Special - Sony PSP - Round-up : Special

  • PSP
Von Kommentieren

Sonys PSP-Stand mit seinen Anspielstationen war natürlich ein Pflichttermin für unseren Konsolen-Spezialisten Robert Kwiecien. Wir haben 'Burnout Legends', 'Metal Gear Acid' und 'WRC' für euch angespielt.

Burnout Legends

Der schnelle Arcade-Racer, der auf den Heimkonsolen schon längst nicht mehr wegzudenken ist, findet nun auch seinen Weg auf den PlayStation-Portable-Handheld. Jedoch handelt es sich hier nicht einfach um eine simple Umsetzung von ’Burnout 3: Takedown’, sondern eher um eine Kompilation der ersten drei Titel. Ähnlich wie bei ’Ridge Racers’ könnt ihr etwa auf Strecken aus den Vorgängern fahren und die alten Fahrzeuge wählen. Beispielsweise lässt es sich auf der Strecke 'Big Surf Shores' aus dem zweiten Teil rasen und ihr könnt die dazu passenden Fahrzeuge aus ’Burnout 2’ wählen. Anhand einer spielbaren Version konnten wir uns zudem vom technisch einwandfreien Zustand überzeugen und so sieht der Titel auf der PSP nicht nur verdammt schick aus, sondern läuft auch absolut flüssig in 60 Frames über den kleinen Handheld-Bildschirm.

Neben den üblichen Renn-, Crash- und Road-Rage-Spielmodi kommt im Übrigen ein WLAN-Multiplayer-Modus dazu, bei dem ihr euch mit euren Freunden vergnügen könnt. Insgesamt wirkt die Präsentation des Titels durchaus ausgereift und wir waren selbst überrascht, wie weit man hier auf technischer Seite bereits gekommen ist. Dem Release im Spätsommer bis Herbst 2005 dürfte so auch kaum etwas im Wege stehen. Einzig bei der Akkulaufzeit sollte man sich sorgen machen. So beanspruchen die ständigen Zugriffe auf den UMD-Datenträger den Akku sehr stark und mit zusätzlichem WiFi-Gameplay dürfte sich der Energievorrat eures Handhelds recht schnell gen Null bewegen. Bleibt abzuwarten, wie man dieses Problem seitens der Entwickler löst oder immerhin etwas entschärft. Ansonsten wären nicht mehr als ein paar Stunden Spielzeit drin.

Metal Gear Acid


Im persönlichen Interview mit den Konami-Entwicklern Shinta Nojiri (Director) und Noriaki Okamura (Producer) wurde uns ’Metal Gear Acid’ vorgestellt und man nannte uns viele Details zu dem Titel an sich und dem für die MGS-Serie etwas ungewöhnlichen Gameplay. So basiert ’Metal Gear Acid’ auf einem Kartensystem, bei dem man eher strategisch vorgeht und Snake nur indirekt steuern kann. Dazu aber später mehr. Die Story findet zeitlich nach der Handlung von ’Metal Gear Solid 2’ statt, wo Solid Snake im Rahmen einer Geheimmission zur Befreiung eines VIPs nach Afrika geschickt wird. Dabei handelt es sich aber um keinen direkt MGS2-Nachfolger, sondern nur um eine Side-Story. Der eigentliche Nachfolger wird laut Konami das kommende MGS4 werden.

Kommen wir aber zum eigentlichen Spiel. Hier kauft ihr vor jeder Mission ein Cardset, das eine Anzahl an unterschiedlichen Aktionen beinhaltet. Je nach Set müsst ihr euch so immer für bestimmte Handlungen entscheiden und darauf achten, dass ihr stets noch ein paar gute Karten im Ärmel habt. Je nach Set stehen euch zudem die Aktionen, Waffen und Fähigkeiten aus 'MGS1' und 'MGS2' zur Verfügung. Eine Headshot-Karte ist hingegen in beiden Varianten vorhanden. Das spannende an dem Gameplay ist die Tatsache, dass ihr nie wisst, was als Nächstes kommt, und so improvisieren müsst, wenn ihr eine passende Aktion gerade nicht zur Hand habt. In den rund 30 Stunden beziehungsweise 24 Missionen sorgt außerdem noch ein Timelimit in jedem Level für zusätzlichen Druck.

Neben der Story hat Konami auch noch einen '1on1 Versus'-Modus über die PSP-WiFi-Verbindung spendiert und Besitzer von ’Metal Gear Solid 3’ erhalten noch viel Bonusmaterial. So könnt ihr bei der EU- und JP-Version die PSP per USB-Kabel an eure PlayStation 2 anschließen und in MGA Bonusmaterial bei MGS3 freischalten. Andersherum funktioniert es aber auch und die Passwörter, die man bei MGS3 von den Wachen und Soldaten bekommt, schalten auf der PlayStation Portable einige Boni frei, zu denen man uns aber nichts sagen wollte. Der Release soll sich zu guter Letzt um den EU-Release der PSP herum bewegen und so dürfte das Spiel damit zu den Launch-Titeln zählen. Bleibt nur abzuwarten, ob das ungewöhnliche Gameplay auch von europäischen Spielern akzeptiert wird.

WRC

Während der ‘Colin McRae’-Konkurrent ’World Rallye Championship’ auf der PS2 bereits in einem vierten Teil Spieler zur Schlammschlacht einlädt, können sich PSP-Besitzer über eine Umsetzung des Sim-Arcade-Mix freuen. Der Titel ähnelt im Großen und Ganzen WRC4 und basiert auch auf denselben Daten. Jedoch wurde das Gameplay etwas entschärft; es ist nun wesentlich einfacher spielbar und gibt sich Arcade-lastiger als das PS2-Vorbild. So sind die Drifts in der Praxis wesentlich einfacher zu handlen und man fliegt nicht mehr so schnell von der Strecke ab. Ebenso erscheint uns die Anzahl an Objekten am Streckenrand, an denen man hängen bleibt, etwas geringer und man ist grundsätzlich deutlich schneller auf den Strecken unterwegs. Der Schwierigkeitsgrad ist dem einfachen Einstieg zuliebe damit deutlich gesenkt worden.

Bei der Grafik mussten die Entwickler etwas zurückstecken und so sieht man zum Beispiel nicht mehr die mit Wäldern bewachsenen Berge in weiter Entfernung. Ebenso wurde die Dichte der Bebauungen am Streckenrand reduziert und die Texturen sind allesamt etwas unschärfer. Dafür läuft 'WRC' extrem flüssig und bietet schicke Glanzeffekte auf dem Asphalt. Bei den Fahrzeugen muss man zudem nicht auf das Schadensmodell und die schicken Lichteffekte verzichten. Zu dem Karrieremodus, dem Zeitfahren oder auch den Einzelrennen gesellt sich übrigens eine WiFi-Unterstützung. Diese soll neben dem Austausch von Ghosts auch direkte Duelle mit bis zu acht Personen erlauben. Damit dürfte den Rallye-Duellen unterwegs nichts im Wege stehen.

Könnte dichinteressieren

Kommentarezum Artikel