Test - Onimusha 3 : Spiel der Woche 30/04

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Samurai-Held und Monsterjäger Samanosuke ist zurück, um dem untoten Bösewicht Nobunaga erneut den kalten Hintern zu versohlen. Ob dabei der dritte 'Onimusha'-Teil die beiden Hit-Vorgänger tatsächlich überflügeln kann und was der französische Filmstar Jean Reno mit dem neuen actionlastigen Samurai-Abenteuer zu tun hat, verraten wir im folgenden Text.

Fröhliche Zeitreise in die Stadt der Liebe

Nach zwei überaus erfolgreichen Teilen der 'Onimusha'-Reihe erscheint nun die dritte und abschließende Episode der Serie. Wenig überraschend lässt es Capcom beim letzten Teil des Millionenhits noch mal so richtig krachen. Erfreulicherweise scheute man außerdem nicht davor zurück, einige massive, aber positive Änderungen im 'Onimusha'-System vorzunehmen. Und um eines vorwegzunehmen: Den Entwicklern ist mit 'Onimusha 3' erneut ein echter Volltreffer gelungen.

Doch kommen wir erstmal zur Story. Diese wird mit einem absolut beeindruckenden Renderintro gestartet und während des Spielgeschehens in Form von Ingame-Zwischensequenzen weitergesponnen. Der Held des Spiels ist Samanosuke Akechi – Fans der Reihe bestens bekannt aus dem Erstling. Im feudalen Japan muss er erneut gegen den Dämonenfürst Nobunaga antreten, da dieser auferstanden ist und mit seiner untoten Armee einmal mehr das Land verwüstet. Doch als sich der Samurai mitten in einem Duell befindet, öffnet sich ein Zeittor und Samanosuke landet unfreiwillig im heutigen Paris. Allerdings fühlt er sich schnell wie zu Hause, denn auch hier toben die Schergen Nobunagas und legen Frankreichs Hauptstadt in Schutt und Asche. Zugleich wird der wortkarge und ruppige Polizist Jacques Blanc aus dem Paris des dritten Jahrtausends herausgerissen und reist in das Japan des 16. Jahrhunderts. Beide Charaktere versuchen nun in ihrer Zeit gegen die vielen Monster anzukämpfen, Nobunaga zu finden und in ihre Zeit zurückzukehren. Nach und nach entdecken sie ein großes Komplott von Nobunagas Leibwissenschaftler Guildenstern, der an der Zeit herumpfuscht.

Zwei Filmstars auf Dämonenjagd

Wie schon in den Vorgängern sicherte sich Capcom die Zusammenarbeit mit einem japanischen Filmstar. Für Samanosuke wurde Takeshi Kaneshiro digitalisiert und in die Videospiel-Samurairüstung gezwängt. Für den Franzosen Jacques konnte man den französischen Schauspieler Jean Reno verpflichten, den man aus Filmhits wie 'Léon - Der Profi', 'Mission: Impossible', 'Godzilla' oder 'Die purpurnen Flüsse' kennt. Allerdings kann man nicht wählen, mit welcher Spielfigur man in die Schlacht zieht. Die Handlung ist streng linear und wechselt je nach Abschnitt zwischen dem heutigen Paris und dem alten Japan und somit auch zur jeweils anderen Figur. In einigen wenigen und kurzen Abschnitten steuert ihr außerdem Michelle, die Verlobte von Jacques, die mit dicken Wummen kräftig in der Monsterhatz mitmischt, obwohl sie eigentlich auf Jacques Sohn Henri aufpassen sollte. Eine weitere wichtige Figur ist das feenhafte Wesen Aku. Diese beflügelte Dame kann durch die Zeit reisen und unterstützt Samanosuke und Jacques. Sie findet beispielsweise versteckte Items, transportiert wichtige Gegenstände durch die Zeit, dient als mediales Sprachrohr und kann sogar mit speziellen Westen ausgerüstet werden. Das richtige Kleidungsstück vorausgesetzt, lädt sie die Energie der Helden auf oder verrät die Energie der Feinde.

Das Spielprinzip von 'Onimusha 3' hat sich auf den ersten Blick kaum verändert. Ihr stapft mit Samanosuke bzw. Jacques aus der Thirdperson-Sicht durch die Gegend und metzelt unzählige Monster. Diese hinterlassen Seelen-Extras, die - je nach Farbe - im Shop gegen Waffen-Upgrades ausgegeben werden können, die Energie auffrischen, die Extra-Move-Leiste füllen oder es den Helden sogar ermöglichen, sich auf Knopfdruck kurzzeitig in einen mächtigen Superkrieger zu verwandeln. Neu ist die Steuerung, die nun endlich den Analog-Stick unterstützt. Das Kampfsystem ist recht einfach ausgefallen, da ihr selbst mit Button-Smashing einigermaßen vorankommt. Nach und nach lernen die beiden Helden aber neue Bewegungen, die etwas Tiefe ins Geschehen bringen. So lassen sich Angriffe abwehren, im richtigen Moment Konterattacken starten oder Ausweichmanöver vollführen.

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