Special - Pokémon : Magearna – eine Analyse

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Magearna heißt das inzwischen 722. Pokémon. Mit der überraschenden Ankündigung wirft das neue Taschenmonster viele Fragen auf. Welchen Typen es angehört, lässt sich noch am einfachsten beantworten. Wie sieht es aber mit seiner Herkunft und seiner Bedeutung für das Pokémon-Franchise aus? Wir versuchen, Antworten zu finden.

Es ist seit Beginn von Pokémon Tradition, dass die nächste Generation mit einzelnen neuen Monstern angekündigt wird. Togepi und Snubull waren die Vorboten für die Goldene und Silberne Edition, Kecleon läutete die Reise nach Hoenn ein und Mampfaxo beziehungsweise Zoroark machten uns auf Pokémon Diamant und Perl respektive Schwarz und Weiß heiß. Nun wurde Magearna als bisher vollkommen unbekanntes Pokémon enthüllt, das nicht wie Hoopa oder Volcanion schon von Anfang an im Code von X und Y verzeichnet war. Fest steht, dass letztgenanntes Taschenmonster einen Auftritt in nächsten Film haben wird. Was ist Magearna also genau?

Fakten

Magearna gehört der Kategorie „Fabrikat“ an und hat einen metallenen Körper, der vor 500 Jahren von Menschen erschaffen wurde. Es legt mit einer Größe von einem Meter und 80,5 Kilogramm Gewicht einen erschreckenden Body Mass Index hin. Magearnas Körperform erinnert entfernt an die Venus von Willendorf oder BB-8 aus „Star Wars: Das Erwachen der Macht. Es weist aber auch deutlich sichtbare Parallelen zu Diancie, Klikk und einer Prinzessin auf. Der untere Teil seines Körpers, der den Rock darstellt, könnte dem Augenschein nach an einen Pokéball angelehnt sein.

Welchen Typen Magearna angehört, ist noch nicht bekannt, recht eindeutige Hinweise gibt es allerdings schon jetzt. Sein Äußeres, die offizielle Beschreibung des „metallenen“ Körpers und der Namensbestandteil „Gear“ (engl. „Zahnrad“) machen klar: Dieses Pokémon wird vom Typ Stahl sein. Über den Zweittyp lässt sich derzeit nur spekulieren. Die rosa Farbgebung und der an eine Prinzessin angelehnte Körper deuten eine Fee hinter der harten Schale an. Damit würde es wie Flunkifer und Clavion zur derzeit stärksten Typkombination gehören, die mit ihren vielen Resistenzen nur schwer zu verletzen ist.

Die zweite, wenn auch weniger wahrscheinliche Option ist der Typ Psycho. Der Mag(ie)-Bestandteil des Namens hält diese Möglichkeit zumindest offen. Vermutlich wird Entwickler Game Freak aber den neu hinzugekommenen Feentyp den bisher zahlreich vertretenen legendären Psycho-Pokémon vorziehen. Andere Kombinationen mit dem Stahltyp sind kaum vorstellbar.

Von Menschen geschaffen?

Magearna wurde den ersten Informationen nach von Menschen geschaffen. Das wirft die Frage auf, was seine Klassifizierung vor diesem Hintergrund als Pokémon und nicht als Roboter (mit künstlicher Intelligenz) rechtfertigt. Natürlich gibt es unter anderem mit Mewtu oder Genesect Pokémon, die von Menschen geschaffen beziehungsweise wiederbelebt und modifiziert wurden. Aber keines dieser Pokémon wurde aus dem Nichts geschaffen. Andere von Menschenhand erschaffene Gegenstände werden des Öfteren von Geistern beseelt und wurden dadurch zu Pokémon. Beispiele dafür sind Gramokles und Golgantes. Was also haucht Magearna das nötige Leben ein, um als Pokémon durchzugehen?

Eine mögliche Erklärung lässt sich finden, wenn der Typ Fee als Gegenstück zu Geist angesehen wird. Eine körperlose gute Kraft, die ähnlich wie verstorbene Seelen in leblose Objekte fahren kann. Vielleicht werden wir es aber auch wie im Fall von Voltobal und Lectrobal nie genau erfahren. Da das alles nur eine Theorie ist, müssen wir warten, welche Erklärung uns der kommende Kinofilm und das Event um die künftige Verteilung von Magearna bringen werden.

Welche Generation?

Das Auftreten von Magearna wirft auch übergeordnete Fragen über das Pokémon-Franchise auf. Wie bereits erwähnt waren Diancie, Hoopa und Volcanion bereits seit Release in X und Y programmiert. Ihre offizielle Ankündigung ließ jedoch zum Teil Jahre auf sich warten. Mit Magearna sieht die Sache etwas anders aus. Das neue Wesen war in dieser Hinsicht tatsächlich unbekannt. Der erste Schluss wäre, dass es die Ankündigung der siebten Pokémon-Generation mit neuen Kreaturen in einer neuen Region andeutet. Die sechste Welle von Taschenmonstern liegt inzwischen zweieinhalb Jahre zurück, sodass das 20. Jubiläum der Serie ein passender Anlass für etwas vollkommen Neues wäre.

Andererseits wurden erst vor wenigen Monaten die neuen Formen des dritten legendären Pokémon aus X und Y, Zygarde, offiziell vorgestellt. Folgt Game Freak der Tradition, steht uns also noch die Veröffentlichung einer Z-Edition ins Haus. Dafür spricht auch die neue Staffel des Animes, deren Name um besagten Buchstaben erweitert wurde.

Die dritte und letzte Möglichkeit ist, dass die Abenteuer in Kalos erweitert werden und wir wie schon zu Schwarz und Weiß direkte Fortsetzungen der letzten Editionen erhalten. Die geringe Zahl neuer Pokémon, die 2013 „entdeckt“ wurde, lässt Spekulationen um eine Generation 6,5 zumindest nicht verstummen. Egal, welchen Typen Magearna letzten Endes angehören wird, wie es entstanden ist und zu welcher Art von Edition es gehören wird: Es ist ein Pokémon wie jedes andere. Manchen mag es gefallen, anderen nicht. Auf jeden Fall sind beide Seiten zu respektieren.

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