Test - Quake 4 : Quake 4

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Auch Raven Software und Activision wollen ihr Häppchen vom Launch-Kuchen der Xbox 360 abbeißen, und so wundert es nicht, dass sie mit der entsprechenden Version von 'Quake 4' punkten wollen. 'Quake 4' sieht sich eher in der Tradition der Vorgänger und greift auf althergebrachte Spiel-Elemente aus der Run'n'Gun und Rail-Shooter-Kiste zurück. Aber schauen wir uns das Ganze mal genauer an.

Wer bei 'Quake 4' so etwas wie eine Story erwartet, darf auf jeden Fall schon mal in die Röhre schauen, es gibt eigentlich nur einen Hintergrund, der im Wesentlichen auf den zweiten Teil der Reihe aufsetzt. Nachdem die Alienrasse der Strogg kräftig auf der Erde ihr Unwesen getrieben haben und sich nach erfolgreicher Gegen-Invasion der Menschheit auf dem Planeten Stroggos neu gruppiert haben, folgt als logische Konsequenz eine weitere Invasion auf dem fiesen Alien-Planeten. Voll gepackt mit Hightech-Equipment stürzt ihr als Elite-Soldat Matthew Kane erst mal auf dem Planeten ab und euch dann mitten ins Kriegsgeschehen, um der Alien-Plage ein für allemal den Garaus zu bereiten. Und das war's dann quasi auch schon, der Rest ist geballte Action mit einem enttäuschenden Ende.

Action – schnörkellos und gradlinig

Der Spielverlauf des Einzelspieler-Modus gibt sich linear, eure Aufgaben erhaltet ihr per Funk, während ihr in den Levels unterwegs seid. Die Aufgaben sind dabei simpel gehalten – trefft euch mit X, zerstört Y, aktiviert oder deaktiviert Z. Der Weg zu euren jeweiligen Missionszielen stellt euch nicht gerade vor intellektuelle Anforderungen dank des sehr linearen Level-Designs, welches dafür sorgt, dass ihr quasi nie die Orientierung verliert. Das bedeutet aber gleichzeitig auch, dass es keine alternativen Wege gibt, was die Wiederspielbarkeit in Grenzen hält. Ab und an wirkt das Ganze zu konstruiert, wenn ihr durch mal offene, mal geschlossene Türen durch die Levels gelenkt werdet. Dafür passt das Tempo des Spieles an sich, in dem es keine Längen gibt, sondern munter und rasant vorangeht.

'Quake 4' konzentriert sich also auf das, was die Serie groß gemacht hat, nämlich kompromisslose Action – und davon gibt es reichlich. Quasi an jeder Ecke warten hartgesottene und fiese Gegner auf euch, wobei weniger auf Masse als eher auf Feuerkraft und Widerstandsfähigkeit gesetzt wird. Die Intelligenz der Gegner kommt dabei allerdings zu kurz. Zwar ist eine leichte Steigerung zu 'Doom 3' festzustellen, da die Gegner nicht nur auf euch zu rennen, sondern auch mal einen Schritt zur Seite machen, aber das war's dann auch schon in der Beziehung. Taktische Finessen in den Feuergefechten gibt es kaum, es geht schlicht darum, in Bewegung zu bleiben und den Gegner mit einer halbwegs passenden Waffe auszuschalten, bevor er es mit einem selbst tut. Dafür überzeugen die Gegner von ihrer fiesen Seite her, die Biester sehen wirklich garstig aus, haben böse Wummen und zudem gibt es einige knackige Boss-Gegner.

Hightech-Soldaten der Zukunft

Erfreulich ist, dass das Setting, nämlich der militärische Angriff auf eine Alien-Basis, jederzeit zu spüren ist. So seid ihr zwar auch mal allein unterwegs, aber ebenso oft auch in Begleitung von einem oder mehreren Squad-Mitgliedern. Deren KI macht einen für 'Quake'-Verhältnisse recht guten Eindruck, das heißt die Kerlchen stehen nicht nutzlos im Weg herum, sondern greifen aktiv und sinnvoll in die Kämpfe ein, allerdings ohne dass ihr per Kommandos darauf einen Einfluss habt. Erstaunlich ist dabei deren Feuerkraft und Widerstandsfähigkeit, bloßes Kanonenfutter sind sie nicht. Eine besondere Rolle haben Sanitäter und Techniker – Erstere frischen mal schnell eure Gesundheit wieder auf, während die Techniker euren Schild aufladen, euch nach und nach neue Waffen zuschustern oder Upgrades in eure Waffen einbauen.

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