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Operation Flashpoint: Red River - Review

Zwei Operation-Flashpoint-Spiele gab es bereits, die 2001 und 2009 recht vergleichbare Eindrücke hinterließen. Es stand außer Frage, dass beide prinzipiell hervorragende Spiele waren, doch viele unnötige Schnitzer im Gameplay, bei der künstlichen Intelligenz und der Steuerung ließen jedes Mal rätseln, wieso man sie denn nie bis zum Glanze poliert hatte. Operation Flashpoint: Red River ist nun der dritte Teil der Reihe und weckt Neugier: Ob Codemasters ihren Rohdiamanten endlich ausreichend poliert haben?

Die Handlung klingt wie hastig auf einer Serviette konzipiert: Im zentralasiatischen Land Tadschikistan jagen US-Marines gefährliche Terroristen, bis die chinesische Armee unerwartet hinzukommt und ein globaler Konflikt droht. Eine Handlung, wie man sie kaum klischeehafter formulieren könnte. Doch ließe sich das verschmerzen, denn es kommt schließlich darauf an, wie die Handlung umgesetzt ist.

Rambo hätte keine Chance

Dass Operation Flashpoint: Red River ein sehr fordernder Titel ist, bemerkt man schon beim ersten Vorstoß nach Rambo-Manier. Mit wildem Dauerfeuer trifft man nichts und nach wenigen Metern wahnwitzigen Sprints zum Gegner sackt man tödlich getroffen zusammen. Hier reichen schon ein oder zwei Treffer, um das Zeitliche zu segnen, und da die Gegner schon auf der untersten Schwierigkeitsstufe beachtlich gut zielen können, wird rasch offensichtlich, worauf das Spielprinzip hinauswill: Es gilt, in Deckung zu bleiben, Gegner auszuspähen und nur zaghaft mit gezielten Salven zuzuschlagen. Ferner sind realistische Effekte zu berücksichtigen, etwa wenn euch die Sonne häufig blendet, Wind und Schwerkraft weite Schüsse beeinträchtigen und Körpertreffer entsprechende Reaktionen auslösen.

Operation Flashpoint: Red River - Staaart! Die ersten 10 Minuten der PS3 Version

Der angestrebte Realismus hat jedoch auch seine Macken, denn so wie man im echten Krieg größtenteils mit fadem Nichtstun beschäftigt ist, gibt es auch hier lange Passagen, in denen ihr Fußmärsche bestreitet oder passiv in Armeefahrzeugen mitfahrt. Es fällt überdies ein markantes Merkmal der ansonsten gegensätzlichen Call-of-Duty-Spiele ins Auge: Operation Flashpoint: Red River ist im Einzelspielermodus sehr linear.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Shootern gibt es zwar mehr zu tun, als nur geradeaus zu laufen und dabei zu schießen, doch realistische Planungsmöglichkeiten sind recht dürftig gehalten. Entfernt ihr euch allzu weit vom angedachten Weg, droht striktes Missionsversagen. In eurer Entscheidungsfreiheit seid ihr demnach stark eingeschränkt, womit der angepriesene Realismus ein wenig flöten geht.

Acht Fäuste für ein Hallelujah

Damit es verzwickter wird, übernehmt ihr die Rolle des Anführers eines vierköpfigen Teams, das ihr persönlich kontrolliert und von dem jedes einzelne Mitglied ein spezieller Fachmann ist. Einer hat die stärksten Waffen, einer kann Sprengsätze legen, einer nutzt Schalldämpfer und einer ist der Allrounder, der am liebsten Feindfeuer auf sich zieht. Welchen Part ihr übernehmen wollt, könnt ihr euch regelmäßig aussuchen. Keine der Rollen ist außergewöhnlich, doch sie decken die gewohnten Positionen derartiger Spiele ab. Unterwegs sammelt ihr regelmäßig Erfahrungspunkte, die euch nach und nach neue Ausrüstung ermöglichen, allerdings ist der Rollenspielaspekt des Ganzen dezent auf Sparflamme gehalten. weiter...

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Kommentare zu Operation Flashpoint: Red River

  • Avatar von mart1999in (Gast)

    Warum immer negativ?

    Gegrn den Vorgänger is dieses Spiel eine Bombe!!!
    Mit einem dreckigen Slang und verrückten Tadschis macht doch alles Spaß! ;D

  • Ahhh na komm. Das Spiel ist so trashig, dass es schon wieder geil is. Einfach mitn paar Freunden volltrunken durchballern. Sio wies sich gehört :'D

  • Der Autor scheint die ersten beiden Teile wohl nie gespielt zu haben... Und selbst beim dritten Teil fragt man sich das auch...

