Preview - Project Cars 2 : Probefahrt erfolgreich

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Was taugt die Karriere? Welche Einstellungsmöglichkeiten gibt es? Wenige Wochen vor Erscheinen stellte Slightly Mad Studios in Frankfurt eine fast fertig Version der Rennsimulation Project Cars 2 vor. Erfahrt, wie sich das Spiel im Praxistest schlägt!

Game Director Stephen Vilojen sprüht beim Anspieltermin in der Frankfurter Klassikstadt geradezu vor Enthusiasmus. Fast eine Stunde referiert er über neue Funktionen und Optionen: von den Wettereffekten über das Tuning bis hin zu den Fahrhilfen. Denn Project Cars 2 soll vor allem einsteigerfreundlicher werden, ohne aber im Vergleich zum Vorgänger an Komplexität einzubüßen. Wie soll das funktionieren? Indem sich einfach jeder sein Fahrvergnügen so bereiten kann wie das morgendliche Frühstücksei.

Der Mechaniker als Berater

Beim ersten Betreten jedes neuen Bereichs begrüßt euch nun die Stimme eures Chefmechanikers. Er erklärt die grundlegenden Funktionen und Hilfstexte liefern zusätzliche Informationen. Stephen Vilojen betont: „Viele sagen, dass eine Rennsimulation schwer sein muss. Das stimmt nicht. Gerade moderne Autos sind dafür gemacht, dass sie den Fahrer unterstützen. Uns geht es darum, das Fahrerlebnis möglichst authentisch abzubilden.“ Und deshalb heißt die maximale Simulationsstufe im Einstellungsmenü auch nicht etwa „schwer“, sondern „authentisch“.

Im Klartext bedeutet das, dass die Fahrzeuge über ihre realistischen Fahreigenschaften und Fahrhilfen wie etwa ABS verfügen. Im Falle älterer Modelle gibt es diese natürlich nicht von Haus aus. Optional könnt ihr sie aber trotzdem aktivieren. Ähnlich vielseitig präsentieren sich die Möglichkeiten für das freie Rennen. Im Gegensatz zum Vorgänger mischt ihr eure Gegner aus bis zu vier verschiedenen Rennklassen zusammen und bestimmt auch bis zu vier Wettervariablen, die das Spiel dann im Zeitraffer abarbeitet.

Besagter Mechaniker greift euch auch beim Tuning unter die Arme. Wollt ihr euch nicht durch Brems- und Stoßdämpferkalibrierung arbeiten, gibt es von dem guten Mann ein paar einfache Fragen und im Anschluss das passende Set-up. Tüftler holen vielleicht noch die eine oder andere Zehntelsekunde mehr raus, Otto Normalfahrer dürften aber damit auskommen.

Die schönen Seiten des Rennfahrerlebens

Slightly Mad zeigte Project Cars 2 in Frankfurt auf der PlayStation 4 Pro und leistungsstarken PCs samt Fanatic-Racing-Seats. Allerdings lief die PS4-Version noch nicht auf 4K und ohne HDR. Dafür gab es aber keinerlei Ruckler und das Bild wirkte insgesamt sehr ruhig und ausgeglichen. Grafikfehler entdeckten wir nicht. Project Cars 2 sieht – speziell aus der Cockpit- oder Helmperspektive – erstklassig aus. Die Steuerung funktioniert selbst mit dem PS4-Controller im Gegensatz zum Vorgänger sehr gut. Und erneut können Profis etwa die Latenz bei Lenkbewegungen mit den Sticks selbst justieren. In der Proberunde fühlten sich bereits die Standardeinstellungen sehr gut an.

Das ändert aber nichts daran, dass Project Cars 2 ein überaus anspruchsvolles Spiel ist. Gerade bei erhöhtem Authentizitätsgrad bestraft es jeden Fehler. Die Streckenbeschaffenheit wirkt sich massiv auf das Fahrverhalten aus und jedes Abkommen von der Ideallinie will wohlüberlegt sein. Schließlich ist dort der Asphalt abhängig von den Gegebenheiten wärmer oder kälter, nasser oder trockener und dadurch verändert sich auch das Fahrverhalten.

Spannend: Natürlich gibt es auch ein Schadensmodell. Ihr bestimmt, ob Schäden nur kosmetischer Natur sind oder sich auch auf die Fahreigenschaften auswirken. Nach einigen Karambolagen sah ein Porsche 911 aus wie ein Schrotthaufen, bei dem die Stoßstange an der letzten Schraube baumelt und die Motorhaube längst fliegen gegangen ist.

Die Karriere eines Rennfahrers

Zudem gewährte uns Slightly Mad Studios einen längeren Blick in die Karriere. Darin wählt ihr aus fünf Kategorien unterteilt in sechs Stufen aus. Jede Stufe besitzt noch einmal verschiedene Klassen, sodass ihr insgesamt auf 29 Rennserien kommt. Ihr müsst euch aber nicht stur von vorne nach hinten durcharbeiten. Die ersten vier Stufen sind frei, die oberen beiden müsst ihr erst freischalten. So startet ihr etwa in der Formula Rookie und seid in kleinen F1-Flitzern unterwegs. Die Boliden liegen tief auf der Straße, so entsteht hier ein hervorragendes Geschwindigkeitsgefühl. Ihr bestimmt, wie lang eine Saison gehen soll und ob ihr beispielsweise Qualifying oder Übungsrunden mitnehmt. Selbst Einführungsrunden oder Boxenstopps sind manuell.

Über Erfolge in der Karriere sammelt ihr Aufmerksamkeitspunkte bei den Herstellern. Dadurch wiederum schaltet ihr spezielle Events frei, die euch schließlich neue Autos für die Karriere bescheren. Diese sind zwar im freien Spiel bereits zugänglich, jedoch für die Kampagne gesperrt. Durch den Gewinn neuer Boliden soll die Langzeitmotivation – trotz der etwas biederen Aufmachung – erhalten bleiben. Zudem gibt es Bonustrophäen, die die Lebensziele eures Rennfahrers darstellen. Wer etwa den Erfolg „Triple Crown“ in seine virtuelle Vitrine stellen möchte, der muss zunächst die 24 Stunden von Le Mans, den Monaco Grand Prix und das Indy 500 gewinnen.

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