11.07.2012 - Gameswelt Redaktion
Bei OUYA handelt es sich um ein Konzept für eine neue, offene Spieleplattform, von dem bereits ein Konsolenprototyp existieren soll. Doch das eigentlich Interessante ist die Idee dahinter: OUYA darf und soll gehackt und modifiziert werden. Sie will zwar auch die großen Spiele-Publisher bedienen, zielt aber hauptsächlich auf die Indie-Entwickler ab, die ihre Spiele auf möglichst einfache Weise und möglichst günstig zum Endverbraucher bringen sollen. Eine der Grundbedingungen lautet sogar, dass zumindest ein Teil des jeweiligen Spiels kostenlos sein muss. Neben Spielen wird auch andere Software verfügbar sein, wie das bereits bestätigte Twitch.TV, das E-Sport-Events überträgt. Ein Spiele-Start-Line-up gibt es bislang noch nicht, allerdings kann jeder seine Wunschspiele unter diesem Linkdirekt an die OUYA-Macher senden. Der OUYA-Fokus soll aber letztendlich nicht einfach nur auf Portierungen von Handy- und Tablet-Apps liegen, sondern mehr bieten.
Entwickler wie die Journey-Macher thatgamecompany und auch Prominenz wie Minecraft-Schöpfer Mojang und der Prince-of-Persia-Vater Jordan Mechner bekundeten bereits öffentlich Interesse an der neuen Konsole. Aufseiten der OUYA-Macher befinden sich unter anderem Ed Fries und Yves Behar. Ersterer dürfte vielen noch als einer der Xbox-Macher in Erinnerung sein. Behar hingegen ist ein berühmter Industrie-Designer. Womit wir bereits bei der OUYA-Hardware wären, die natürlich nicht nur hübsch aussehen, sondern auch was leisten können muss. Die bislang veröffentlichten Informationen dazu lest ihr im folgenden Kasten nach.
Riecht ihr das auch? Aaaaah, diese frische Brise. Der Duft des Neuen. Der Geruch des Unbekannten. Herrlich! Ich freu mich allein schon deswegen auf der/die/das OUYA, weil es dem bestehenden, vor sich hin siechenden Konsolenmarkt neue Impulse gibt. Die Android-Konsole hat das Potenzial, den (noch) großen drei Konsolenherstellern Sony, Microsoft und Nintendo zumindest etwas wehzutun. Hier gilt mal wieder das Uraltmotto: Konkurrenz belebt das Geschäft. Und wenn sich die Wii U, die Xbox 8 und die PS4 als hoffnungslos fehlkonzeptionierte Totgeburten herausstellen, lache ich einfach laut und hole mir für lächerlich wenig Penunsen der/die/das OUYA. Extremst gespannt bin ich auf den Controller. Vor allem darauf, wie benutzerfreundlich das in der Mitte des Eingabegerätes platzierte Touchpad am Ende ist. Auf jeden Fall eine coole Idee.
Die offene Plattform könnte dabei der Schlüssel zum Erfolg werden. Keine Lizenzgebühren. Keine kostspielige Debug-Hardware nötig. Keine Abschläge für den Handel. Klingt eigentlich alles zu schön, um wahr zu sein - oder wahr zu werden. Sollte sich die Entwicklung für das Android-Ding aber wirklich als so einfach und günstig erweisen, wie es die Erfinder auf kickstarter.com darstellen, dann freue ich mich jetzt schon auf viele kleine Spielediamanten, die ohne eine solche Plattform nie das Licht der Welt erblicken könnten. Ich frage mich allerdings: Wie sieht die Qualitätskontrolle bezüglich der Spiele aus? Wer bestimmt, welches Spiel für der/die/das OUYA auf den Markt kommt? Wie wird das kanalisiert? Oder bietet einfach jeder alles an? Hoffentlich verkommt der OUYA-Marktplatz dann nicht zum unübersichtlichen Software-Ramschladen, in dem man die Perlen im endlosen Sumpf der Wohnzimmerprojekte nicht findet. weiter...
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Kommentare zu OUYA
OUYA
Also ich denke es is halt nur nen raspberry mit controller
.
Aber finde es i-wie mega intressant.
hoffentlich macht einer ein geiles metal gear remake für die ouya
ich finds auch ziemlich interessant und die grafik ist mir auch nicht so wichtig. bin auch noch mit der aktuellen konsolengeneration zufrieden.
größter kritikpunkt ist für mich der online-mehrspielermodus. ich liebe es auf der xbox online gegen andere zu zocken, nur wie soll das auf der ouya funktionieren? bei der xbox bekommt man es gerade mal bei vllt 15 spielen von 100 hin, regelmäßig vernünftige online matches im arcadebereich zu führen, weil einfach die spieler fehlen. und lust 2 stunden zu warten bis mal jemand in mein spiel eintritt hab ich auch nicht.
