Special - Pokémon GO: Fakten : Was wir wirklich wissen

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Erst kürzlich haben wir euch unsere Wünsche für das 2016 erscheinende Mobile-Spiel Pokémon GO offenbart. Viele Gerüchte sind seit dem ersten Trailer im Umlauf, sodass kaum noch jemand den Überblick über die Tatsachen behalten kann. Wir halten fest, was wir bis dato wirklich über Pokémon GO wissen.

2016 ist das Jahr von Pokémon. Die Taschenmonster feiern ihren 20. Geburtstag, dessen Gabentisch Nintendo bisher reichlich zu decken weiß. Pokémon GO ist einer der Titel, die das Jubiläum zelebrieren sollen, nur eben auf dem Smartphone. Mit dem ersten Trailer haben The Pokémon Company und Niantic Inc. genau den Nerv der alten und neuen Fans getroffen: Taschenmonster in buchstäblich freier Wildbahn fangen, sie trainieren, sie tauschen und mit ihnen kämpfen. Mit dem Projekt schwingen viele Hoffnungen und Befürchtungen mit, die für reichlich Diskussionsstoff sorgen. Aber kommen wir lieber gleich ohne Umschweife zu den Fakten.

Der Hoffnungsträger

Die Arbeit an Pokémon GO begann laut Tsunekazu Ishihara, dem CEO und Präsidenten der Pokémon Company, bereits vor über zwei Jahren. Mit der Entwicklung wurde Niantic Inc. betraut, das zuvor ein kleines, internes Start-up von Google war. Hinter diesem Namen stecken die Macher von Ingress, einem gelungenen und erfolgreichen Mobile-Spiel mit Augmented-Reality-Elementen. Das Konzept wirkte so vielversprechend, dass Nintendo, Google und The Pokémon Company zweistellige Millionenbeträge in das Projekt investierten.

In einer Pressekonferenz bekräftigte John Hanke, CEO von Niantic, dass man das Beste aus Ingress und Pokémon kombinieren wolle. Eine Aussage, die besonders im Hinblick auf die Augmented-Reality-Umsetzung Hoffnungen weckt. Aber gerade zu diesem Aspekt gibt es bisher die wenigsten Anhaltspunkte. Mit Sicherheit wird es aber nicht so beeindruckend sein, wie es der konzeptionelle Trailer vermittelte, der Vorfreude und Spannung auf das Spiel generieren sollte. Der stammt übrigens von den gleichen Leuten, die bereits den Pokémon-Aprilscherz von Google vor einigen Jahren inszenierten.

Reisezwang? Ja, aber ...

Pokémon GO soll eine Rückkehr zu den Ursprüngen sein. In besagter Pressekonferenz, die ihr euch auf der offiziellen Website des Unternehmens ansehen könnt, wurden immer wieder die Einfachheit und die Loslösung von der Komplexität der neueren Teile der Hauptreihe betont. Es geht schlicht und ergreifend wieder um ein Kind, das eine Reise beginnt und Pokémon findet. Dabei müsst ihr mit eurem Smartphone durch euren Ort, eure Stadt oder euer Land reisen, um die Taschenmonster zu treffen und zu fangen. Die ganze Welt werdet ihr aber nicht bereisen müssen, um eine stattliche Zahl der Kreaturen euer Eigen nennen zu können.

Pokémon GO wird es euch erlauben, Pokémon in Parks, Einkaufsmeilen oder auf dem Land zu fangen. Stellt euch vor, ein Schiggy in San Francisco zu finden oder ein Bisasam an der Shinjuku-Bahnstation. Um den Spaß in einem Spiel zu garantieren, das den Aufenthaltsort des Nutzers einbindet, will Niantic seine Erfahrungen mit Ingress berücksichtigen. „Wenn wir ein Spiel entwickeln, das mit dem Ort des Spielers arbeitet, muss es Spaß machen, egal wo man lebt – ob in einer kleinen Stadt oder San Francisco. Wenn wir an etwas arbeiten würden, das nur in San Francisco funktioniert, würde es kein echter Erfolg werden“, sagt Hanke.

Weiter heißt es: „Unser Ziel ist es sicherzustellen, dass man aus dem Haus gehen kann und innerhalb von fünf Minuten Pokémon findet. Es sind vielleicht nicht die seltensten Pokémon der Welt, aber es wird eine Population in der Nähe des Spielers geben.“ Bestimmte Monster sollen aber tatsächlich nur an speziellen Orten zu finden sein. Doch hier kommt der Tauschaspekt des Spiels zum Tragen. Sogar die Anpassung der auftretenden Pokémon anhand ihres Habitats soll stattfinden. Ein Goldini werdet ihr also eher in der Nähe von Wasser finden. Ein Belohnungssystem für weit reisende Trainer ist ebenfalls geplant.

Interaktion

Was wäre Pokémon ohne Arenakämpfe und zwielichtige Gruppierungen? Beides soll auch in Pokémon GO nicht zu kurz kommen. Um Arenen zu finden, müsst ihr eure Gefährten aufleveln. Laut Niantic soll die Teilnahmeberechtigung mit einem gewissen Aufwand verbunden sein. Es ist also durchaus möglich, in der Karriereleiter als Trainer aufzusteigen. Selbst ohne Arenen gibt es genügend Anlass, um zu kämpfen. So wird es mehr als zwei Teams geben, denen sich der Spieler anschließen kann. Ob und inwieweit ihre gegenseitige Ablehnung mit kriminellen Machenschaften zu tun hat oder ob es sich um eine Art Gilden handeln wird, ist nicht bekannt.

Ziemlich konkrete Angaben gibt es aber bereits zum ebenfalls vorgestellten Zubehör Pokémon GO Plus. Dabei handelt es sich um ein optionales kleines Gerät in den Farben eines Pokéballs, das mittels Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone kommuniziert. Es dient mit seinen farbigen LEDs und einem Vibrationsmotor einerseits der Benachrichtigung bei Ereignissen wie einem wilden Taschenmonster in der Nähe, aber auch der vereinfachten Interaktion, ohne immer auf einen Bildschirm sehen zu müssen. So könnt ihr die eigentliche Umgebung im Blick behalten. Das GO Plus kann sowohl mittels Clip am Gürtel als auch mit einem Armband am Handgelenk getragen werden.

Verbindung mit der Hauptserie

Junichi Masuda von Game Freak trägt seinen Beitrag dazu bei, für GO neue spaßige Gameplay-Elemente zu entwickeln und Wege zu finden, das Projekt mit der Hauptreihe der Pokémon-Spiele zu verbinden. „Verbinden“ ist in diesem Fall tatsächlich wörtlich zu nehmen. Masuda will sich nicht zu sehr an die alten Konventionen von Pokémon klammern, sondern bisher ungenutzte Möglichkeiten verwenden und Wege finden, wie Pokémon GO mit dem nächsten Ableger der Hauptserie sinnvoll kommunizieren könnte.

Das Spiel wird kostenlos im App Store und via Google Play zum Download angeboten. Es wird allerdings In-App-Käufe geben.