Test - Pro Evolution Soccer 4 : Pro Evolution Soccer 4

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Für PS2-Besitzer gilt die 'Pro Evolution Soccer'-Serie nicht erst seit diesem Jahr als das Maß aller Dinge, wenn es um das Thema Fußball geht. Bereits der dritte Teil der Reihe wurde für den PC umgesetzt, krankte aber an einigen unnötigen Macken. Mittlerweile steht die vierte Episode in den Regalen der Händler und wir sagen euch, ob die Portierung diesmal besser gelungen ist.

Die Jungs von Konami Tokyo haben sich die Kritik der Fans bezüglich der PC-Umsetzung von 'Pro Evolution Soccer 3' durchaus zu Herzen genommen und gelobten für den vierten Teil Besserung. Besonders die grafischen Macken sowie die starr auf die PS2 angepasste Steuerung sollen endlich der Vergangenheit angehören. Sind diese Problemchen erst mal beseitigt, steht dem uneingeschränkten Spielvergnügen vor dem heimischen Monitor definitiv nichts mehr im Weg. Eines kann man schon an dieser Stelle sagen: Die Entwickler haben Wort gehalten.

Die kennen wir doch

Spielerisch gilt die Serie nicht erst seit gestern als echtes Genre-Highlight. Eines der größten Mankos war bisher jedoch die mangelnde Lizenzausbeute, die namentlich verunstaltete Kicker über den virtuellen Rasen sprinten ließ. Gerade im Vergleich zum direkten Konkurrenten 'FIFA Football' bestand in diesem Punkt extremer Nachholbedarf, da natürlich auch die allgemeine Atmosphäre deutlich darunter zu leiden hatte. Das Problem wurde zwar auch in 'Pro Evolution Soccer 4' nicht gänzlich behoben, doch der erste Schritt in die entsprechende Richtung ist getan. Immerhin dürft ihr ab sofort mit den Original-Teams und -Spielern der italienischen, holländischen und spanischen Liga gegen die Lederpille treten. Dies macht sich auch sofort auf dem Platz bemerkbar, denn es ist gleich ein ganz anderes Gefühl, ob man nun mit einem waschechten Ronaldo oder einer an ihn angelehnten Phantasie-Figur auf Torjagd geht. Für weitere Lizenzen hat es allerdings nicht mehr gereicht, so dass sich die Dortmunder Borussen weiterhin als unscheinbare Westfalen und der FC Chelsea als West London Blues im Auswahlmenü der Teams verstecken. Hier hat EA Sports also noch ganz eindeutig die Nase vorn. Immerhin könnt ihr mit Hilfe des umfangreichen Editors notfalls die richtigen Daten bzw. Namen eingeben, was jedoch nicht über dieses kleine Manko hinwegtäuscht.

Wer soll das alles spielen?

Dem geneigten Fan fällt sofort auf, dass der sowieso schon enorme Umfang des Vorgängers nochmals ein wenig erhöht wurde. Besonders deutlich spürbar ist dies im so genannten Meisterliga-Modus, wo ihr nicht nur das Geschehen auf dem Platz dirigiert, sondern auch hinter den Kulissen die Geschicke des Vereins in der Hand habt. Gerade die Trainingsoptionen präsentieren sich vielfältiger als zuvor und vermitteln somit ein verstärktes Gefühl der Flexibilität. So könnt ihr eure Jungs ordentlich triezen und sie zu neuer Höchstform pumpen. Gerade Anfänger sollten sich jedoch zunächst die eine oder andere Trainingsrunde gönnen. Zwar wirkt 'Pro Evolution Soccer 4' einen Tick zugänglicher, doch liegt damit nach wie vor eine beinharte - wenn auch spaßige - Simulation vor, die einiges an Einarbeitungszeit benötigt. Nach einigen Proberunden gelingen dann jedoch bereits die ersten technischen Kunststückchen und man darf sich auf den Rasen trauen. Interessant sind nach wie vor die zahlreichen Herausforderungen, die Spielspaß mit Lerneffekt geschickt miteinander kombinieren. Entweder versucht man sich danach an einem kleinen Freundschaftsspiel, nimmt an einem frei konfigurierbaren Pokal teil oder stürzt sich gleich in eine Ligarunde. Apropos frei konfigurierbar: Die Steuerung könnt ihr in einem speziellen Menü völlig frei und nach euren eigenen Wünschen belegen. Leider geschieht dies auf einem recht fummeligen und unkomfortablen Weg – bitte in Zukunft benutzerfreundlicher gestalten. Der Online-Modus ist übrigens recht mager ausgefallen und bietet viel zu wenig Optionen und Möglichkeiten. Hier darf und sollte man ebenfalls nachbessern.

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