1. wird die ouya konsole deutlich weniger spiele haben und
2. werden wenn das konzept aufgeht, so dermaßen viele spiele erscheinen oder umgeändert wie auch immer, dass man allein aufgrund der hohen flut an spielen nie jemand zu nem online match kriegen wird, wenn es nicht gerade das absolute topspiel ist
Ja ich sag ja es kommt auf die Eckdaten an und das trifft halt auch auf die Konkurenz der Smartphones/Tablets zu.Hab noch ein Motorola Milestone 1, das kann eigentlich auch ganz schön was für sein Alter und wenn ich mir die REchenpower eines nagelneuen mit aktuellem Android vorstelle ist das schon ein kleiner Superrechenknecht.Wenns dann noch eine Dockingstation oder ein Gamepad gibt das läßt den Kasten dann für viele sicher relativ nutzlos erscheinen.

Denke aber auch spätestens ein Tablet PC läßt das Teil recht nutzlos wirken.Mein Transformer Prime ist jetzt schon beliebter im Haus als mein PC
Am Ende wird es halt die Software und sämtliche Zusatzhardware entscheiden.Wenn da was dabei ist was wirklich innovativ und sinnvoll ist dann KANN sich sowas durchsetzen aber es ist halt irre schwer weil die Konkurenz ja auch nicht schläft....
@Blade01
Zu Absatz 2:
Klar ist ein Hardwarestandard 'ne tolle Sache. Jedoch muss jemand der Software für ein Smartphone entwickelt, so oder so gucken, dass die überall läuft. OUYA wäre da eine weitere Plattform. Grundsätzlich ist es aber ein Android-System und damit sind die Programme leicht zu portieren.
Und es gibt so viele Android-Geräte im Umlauf, dass ich darüber schon so ein riesiges Publikum für meine Software hab. Im Moment fehlt nur eine Meta-Ebene, die Games leichter zugänglich macht, das leistet aber auch eine neue App.
Was ich meine IST: wenn das Ding rauskommt, hab ich vielleicht schon ein Samsung Galaxy S3, was de facto schneller ist als die OUYA-Konsole.
Wenn die Smartphone-Hersteller auf die Idee kommen eine Dockingstation für den Fernseher herzustellen und ein Controller sehr leicht via Bluetooth anschließbar ist: Wo ist dann der Vorteil von OUYA? Ist eine Software-Vermarktungsplattform innerhalb Android, praktisch als Konkurrenz zu Google-Play, als USP ausreichend? OUYA könnte auch als App für Google-Play kommen, dann wäre die Konsole aber nichts weiter als ein großer Dongle.
Wozu 99 Dollar ausgeben wenn mein Smartphone praktisch das gleiche oder sogar mehr bietet?
Nexus 7 ist auch eine Tegra3-Android Plattform und kommt samt Display für 199 Dollar.
Hrr hrr das witzige an solchen Artikeln sind ja meist die Comments.Das merkt man noch mehr bei der Konkurenz wo einfach noch viel mehr Unwissende noch viel mehr Dünnschiss reden und meinen sie hätten die Weisheit mit ner Schöpfkelle gefressen.Ich mein, jedem seine Meinung, aber mal im ernst, wenn einer glaubt Indieentwicklung auf einer X-Box 360 wäre sooo easy weil das machen ja alle, sorry, einfach keinen Plan.Wie Arparso schon schreibt, da steckt ne Menge an Kosten hinter bis man überhaupt mal starten kann.Ob man da dann überhaupt noch von "kleinen Indieprojekten" reden kann stelle ich mal so als FRage in den Raum.Dazu kommt noch das sicher nicht ohne Grund nicht gerade wenige Entwickler über die Softwarearchitektur der aktuellen Konsolen rumheulen.Weiter will ich das garnicht ausbreiten, sei einfach nur mal angedeutet das alles nicht soooo einfach ist wie immer scheint
).Und dennoch war sie sehr erfolgreich....
Mal noch zu später Stunden schnell einige Gedanken von mir:
Das die Hardware veraltet sein wird ist glaube dem letzten Hinterwälder klar.Das es darauf aber garnicht ankommt ist wohl auch logisch, oder?Hier gehts glaube mehr darum das alles aus einem Guss ist.Der Vergleich zu anderen Androidprodukten hinkt etwas, gibt da genug Inkompatibilitäten zwischen den Geräten weil die Hersteller am Ende doch irgendwas dran gebastelt haben.Das würde hier z.b. wegfallen.1 Gerät(zumindest erstmal), 1 Software(zumindest erstmal).Das man das dann modden kann(Hard- und Softwaremäßig, geht sicher beides) wie man will ist genau das was es so interressant macht und von den aktuellen Konsolen so abhebt.
Berechtigt ist aber die FRage was das ganze denn von einem PC unterscheidet.Glaube das ist dann der Knackpunkt.Da muß das Gerät dann in punkto Eckdaten einfach auftrumpfen, z.b. Größe und Software.Wenn es so von der größe ein Gamecube wird und entspr. einige gute Games erscheinen könnte ich mir das schon durchaus als Konkurenz vorstellen.