    Die Aussage, dass man keine Fahrzeuge fahren darf, weil man eine reine Infanterie-Einheit ist, ist falsch. Man darf und muss diverse Fahrzeuge in der Kampagne (und auch in den Missionen) fahren. Allerdings lassen sich ein Grossteil der Fahrzeuge nicht steuern, von Fluggeraeten mal ganz zu schweigen.

    Das das gesamte Menue eine optische Zumutung ist, die jeden Epileptiker abschrecken duerfte, habe ich wohl irgendwie ueberlesen. Gleiches trifft auf die Propaganda-Videos, ich meine Mission-Briefing-Videos zu.

    Apropos Briefing, davon gibt es drei Stueck vor jeder Mission. Einmal in Textform in der Lobby, dann ein ca. 1 Minuten-MTV-Pop-Propaganda-Video und dann sitzt man nochmal 2-3 Minuten vor jeder Mission (und das ist leider keine Uebertreibung, das ist eine Tatsache) sinnlos entweder im Humvee oder in einem Heli rum und muss sich doofe Gespraeche anhoeren, die teils Erklaerungen (zum Soldaten-dasein) als auch nochmal Teile des Briefings enthalten.

    Speziell diese langen Fahrten in denem man nichts machen kann ausser sinnlosem Gelaber zuzuhoeren sind extrem nervig. Insbesondere weil es auch Missionen gibt wo man von einem 'Dorf' zum naechsten gefahren wird (diese muessen 'gesaeubert' werden) und dieses jedes Mal 'ne halbe Ewigkeit dauert.

    Die KI ist... versucht mal einen eurer Leute zu heilen, gar nicht so einfach, weil sie immer weglaufen. :P Stellt man als Scout die Leute nicht irgendwo anders hin oder schickt sie einfach an die Front (die Steuerung derer ist auch...), nerven sie auch staendig in dem sie einen durch die Gegend schieben. Am besten spielt man es einfach mit Freunden...

    Die Missionen sind linear und groesstenteils langweilig, auch ist man in der Kampagne nie allein, sondern immer mit zwei weiteren Squads unterwegs. Es gibt nur wenig 'Zusatzmissionen' in den anderen Modi, welche leider nicht dynamisch sind. Allerdings ist man dann endlich mal nur als einzelnes Squad unterwegs.

    Technisch ist es ein ziemliches Disaster. Die meisten kleinen Objekte kennen nur zwei States. Einmal unberuehrt und wenn man dann drauf schiesst wird einfach umgeschaltet in einen kaputten State - oder sie verschwinden einfach ganz. Sieht auf jeden Fall sehr sehr billig aus.

    Dann gibt es wohl so ungefaehr 2-3 Baum-Models und 2 Busch-Models. Zumeist wird allerdings nur ein Model verwendet und wird zuhauf am Wegesrand platziert, nur halt leicht gedreht, damit es nicht ganz so eintoenig aussieht.

    Allgemein scheint es eher wenige Models zu geben. Es hat irgendwie den Anschein, als ob sie nach OFP:DR wieder bei Null angefangen haben.


    Fazit: Das Ballern (zumindest als Scout, das andere lohnt sich kaum) macht schon Spass (und es gibt uebrigens keinen Wind...), dass man ein wenig nach links/rechts vom Wege ab kann auch, ansonsten ist es nochmal um einiges schlechter (vom Customizing mal abgesehen) als OFP:DR. Mit OFP1/ArmA hat es hingegen gar nichts zu tun.

    (Man ist fast versucht zu sagen, dass hier zuviel CoD-Einfluss drin steckt.)

  • Zitat von »Mafioso«
    Kommt ein Videotest?

    Nope.

  • @Arparso

    Namen/Marken/Lizenzen kann man kaufen. Würde Uwe Boll heute "Der Pate 4" drehen, würde ich ihn auch nicht in eine Reihe mit den ersten drei stellen, egal ob da jetzt "Der Pate" vorne dran steht ;)

    Aber du hast recht, marketingtechnisch betrachtet (also offiziell) gibt es eine Operation Flashpoint-Serie ;( .

  • Die ArmA Reihe ist aber von den Machern des UR-OFP Spiels. ;) Also steckt da schon die OFP-Seele drin.

    OFP wird ja seit Dragon Rising von ganz anderen Entwicklern gemacht, von denen kein einziger am ersten Teil mitgearbeitet hat und ich glaube das sieht man auch *g*

    Also ist vergleichbar mit dem was bei Gothic ist/war.

