Test - Pro Evolution Soccer 3 : Pro Evolution Soccer 3

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Hacke, Spitze, eins zwei drei. Seit dem ersten 'PES' gilt Konamis Fußball-Reihe als Krönung der Sportspiele. Kein Konkurrenzprodukt zelebrierte bis dahin ähnlich realistisches Rasenschach und vermochte Sportfans derart in seinen Bann zu ziehen - kein Wunder also, dass Konami auch beim dritten Anlauf auf knallharten Defensivfußball und konkurrenzlos gute Ballphysik setzt. Doch rechtfertigt die '3' im Schriftzug auch die dritte Anschaffung?
 

Nach der Wahl, ob mit 50 oder 60 Hertz dargestellt werden soll, fällt dem 'PES'-Fan zunächst einmal auf, dass auf den ersten Blick anscheinend alles beim Alten geblieben ist. Keine neuen Modi sorgen für Verwirrung und jeder Menüpunkt scheint eins zu eins aus dem Vorgänger übernommen. Immer noch wählt ihr zwischen 'Freundschaftsspiel', 'Ligamodus', 'Meisterliga' beziehungsweise verschiedenen Cups oder legt eine Trainingsrunde ohne Gegnerbeteiligung auf dem satten Grün ein. Des Weiteren steht es euch frei, an den Optionen zu schrauben oder eure Teams und Spieler zu editieren. Lediglich optisch haben die Optionen deutlich zugelegt. Da aber die größten Veränderungen bei Konamis Fußball-Flaggschiff seit jeher auf dem Rasen stattfinden, begeben wir uns froher Dinge auch gleich in ein Freundschaftsspiel.

Die Wahl der Waffen
Habt ihr euch für eins der 65 National- oder 65 Clubteams - mit aus Lizenzgründen teils verballhornten Namen - entschieden, stellt ihr noch den Schwierigkeitsgrad sowie die Dauer der Begegnung ein und modifiziert bei Bedarf weitere wichtige Parameter. Neuerdings liegt es sogar bei euch, zusätzlich den Torwart zu kontrollieren oder euch auf nur einen eurer elf Stutzenträger festzulegen.

Nach dem Anpfiff stechen zunächst die verbesserten Spielermodelle ins Auge. Einen David Beckham erkennt man nun sogar aus der Distanz auf Anhieb, während aus der Nähe vor allem die Gesichtszüge von der Detailverliebtheit der Designer zeugen. Allerdings ist zu sagen, dass auch das neueste 'PES' nicht ganz an die optische Brillanz eines FIFA 2003 heranreicht. Hier hatte Konami mehr versprochen, als es gehalten hat. Dennoch: Die neuen Einblendungen im TV-Stil und die aufgestockten, realistischen Animationen sind ganz eindeutig ein Fall der Kategorie 'Liebe auf den zweiten Blick'.

Maximum Grip
Das Spielgeschehen selbst gibt sich ein wenig direkter als noch zuvor, die Verzögerung zwischen Pad-Kommando und Ausführung ist nun minimal. Eure Akteure verhalten sich weniger passiv und laufen den Bällen besser entgegen, und auch in Sachen Bewegungsmöglichkeiten hat sich einiges getan: Neben den bekannten Moves sprintet ihr nun in zwei verschiedenen Geschwindigkeiten, vollführt per R2-Taste flinke Sidesteps oder legt euch den Ball einige Meter weiter vor. Die weiteren Neuerungen benötigen jedoch wesentlich mehr Übung. So sind beispielsweise die Möglichkeit, sich selbst zu überlupfen, um einen herannahenden Verteidiger auszuspielen, oder der Gebrauch von zweifachen Schussfinten ansehnliche Kabinettstückchen, die nicht von heute auf morgen gelingen. Auch einen neuen Heber hat 'PES 3' in Petto. Neben dem alten Lupfer auf L1 + Quadrat dürft ihr hohe Bälle jetzt auch per R2 etwas strammer Richtung Gebälk zirkeln. Genug Stoff also, um selbst erfahrene 'PES'-Veteranen bei der Stange zu halten. Mehr noch, denn diese Finessen sind weit mehr als schmückendes Beiwerk und eröffnen findigen Spielern neue taktische Möglichkeiten. Schön auch, dass der Offizielle mittlerweile bei kleineren Fouls von der Vorteilsregel Gebrauch macht und Replays nun auf Wunsch auch sofort möglich sind. Hier hatte Konami eindeutig ein offenes Ohr für die Sehnsüchte der Spieler.

 

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