Wo wäre z.b. das Problem ein Singstar oder Lets Dance mit dem Gerät zu produzieren?Von mehr lebt doch eine Wii auch nicht, gibt da doch eigentlich nur(für mich pers.) uninterressante Partygames, für ernsthafte Zocker ist die konsole doch eher nix(ok sieht man anders i know
Also so schlecht finde ich die Idee nicht.Die frage ist dann einfach ob sich sowas entspr. am Markt durchsetzen kann und was da an Stückkosten in der Prod hintersteckt.
Denke die ganzen Grafiksuchtis werden mit sowas nix anfangen können aber die braucht sowieso bald keiner mehr, die haben ja das Buisness schießlich an den Abgrund geführt.
Aha und warum gibt sooooo viele Indie-Games auf XBA und im PS-Store?
Die Einstiegsschwelle, um dahin zu kommen, ist aber immens - dank Lizenzkosten und teurer DevKit-Konsolen. Einzig Microsoft bietet mit XNA und seinen Xbox Live Indie Games einen leichten und sehr kostengünstigen Zugang zu seiner Konsole... allerdings nur mit beschränkten Features und die Qualität und Profitablität der meisten Indie Games ist natürlich auch sehr fragwürdig.
Mich spricht dieses Projekt absolut NULL an. Die offene Bauweise ist zwar interessant, aber auch der einzige Vorteil gegenüber einer herkömmlichen Konsole. Ansonsten ist ein klassicher PC in jeder Hinsicht überlegen. Der hat genauso eine offene Bauweise, man kann nachrüsten und technisch am aktuellsten Stand sein und kann jedes Eingabegerät nutzen was man will. Dieses Gerät soll wohl die üblichen DAUs ansprechen die sich mit Technik und Programmen am PC nicht auskennen und trotzdem ein offenes System haben wollen wo sie installieren können was sie wollen. Aber heutige PCs sind mit ein wenig Interesse alles andere als kompliziert zu handhaben.
"...the console business, as it is today, is completely closed to independent developer..."

Aha und warum gibt sooooo viele Indie-Games auf XBA und im PS-Store?
Für mich ist dieses Projekt total uninteressant. Geld spielt für mich als Gamer nur eine untergeordnete Rolle was den Preis einer Konsole oder PC angeht, was aber nicht heißt dass ich in Geld schwimme, ganz im Gegenteil.
Ach wie schön das gesamte Design von der Xbox geklaut wurde....
Die Frage wird für mich sein: Was kann diese Konsole, was mein PC nicht kann? Hab jetzt im Prinzip auch nur ne Konsole, weil die Hardware einfach viel billiger ist, als ein spieletauglicher PC und da wir hier eher ja ne Konsole ohne Hardwarepower kriegen, werden wohl auch nur Spiele rauskommen, die auch auf meinem betagten Laptop laufen.
Was bietet diese Konsole anderes, als wenn ich mir sonnen EEE-Top oder ähnliches mit nem Gamepad als Konsole hinstelle?
hmm.. ne was ich meinte ist vielmehr, dass nächstes Jahr wahrscheinlich schon ein technisch viel stärkeres (Android)-Smartphone auf den Markt kommt (iPad3 ist Grafisch bereits wesentlich stärker). Und mit Android und iOS ja schon zwei sehr stark verbreitete Plattformen existieren.
Und ich denke wenn ich in der Hosentasche schon ein besseres Gerät habe was ich leicht an den Fernseher anschließen kann...
wie soll sich dann OUYA durchsetzten? Zumal ich als Entwickler dann noch eine weitere , (potentielle Nieschen)-Plattform bedienen muss?
Reicht die Lizenzfreiheit und der Gedanke dahinter als Alleinstellungsmerkmal? Um so etwas zu etablieren braucht man eine Menge Geld. Ein Produkt allein reicht doch nicht?.
Ich bezweifle zudem stark, dass der Controller wirklich so gut ist, so dass er mit einem XBOX-Controller mithalten kann.
Außer in den 99 Dollar kann ich bisher keinen großen USP ausmachen.
Mit dem, was Microsoft und Sony mit ihren neuen Konsolen voraussichtlich an Hardware-Power abliefern werden, wird so ein vergleichsweise kleines Projekt wie Ouya sicher nicht mithalten können. Hier sind es mMn weniger die reinen Spezifikationen als vielmehr das Gesamtkonzept, das gut werden könnte.
Was Smartphones angeht, ist diese Antwort von Ouya noch sehr interessant:
No. Nope. Nyet. Nein. Can we say it more clearly?
OUYA was not created merely to host ports of existing Android games. We’ve built this badboy to play the most creative content from today’s best known AAA game designers as well as adored indie gamemakers.
Das Teil ist zum Markteintritt bereits technisch veraltet. Das ist sicherlich das Hauptproblem bei dem sich sehr schnell entwickelnden Smartphone-Sektor. So oder so: es ist nur für Leute ohne Smartphone interessant, da ein Smartphone mit HDMI und Bluetooth das alles schon leistet!