07.01.2011 - Patrick Schröder
Was für ein Schussel der Prinz doch ist. Nach dem er einen mysteriösen Dolch und eine übergroße Sanduhr findet, setzt er versehentlich den Sand der Zeit frei. Diese Chance lässt der fiese Wesir Jaffar nicht ungenutzt und verwandelt die gesamte Bevölkerung in bösartige Kreaturen. Der Prinz muss die Ordnung wiederherstellen. Die märchenhafte Erzählweise, für die Bücher wie Arabische Nächte, in dem es um die die Erzählungen aus 1001 Nacht geht, als Grundlage diente, überzeugte schon damals. Doch nicht nur erzählerisch setzte Ubisoft hohe Standards, auch konnte Prince of Persia: The Sands of Time durch sein innovatives Spielprinzip verzaubern. Mit Leichtigkeit vollführt der Prinz Waldläufe, klettert an Säulen empor und hechtet akrobatisch hin und her, um seine Gegner außer Gefecht zu setzen. Kein Wunder, dass ein Teil dieser Akrobatik auch heutzutage noch in Spielen wie Assassin's Creed wiederzufinden ist. Die Klettereinlagen gehen Hand in Hand mit Kampfsequenzen. Die Scharmützel gegen Skelette und Dämonen finden in Echtzeit statt, wobei das Kampfsystem sehr zugänglich gestaltet ist.
Gleichzeitig machte Ubisoft die Rückspulfunktion in Videospielen endgültig salonfähig. Ein falsch getimter Sprung oder ein harter Treffer eines Skelettmonsters konnten mithilfe des Sandes der Zeit ungeschehen gemacht werden. Zwar ist der erste Teil der Trilogie der mit Abstand beste, allerdings kann der Sand der Zeit ein Problem nicht ungeschehen machen: Die zickige Kamera. Trotz dieses Mangels sahnte Prince of Persia: The Sands of Time bei uns 87% ab.
Teil 2 erschien nur ein Jahr später und verschrieb sich vor allem auf eines: Gewalt. Der artige Cel-Shading-Stil aus dem Erstling wurde ad acta gelegt und durch eine düstere Grundstimmung ersetzt. Der zweite Ableger wirkt daher deutlich erwachsener. Abgetrennte Gliedmaßen und literweise spritzendes Blut stehen hier an der Tagesordnung. Die Geschichte setzt sieben Jahre nach dem ersten Teil an. Der persische Prinz reist zurück in seine Heimat Babylon. Es gibt jedoch keine Zeit zum verschnaufen, denn ein Monster namens Dahaka hat Babylon zerstört und trachtet unserem Blaublüter nach dem Leben.
Ein Wiederspielwert wird durch die verschiedenen Enden gegeben, die allerdings ein klein wenig Verwirrung stiften. Handwerkliche Mängel wurden leider ebenso in den zweiten Teil übertragen. Neben der Kamera, die stellenweise immer noch für Probleme sorgt, zeichnet sich Warrior Within durch seinen knackigen Schwierigkeitsgrad aus. Der Titel war uns seinerzeit 85% wert.
Vollendet wurde die Trilogie mit Prince of Persia: The Two Thrones, das 2005 in den Handel gelangte. Durch eine erneute Zeitmanipulation ist Wesir Jaffar wieder auferstanden. Spielerisch setzt The Two Thrones nicht mehr nur auf flotte Gefechte, stattdessen kann der Prinz seine Feinde nun auch lautlos außer Gefecht setzen. Man wandte sich leicht vom brutal-übertriebenen Stil aus Teil 2 ab und setzte auf eine optische Mischung der beiden Vorgänger. Zusätzliche Abwechslung liefert die Verwandlungsmöglichkeit in den Dunklen Prinz. Der Abschluss der Trilogie bekam bei uns 89%.
Während die drei Prince-of-Persia-Spiele inhaltlich 1:1 übernommen wurden, freut man sich über einige grafische Verbesserungen. Alle drei Teile erstrahlen nun in 720p-Auflösung und wurden im Bereich der Kantenglättung optimiert. Außerdem gibt es eine Breitbild-Funktion, die im Gegensatz zur The Sly Collection wirklich in allen drei Spielen verfügbar ist.
An 3-D-Fetischisten hat Ubisoft ebenfalls gedacht. Alle drei Ableger sind in stereoskopischem 3-D spielbar - Voraussetzung hierfür ist allerdings ein entsprechendes TV-Gerät. Ach ja, und da wären natürlich noch die mittlerweile obligatorischen Trophäen, die es zu ergattern gilt. weiter...
Prince of Persia HD & Splinter Cell HD
Umsetzungen für X360 geplant? [3]
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Auch als Download über PSN [6]
HD-Remakes-Special - Aus alt mach neu
Aus alt mach neu [5]
Prince of Persia: The Sands of Time - Tipp
Erstes Level in 3D freischalten
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Kommentare zu Prince of Persia Trilogy
Wir haben uns vor kurzem einen 3D Fernseher angeschafft und wollten natürlich auch mal mit der PS3 ein 3D Spiel zocken. Da wir PoP noch nicht gespielt hatten, haben wir uns für diesen Spiel entschieden.
Der 3D Modus macht echt Laune und ist aus meiner Sicht nicht ermüdend. Meine Freundin muss aber nach ca. 2 Sdt Spielzeit im 3D Modus das Spiel unterbrechen, da sie dann Kopfschmerzen bekommt. (Sie mag auch keine 3D Filme im Kino da sie dann auch nach einer gewissen Zeit Kopfschmerzen bekommt).
Im Sands of Time ist mir bisher nur ein Bug aufgefallen.
Im 3D Modus kann der Prinz im Observatorium nicht zu der letzten Stange der blauen Kugel springen. Er verfehlt sie immer und stürzt ab.
Wenn man in diesem Level in den 2D Modus wechselt klappt es auch mit dieser Stange.
Ansonsten bin ich begeistert von dem uralten Spiel im neuen Gewand.
Ciao ;-)
Bah, wenns nicht gut läuft, steckt man alte Hits in ein HD-Gewand und die Kasse macht Tsching. Lohnt sich wohl wirklich nur, wenn man die alten Teile noch nicht gezockt hat. Ich brauchs nicht!
Hab die Trilogy damals schon durchgespielt und fand sie sehr gut. Hab mir auch schon überlegt, diese HD Trilogy zu kaufen, aber auf amazon liest man in den Bewertungen andauernd von Soundproblemen und PS3-Abstürzen, was mich doch ein bisschen abschreckt. Traten bei euch auch solche Bugs auf?