Test - Pokemon Ranger : DS-Spieler als Wald- und Wildhüter

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Nintendos liebenswerte Monster aus ’Pokémon’ haben vor Jahren einen großen Videospiel-Hype ausgelöst. Auch wenn die Begeisterung mittlerweile etwas abgeflaut ist, gibt es noch unzählige ’Pokémon’-Fans. Diese dürfen sich in einem neuen Abenteuer auf dem DS austoben, das allerdings trotz oder gerade wegen eines neuen Spielkonzepts nicht so recht zu begeistern weiß.

Nintendo ist im Besitz starker Marken: Super Mario und Wario, Donkey Kong und Zelda, Metroid Prime und Kirby. Doch die wahrscheinlich derzeit bedeutendste fehlt in der Liste: Pokémon. So trivial die TV-Serie auch sein mag – sie hat ihre Anhänger gefunden. Auch die Videospiele begeisterten in der Vergangenheit Massen. Mit 'Pokémon Ranger' für den Handheld DS wagt sich Nintendo abermals in die virtuelle Welt der kleinen Monster. Doch mit anderem Konzept: Nicht das Fangen aller Pokémons steht im Mittelpunkt, sondern das Lösen von Problemen. Gelingt das Vorhaben?

In 'Pokémon Ranger' ist das Ziel nicht, Meister aller Pokémons zu werden, sondern als Ranger die höchste Stufe zu erreichen. Der Aufgabenbereich erstreckt sich also vor allem auf das Lösen kleiner Probleme, wie das Beseitigen umgefallener Bäume durch Feuerattacken, das Beruhigen von wilden Pokémons durch simples Einfangen und das Erledigen der Power-Rock-Bande, euren Gegenspielern in Nintendos neuester Auskopplung der Serie. Auch die emotionale Bindung zwischen den Monstern und dem Spieler erscheint in einem ganz neuen Aspekt. So startet ihr in das Spiel und avanciert wahlweise als Junge oder Mädchen zum besten Ranger-Nachwuchs aller Zeiten. Zumindest wenn ihr es schafft, den Stylus in Rekordzeit über den Touchscreen zu schieben.

Immer schön in kreisenden Bewegungen …

Egal, für welches Geschlecht man sich bei der Charakterwahl entscheidet: Der Spieler startet im verschlafenen Herbstenau. Flugs wird man mit einem neuen Gadget ausgestattet, einem so genannten FangKom. Mit dem neu entwickelten Gerät, einer Mischung aus Pokéball und Pokédex, fangt ihr die Pokémons nicht nur, sondern erfahrt auch bei erfolgreichen Versuchen einige Fakten über sie. Das ist vor allem für serienfremde Spieler nützlich, die an dem putzigen Design der Monster nicht erkennen, welche Stärke sich dahinter verbirgt. Nintendo hat für 'Pokémon Ranger' das Fangsystem überarbeitet. Statt stupide einen Ball auf die Tiere zu werfen, müsst ihr sie mit dem Stylus einkreisen. Je stärker der Gegner, desto häufiger müssen Kreise gezogen werden. Doch so einfach, wie es zunächst klingt, ist es beileibe nicht: Berührt das Pokémon den Kreis, dürft ihr von vorn beginnen. Da nur die schwächsten an Ort und Stelle verharren, kann das zur wahren Geduldsprobe werden. Noch schlimmer: Es wird auch von Seiten der Pokémons attackiert. Trifft beispielsweise ein Feuerstoß eines Gluraks den Kreis, verliert euer FangKom nach und nach seine Energie. Keine mehr übrig? Game over!

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