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PlayStation 4

Die PS4 im Hardware-Check

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Sonys PlayStation 4 zeigt sich endlich der Öffentlichkeit. Und sie ist anders, deutlich anders als ihre Vorgänger. Wie bereits im Vorhinein von zahlreichen Gerüchteküchen vermutet, ändert sich vor allem Grundlegendes unter der Haube. Anstatt abermals schwer zugängliche Standards wie die CELL-Architektur einer PlayStation 3 einzusetzen, schlagen die Japaner den Weg in eine offenere und damit entwicklerfreundlichere Umgebung ein. Soll heißen: Die PS4 lässt ihre für Spieleschmieden oft bockigen älteren Schwestern hinter sich und mausert sich zu einer Art einheitlichem Spiele-PC, vollgestopft mit PC-Hardware, die der Leistung eines heutigen Desktop-PCs aus der oberen Mittelklasse entspricht. Das alles kombiniert Sony mit Zusatzdiensten, wie Cloud-Diensten, dem erweiterten PSN und der Kopplung von anderen Geräten mit OLED-Displays, wie der PlayStation Portable, mit der PS4.

Als Hauptprozessor verwendet Sony eine waschechte x86-CPU, auch die APU-Grafikeinheit stammt aus dem PC-Lager. Für beide Komponenten konnte sich die Chip-Schmiede AMD durchsetzen. An der Seite der CPU und GPU stehen ganze acht Gigabyte Arbeitsspeicher. Als Spiele- und Datenspeicher dient eine mehr oder minder handelsübliche HDD unbekannten Volumens. Angesichts der hohen HD-Datenfluten, die auf die Konsole einprasseln werden, müsste eine recht hohe Kapazität verfügbar sein.

Der x86-Prozessor soll in erster Linie zum Zocken dienen, während andere digitale Inhalte ein Sekundär-Chip übernimmt. Dieser Sekundär-Chip kann im Hintergrund beispielsweise Videos hoch- und herunterladen, während ihr euch mit dem Hauptprozessor dem Spielen widmet. Als weitere Aufgabe übernimmt die sekundäre Recheneinheit das Stand-by-Management. Zum Zocken stehen dem x86-Hauptprozessor acht Rechenkerne zur Verfügung. Die Kerne takten zwar niedriger als die Verwandtschaft in Desktop-PCs, sparen dafür aber sowohl Strom als auch Abwärme ein.

Zu dieser hohen potenziellen Performance passt die recht hohe Leistung der Grafikeinheit von ungefähr zwei TeraFLOPS. Zum Vergleich: Die brandneue und mit Abstand schnellste Ein-Kern-Grafikkarte Nvidia Geforce Titan beschert Enthusiasten-PCs 4,5 TFLOPS, womit die PS4-Grafikperformance inklusive DirectX-11-Unterstützung zumindest aus dieser Hinsicht als sehr ordentlich eingestuft werden kann. Die Leistung liegt damit zwischen einer Geforce GTX 660 (1,882 TFLOPS) und GTX 660 Ti (2,459 TFLOPS) aus dem Nvidia-Lager beziehungsweise einer Radeon HD 7850 (1,761 TFLOPS) und HD 7870 (2,56 TFLOPS) aus dem AMD-Lager, was in etwa der gehobenen Mittelklasse der PC-Grafikkarten entspricht. Die tatsächliche Spiele-Performance lässt sich aus dieser Leistungsangabe allerdings nicht ableiten, stattdessen ist die TFLOP-Angabe lediglich als grobe Hausnummer zu verstehen. Dazu passend nutzt die frische Konsole den modernen und dem PC ebenbürtigen GDDR5-Speicher mit einer Datenrate von 176 Gigabyte pro Sekunde.

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