Test - Ratchet: Gladiator : Ratchet: Gladiator

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'Ratchet: Gladiator', der nunmehr vierte Teil der Action-Serie, geht noch einen Schritt weiter in Richtung Action als sein Vorgänger, wobei der eine oder andere Aspekt des Spieles etwas in den Hintergrund tritt. Doch eins nach dem anderen – erst mal zur Story. Während Ratchet und seine Kumpel Al und Clank sich noch von den letzten Abenteuern erholen, trifft eine Warnung ein. Offenbar verschwindet ein Weltraum-Held nach dem anderen und taucht nicht selten tot wieder auf. Dahinter steckt der fiese Medien-Mogul Gleeman Vox, der besagte Helden entführt und zu Arena-Kämpfen in seiner Show 'DreadZone' zwingt. Doch kaum ist die Warnung verklungen, schon werden auch Ratchet und seine Kumpane entführt.

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Klar, dass Ratchet das nicht so ohne weiteres hinnehmen will. Während sein Kumpel Clank – diesmal leider nur in einer Nebenrolle – nach einer Möglichkeit sucht, Gleeman eins auszuwischen, muss sich Ratchet den Kämpfen als belächelter Außenseiter stellen. Die Story entpuppt sich leider als eine recht dünne Angelegenheit, in der auch die Hauptcharaktere weitaus weniger farbig dargestellt werden als in früheren Zeiten. Eure Aufgabe ist es nun, Ratchet durch zahlreiche Levels und Arenen zu führen, die auf einer ganzen Reihe unterschiedlicher Planeten angesiedelt sind und euch im ersten Durchlauf etwa acht Stunden beschäftigen.

Missionen mit Abwechslung

Die Missionen auf den einzelnen Planeten, die durch eure gesammelten Ranglisten-Punkte nach und nach freigeschaltet werden, umfassen im Wesentlichen zwei Bereiche. Zum einen erwartet euch eine mehrteilige Story-Mission. Ist diese absolviert, werden noch einige Herausforderungen freigeschaltet, die ihr in beliebiger Reihenfolge abarbeiten könnt, um Punkte zu sammeln und etwas für eure Kasse zu tun. Bereits erledigte Missionen können zudem jederzeit wiederholt werden. Die Missionen selbst bieten eine Reihe unterschiedlicher Aufgaben. So müsst ihr mal Kontrollpunkte erobern, mal X Gegner in festgelegter Zeit erlegen oder auch mal den einen oder anderen Bossfight überstehen.

Das Gameplay beinhaltet im Wesentlichen bekannte Elemente aus den Vorgängern. Im Vordergrund stehen dabei wüste Feuergefechte mit allerlei unterschiedlichen Aliens und Robotern. Garniert werden diese mit sporadischen Jump'n'Run-Passagen, die gutes Timing erfordern und mitunter recht anspruchsvoll sind. Auch die bekannten Schwunghaken und Grindschienen sind wieder dabei, wobei diese Elemente jedoch deutlich weniger prägnant sind als in den Vorgängern – 'Ratchet: Gladiator' geht deutlich mehr in Richtung Action.

Der Werdegang von Ratchet & Clank
Ratchet: Gladiator
Ratchet & Clank (2002): Der erste Teil der Reihe überraschte mit einem stimmigen und sehr humorvollen Mix aus Action, Adventure und Jump'n'Run. Seinerzeit noch sehr auf die Story bedacht, konnten sowohl die ausgefeilten Sprung- und Rätselpassagen, das damals schon sehr gute Upgrade-System für die Waffen und die enorm abwechslungsreichen Spielwelten überzeugen.
Ratchet: Gladiator
Ratchet & Clank 2 (2003): Der zweite Teil schaffte es tatsächlich, im Hinblick auf das Gameplay erneut ein Pfund draufzulegen. Wieder mit einer humorvollen Story ausgestattet, wurden vor allem die spielerischen Stärken ausgebaut. Noch mehr Waffen, noch mehr Rätseleinlagen, umfangreichere Levels und die Einführung eines Upgrade-Systems für Ratchet selbst sorgten dafür, dass die Qualität nochmals gesteigert wurde.
Ratchet: Gladiator
Ratchet & Clank 3 (2004): Ratchet wurde mehr und mehr zum Kämpfer, der dritte Teil der Reihe wusste dennoch zu überzeugen. Zwar trat dort die eigentliche Story etwas in den Hintergrund, doch dafür wurde der Spieler mit massig Action, gelungenem Level-Design und der Einführung des Online-Modus entschädigt. Allerdings war absehbar, dass die Reihe den Pfad von Adventure und Jump'n'Run zunehmend verlässt und mehr in Richtung reiner Action tendiert.
Ratchet: Gladiator
Ratchet: Gladiator (2005): Die Metamorphose von Ratchet zu einem Action-Helden ist abgeschlossen, sein Kumpel Clank wird zur Randfigur, Humor und Story treten stärker in den Hintergrund. Dafür wird ein ausgebauter Multiplayer-Part geboten, dazu noch mehr Waffen-Upgrades und noch mehr Action. Es mangelt jedoch an echten Neuerungen und das Gameplay ist nicht mehr ganz so abwechslungsreich.

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