Special - Morpheus vs. Oculus Rift : Abtauchen in virtuelle Welten

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Virtual Reality ist in aller Munde: Pionier Oculus Rift hat in den letzten Jahren einen Hype losgetreten, der andersartige Spielerlebnisse mit Rundumsicht verspricht. Nun folgt Sony mit einer eigenen VR-Lösung: Project Morpheus. Doch wer macht das Rennen?

Wer wollte sich nicht schon immer in die virtuellen Weiten seiner Lieblingsspiele begeben und die Realität dabei komplett abschalten? Der Traum könnte dank Virtual Reality schon bald wahr werden. Dabei ist die VR-Technologie wahrlich kein neues Thema, denn schon in den 90er-Jahren versuchten einige Hersteller, Spieler vom sich anbahnenden Cyberspace zu überzeugen - wenn auch vergeblich.

Noch zu unreif war die verwendete Technik, noch zu schwachbrüstig die grobpixelige 3-D-Optik. Selbst der Spielegigant Nintendo scheiterte 1995 glorreich mit dem gefloppten Virtual Boy - einem Konsolen-Headset, das man nicht aufsetzt, sondern auf den Tisch stellt. Trotz unguter Vorzeichen in der Vergangenheit ist VR wieder zurück und will es diesmal richtig machen.

Auf der gamescom 2014 zeigten zwei Hersteller ihre VR-Visionen der Weltöffentlichkeit. Oculus VR und Sony präsentierten den Besuchern fortgeschrittene Entwicklerversionen, sogenannte Dev-Kits. Mit im Gepäck hatten sie viele Technikdemonstrationen und sogar so manch fertiges Spiel. Doch während Oculus Rift für den PC konzipiert ist, soll Morpheus auf der PS4 und PS Vita zum Einsatz kommen.

Was steckt in der Hardware?

Auf technischer Seite gleichen sich die beiden Konkurrenten in vielen Aspekten. Oculus Rift liefert genau wie Morpheus eine Auflösung von insgesamt 1920 x 1080 Pixeln. Diese halbiert sich jedoch, denn für jedes Auge wird ein separates und leicht versetztes Bild mit 960 x 1080 Pixeln projiziert. Auf diese Weise geben beide Headsets auch stereoskopisches 3-D aus. Das virtuelle Sichtfeld rangiert zwischen 90 und 100 Grad, was für eine Rundumsicht ohne große störende Ränder ausreicht. Was eher stört, ist die technisch bedingte halbierte Auflösung auf beiden Geräten. Gerade bei Oculus Rift ist ein Gittermuster zwischen den Pixeln klar erkennbar, was die vollkommene Immersion etwas trübt. Bei Morpheus tritt dieser Effekt weniger in Erscheinung, da Sony eine Linse verbaut, die die Pixel in der Bildmitte verkleinert und an den Rändern vergrößert. Dadurch wirkt das Bild angenehmer fürs Auge.

Project Morpheus - E3 2014 Trailer
Sonys VR-Headset´Project Morpheus kann auf der diesjährigen E3 getestet werden und kommt zu diesem Zweck mit zwei brandneuen Demos.

Ein entscheidender Faktor bei Virtual Reality ist die Latenz - sprich: die Verzögerung auf Eingaben. Je niedriger die Latenz, desto besser. Vor allem beim freien Umsehen mit dem Kopf dürfen keinerlei spürbaren Verzögerungen auftreten, denn sonst kommt es schnell zu Übelkeit und Unwohlsein beim Spieler. Diese Disziplin absolvieren Morpheus wie Oculus Rift überzeugend - der niedrigen Latenz von wenigen Millisekunden sei Dank.

Beide VR-Brillen sind gleichermaßen mit allerlei Sensoren ausgestattet. Gyroskope dienen zur Abfrage des aktuellen Blickwinkels, während Beschleunigungsmesser die Bewegungen des Spielers wahrnehmen. Ebenso kommt ein Tracking-System zum Einsatz, mit dem eine vor dem Spieler montierte Kamera permanent die aktuelle Position und Lage des Headsets abruft. Dadurch können Spiele auch die räumliche Position des Spielers bestimmen - ähnlich wie bei Kinect.

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