  • Ich gebe Tempergus recht, ARMA ist wesentlich näher an OPF als den Mist den sie unter dem Namen OPF verkaufen. Auch wenn ARMA seine Probleme hat... Marke/Lizenz sagt da wesentlich weniger aus als der tatsächliche Inhalt.

  • Zitat von »Tempergus«
    Nur, dass es eine "OPF-Serie" so nicht gibt, zumindest nicht offiziell.

    Äh, doch. Dragon Rising und Red River haben "Operation Flashpoint" im Titel und sind die offiziellen Nachfolger von der innovativen Bug-Sammlung von 2001. Ob dir die neuen Teile jetzt gefallen oder nicht: das IST die "OPF-Serie".

    Auch wenn ARMA gameplaytechnisch eine praktisch identische Fortführung vom alten OPF ist, mit allen Stärken und leider auch vielen alten und einigen neuen Schwächen, ist es 'ne andere Marke, 'ne andere Lizenz bzw. 'ne andere Franchise oder wie auch immer du's betiteln möchtest.

  • Zitat von »Scherpi«
    Als OPF Fan der ersten Stunde bleibe ich weiterhin treuer Fan der Serie


    Nur, dass es eine "OPF-Serie" so nicht gibt, zumindest nicht offiziell. Wie MalcolmY schon sagte, OPF heißt jetzt ARMA. Und das, was Codemasters unter falschem Namen verkauft, ist meilenweit davon entfernt. Wie kann man da nur von einer Serie sprechen?

  • Als OPF Fan der ersten Stunde bleibe ich weiterhin treuer Fan der Serie, nur inzwischen auf der PS3. Das geniale an OPF war die Authentizität der Missionen mitsamt realistischen Lauf/-Fahrwegen in langen Missionen und realistischem Treffergrad und wenn man dann die Koop Kampagne im Harcoremodus mit einem Leben und wenigen Treffern spielt wirds richtig genial, authentisch und realistisch. Das sich die spielerische und taktische Freiheit immer weiter einschränkt ist sehr bedenklich und die falsche Richtung, denn das ist ein Kernpunkt des UR OPF und mitverantwortlich für den hohen Realismusgrad und "das Besondere" der Serie. Die sehr schlechte Team KI ist dagegen im Einzelspieler wohl nicht mehr vertretbar und sollte dringend verbessert werden. Ich bleibe trotzdem OPF Fan! :thumbup:

  • schade, denn mit 15 stunden spieldauer ist es heutzutage schon ein unikum.
    wäre da der SP nur nicht so verhunzt worden.

  • Kommt ein Videotest?

  • Ist ja modern dass man alte bekannte Marken nimmt und dann mit "neuen Ideen und modernisiert" auf den Markt bringt. Hier sollte man als Fan des ersten Teils die Finger davon lassen, alle anderen könnten im MP durchaus ihren Spaß haben.

  • Es gibt ArmA2, DAS ist OFP, heißt aber nur anders wegen Markengedöns daß keinen interessiert. Und das ist lebendig wie nie, wird dauernd gepatcht, es gibt fantastische Mods, vor allem im MP-Bereich. Da kann man mit 64(!) Spielern im Koop zocken und gemeinsam eine ganze Insel erobern, und das volldynamisch, entweder gegen die (ordentliche) KI oder gegen menschliche Mitspieler.

    Was um Himmels willen soll ich also mit DIESEM Mist? :D

  • Wie man eine einst so fantastische Serie so verhunzen kann.

    Das Spiel ist nur Kriegsentusiasten zu empfehlen und auch solche sollten sich den Kauf lieber zweimal überlegen.

Informationen zu Operation Flashpoint: Red River

Titel:
Operation Flashpoint: Red...
System:
PC PlayStation 3 Xbox 360
Entwickler:
Codemasters
Publisher:
Codemasters
Genre:
First-Person-Shooter
USK/PEGI:
Ab 16 Jahren / 18+
Spieler:
Offline: 1 / Online: 2-4
Release:
20.04.2011
Off. Seite:
Watchlist:
In Watchlist eintragen

Systeminfos:

PC

  • Betriebssystem: Windows 7 / Vista / XP mit Service Pack 2
  • Prozessor: 2.4 GHz Dual Core
  • Festplattenspeicher: 6 GB
  • Arbeitsspeicher: 1 GB RAM
  • Grafikkarte NVIDIA Geforce 7800 oder vergleichbar
  • Soundkarte

Features:

PC Xbox 360 PlayStation 3

  • besonders anspruchsvoller Schwierigkeitsgrad wählbar
  • hoher Realismusgrad
  • online bis zu drei Mitspieler

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