprüfen, ob der gliedmaßenlose Held auch hier zu überzeugen weiß.

Rayman 3: Hoodlum Havoc
Murfy erklärt Rayman das Spiel.

Von schwarzen Lums, blauen Freunden und Pflaumensaft
Die Story ist Jump'n'Run-typisch gleichermaßen abgedreht wie schnell erklärt: Lums sind kleine, pelzige Kugeln, die in der Welt von Rayman friedlich vor sich hin leben. Doch da gibt es auch noch ihre bösen Gegenstücke, die schwarzen Lums. Einer von ihnen ist André, der - aus welchen Gründen auch immer - plötzlich zum Oberbösewicht mutiert und sich zusammen mit seinen Ebenbildern auf die Jagd nach Rayman macht. Ihm zur Seite stehen am Anfang ein frecher 'Frosch' namens Murfy, der ihn als eine Art Ausbilder über die ersten Levels hinweg begleitet, und unser Freund Globox, ein blaues undefinierbares und etwas tollpatschiges Wesen. Schon nach kurzer Spielzeit passiert das entscheidende Missgeschick. Globox verschluckt André und verlangt nun ständig nach Pflaumensaft. Das Problem dabei: Globox verträgt das Getränk nicht und muss schnellstmöglich zu einem Arzt gebracht werden. Doch dem Unternehmen stellen sich zahlreiche Gefährten Andrés, die so genannten Hoodlums, in den Weg.

Die Geschichte an sich ist recht ansprechend präsentiert, die Charaktere wirken unter anderem durch die gelungene Synchronisation durchweg sympathisch. Was den positiven Eindruck in diesem Punkt jedoch unter Umständen schmälern kann, ist der Humor, der sich ziemlich stark im Bereich Geschmackssache bewegt. Wenn Murfy sich zu Beginn des Spiels mit dem Handbuch streitet, mag der eine oder andere noch darüber hinweg sehen. Auf Dauer wirkt die gezwungene Lustigkeit sicherlich für manche eher störend und aufdringlich als erheiternd. Zwischensequenzen lassen sich leider nicht abbrechen, glücklicherweise hält sich deren Länge und Häufigkeit allerdings ohnehin in Grenzen.

Rayman 3: Hoodlum Havoc
Auf dem Weg in die nächste Welt.

Hüpfen und Laufen?
Eines gleich vorweg: 'Rayman 3' hat mit einem klassischen Jump'n'Run etwa soviel gemein wie 'Tomb Raider' mit einem klassischen Adventure. Auf anspruchsvolle Hüpfpassagen, die Geschick, Timing und vor allem Übung erfordern, trefft ihr hier fast nirgendwo. Ein falscher Schritt bedeutet nahezu nie den Tod - in der Regel landet ihr überall sanft und müsst lediglich ein kurzes Stück zurücklaufen, um euch erneut an der Aufgabe zu versuchen.

Rayman 3: Hoodlum Havoc
Eine der fantasievollsten Landschaften.

Das Hauptaugenmerk der Entwickler lag vielmehr auf den immer wiederkehrenden Kämpfen mit recht ähnlichen Gegnern. Der Ablauf ist fast jedes Mal gleich - mit Hilfe der 'Lock On'-Funktion behaltet ihr die Bösewichte relativ zielsicher im Visier und könnt durch seitliches Laufen ihren Geschossen ausweichen. Gleichzeitig ladet ihr eure Faust, über das ganze Spiel hinweg die einzige echte Waffe, auf und schleudert sie boomerangartig auf eure Widersacher. Schon nach kurzer Zeit hat man den Dreh raus, wirklich schwierig wird das Spiel deshalb nie. Verglichen mit 'Super Mario Sunshine' für den GameCube ist die Herausforderung generell äußerst gering, so dass selbst Anfänger nicht an den Gegnern verzweifeln dürften. Lediglich die hakelige Steuerung und die Ausrichtung der Kamera sorgen bisweilen für Frust. Letztere lässt sich zwar per zweitem Analogstick nachjustieren, auf Dauer kann das jedoch auch nicht überzeugen und stellt mehr ein Alibi-Feature als eine wirkliche Hilfe dar.

 

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