Preview - Pilot Down: Behind Enemy Lines : Pilot Down: Behind Enemy Lines

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Nach endlosen Reihen von Shootern im Zweiten Weltkrieg geht Kuju einen etwas anderen Weg und schickt euch in einem Action-Adventure als abgestürzter Pilot hinter die feindlichen Linien. Das Ergebnis ist ein netter Mix aus Action, Adventure und Stealth-Elementen.

Bill Foster auf dem Weg in die Schweiz

Nach endlosen Reihen von Shootern im Zweiten Weltkrieg geht Kuju einen etwas anderen Weg und schickt euch in einem Action-Adventure hinter die feindlichen Linien. Ihr übernehmt in der Third-Person-Ansicht die Rolle des Piloten Bill Foster, dessen Maschine über Deutschland abgeschossen wird und der feststellen muss, dass Fallschirme durchaus ihren Reiz haben in solchen Situationen. Hinter feindlichen Linien auf sich allein gestellt bei kaltem und nassem Sauwetter muss Foster nun einen Weg aus dem Dilemma finden und die neutrale Schweiz erreichen.

Die Level des Spieles bieten zumeist eine lineare Hauptmission, die daraus besteht, einen Weg und den Ausgang im Level zu finden. Zudem stolpert ihr hier und da über versteckte Nebenmissionen, wie in einem Sägewerk einem Leidensgenossen zur Flucht zu verhelfen oder die deutsche Propaganda zu sabotieren. Dabei trefft ihr natürlich auf reichlich Gegner in Uniform, die euch das Leben versauen wollen. Um den Häschern zu entgehen, könnt ihr schleichen und Deckung nutzen, einzelne Gegner von hinten packen und erwürgen oder aber ihr benutzt Waffengewalt, was aufgrund der spärlichen Munition aber nur die Notlösung sein sollte. Garniert wird das Spektakel mit verschiedenen kleineren Rätseln in Adventure-Manier, für die ihr zumeist Gegenstände finden und benutzen müsst. Für gelöste Missionen und versteckte Sammelgegenstände gibt es Punkte, die ihr wiederum in die Verbesserung der Fähigkeiten von Foster investieren könnt, als da wären mehr Gesundheit, mehr Ausdauer, gezielteres Schießen und anderes.

Gesundheit!

Doch auch die Umwelt selbst ist gegen euch, das saukalte Wetter sorgt dafür, dass ihr recht schnell Ausdauer verliert und diese wieder aufstocken solltet, bevor es an eure Gesundheit geht. Dazu zündet ihr euch hier und da ein warmes Feuerchen an oder päppelt euch mit Nahrung auf – selbst Kochen ist möglich. Ansonsten helfen euch Waffen, Munition, Medipacks, Zigarettenschachteln, Brandy, Morphium und andere nette Objekte weiter bei eurem Kampf ums Überleben. Im Inventar können sogar Gegenstände kombiniert werden, beispielsweise indem ihr eine Pistole mit einem Schalldämpfer verseht.

Die Steuerung ist simpel gehalten: Ihr steuert Foster mit dem linken Analogstick, der rechte Stick ist für die Kamera und das Bewegen des Fadenkreuzes zuständig, welches auftaucht, wenn ihr mit der linken Schultertaste in den Feuer-Modus geht. Die Aktionstasten sorgen für Nachladen, Hocken und das Benutzen und Aktivieren von Objekten in der Umgebung, wobei euch Symbole auf Interaktionsmöglichkeiten hinweisen.

Karger Krieg

Grafisch löst sich Kuju vom derzeit üblichen Realismus-Look und bietet Comic-Grafik, was unter anderem auch bei den Zwischensequenzen im Comicbook-Stil zum tragen kommt. Leider hat das zur Folge, dass die Umgebungen recht detailarm wirken und auch die Charaktere vom Aussehen her nur bedingt überzeugen können. Die akustische Seite überzeugt mit weitestgehend ordentlicher Sprachausgabe und ansprechender Hintergrundmusik. Größere Schwächen sind derzeit bei der KI zu finden – zwar suchen die Gegner Deckung, insgesamt ist das Verhalten aber sehr vorhersehbar. Auch die Kollisionsabfragen beim Feuern der Waffen können nicht überzeugen.

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Wer die Nase voll hat von WWII-Shootern, findet mit 'Pilot Down' eine annehmbare Alternative im gleichen Setting, die einen ordentlichen Mix aus Action, Stealth und Adventure bietet. Schade nur, dass die KI noch nicht überzeugen kann und der Titel technisch schwach aussieht.

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