Test - Project Zero : Project Zero

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Eigentlich ist die japanische Spieleschmiede Tecmo eher für ihre Beat'em Up-Reihe 'Dead or Alive' bekannt, doch die Entwickler fühlen sich scheinbar auch in anderen Genres wohl: Mit 'Project Zero', das in den USA als 'Fatal Frame' erschienen ist, wollen sie den PS2-User so richtig das Fürchten lehren. Doch kann das Horror-Adventure mit der starken Konkurrenz wie 'Silent Hill 2' oder 'Resident Evil: Code Veronica' mithalten?

Project Zero
Im Intro steuert ihr Mikus Bruder.

Eine Gruselgeschichte aus Japan
Was ein richtiges Horror-Adventure sein will, das braucht eine gruselige Geschichte. Die meisten Konkurrenten wie 'Resident Evil' oder 'Silent Hill' orientieren sich eher an trashigen B-Movie-Szenarien mit massig Zombies und Monstern, denen ihr mit Waffengewalt zu Leibe rückt – falls dieser vorhanden ist. 'Project Zero' hingegen versucht einen etwas anderen Weg zu gehen. Da fühlt man sich sofort an eher leise, schaurige, europäische Horror-Novellen erinnert, obwohl das Ambiente ganz japanisch gehalten ist und so für uns ziemlich exotisch wirkt. Laut der offiziellen US-Website zum Spiel handelt es sich übrigens um eine wahre Geschichte, was wir allerdings anzuzweifeln wagen.

Project Zero
Im Kampf mit einem Geist.

Die unheimliche Geschichte beginnt im Jahre 1986 mit dem jungen Journalisten Mafuyu Hinasaki, der sich auf die Suche nach seinem Mentor, dem berühmten Schriftsteller Junsei Takamine macht. Dieser ist nämlich bei der Recherche zu einem neuen Roman mit zwei Assistenten verschwunden. Mafuyus Suche führt ihn zu einer abgelegenen verfallenen japanischen Villa, die einst einem machtgierigen Herrscher gehört hat. Hier dürft ihr im Spiel auch schon selbst Hand anlegen und den Journalisten durch die ersten Räume der Villa bewegen. Dabei trifft er nicht nur auf die ersten untoten Bewohner und gequälten Seelen des Hauses, sondern es werden euch auch noch gleich in Form eines kleinen Tutorials einige Besonderheiten des Spiels erklärt. Doch schon bald scheint auch mit Mafuyu etwas Schreckliches zu passieren, doch diesbezüglich lässt uns das Spiel vorerst im Dunkeln.

Project Zero
Zum Glück hat Miku stets eine Taschenlampe dabei.

Ein Schulmädchen, ein Ritual und eine Kamera
Nach diesem interaktiven Intro betritt das übersinnlich begabte Mädchen Miku das Szenario, die spürt, dass ihr Bruder in der Villa in Gefahr ist. Also macht sie sich ebenfalls auf, um das geheimnisvolle Anwesen zu durchsuchen. Ihr bewegt das Mädel mit dem linken Analog-Stick und untersucht die Umgebung mittels Druck auf die X-Taste. Wollt ihr euch etwas schneller bewegen, braucht ihr bloß die Viereck-Taste gedrückt zu halten. Zwar werden die Räume der Villa komplett in Echtzeit berechnet, aber um echte Gruselatmosphäre zu verbreiten, wechselt die Perspektive alle paar Schritte und lässt so durch die verschiedenen Einstellungen echtes Film-Feeling aufkommen. Die meiste Zeit bewegt ihr euch durch fast stockdunkle Gebiete – zum Glück habt ihr aber eine Taschenlampe dabei, die ständig leuchtet. Aber auch so ist die ganze Sache eine nervenaufreibende Angelegenheit, denn alle paar Minuten erschreckt euch das flüchtige Auftauchen eines Gespenstes. Viele dieser Spukgestalten greifen euch allerdings nicht an, sondern machen euch nur Angst, schreien, wispern, poltern, flehen um Hilfe oder geben gar einen kleinen Hinweis auf die Story oder Rätsel.

 

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