Special - Kaufberatung 4K-Fernseher : Mit diesen UHD-Geräten ist Weihnachten gerettet!

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    UHD - Oberklasse

    Ein wenig Luxus: LG OLED55B7D

    Preis: ca. 1.800 Euro

    Jetzt wird es langsam teuer, denn es geht um OLED-Bildschirme, und die kosten eine ganze Stange Geld. Das ist zwar nicht ungerechtfertigt, aber dennoch reißt der Genuss ein ordentliches Loch in den Geldbeutel. Sei es drum, man gönnt sich ja sonst nichts und mit sagenhaften 21,3 Millisekunden Eingabeverzögerung im Spielemodus werden Gamer eine wahre Freude mit LGs Spitzengerät haben.

    Superdünn, superstylisch, superleistungsstark. Allein der Schwarzwert bringt euch zu Recht um eure wohlverdiente Kohle, denn ein so tiefes, absolut sattes Schwarz können nur OLED-Fernseher abliefern. Warum? Die heller angezeigten Pixel eines dargestellten Bildes sind selbstleuchtend und müssen nicht durch Hintergrundbestrahlung verstärkt werden. Dunkle Pixel leuchten überhaupt nicht und können somit zu keinem. Zeitpunkt gräulich erscheinen.

    Ein Umstand, der ganz besonders der HDR-Darstellung zuträglich ist. Aufgrund der völlig anderen Leuchttechnik greift die Nits-Skala (oder besser gesagt der Richtwert von 1.000 Nits) nicht mehr, denn die selbstleuchtenden Pixel erreichen auch bei geringerer Helligkeit einen optimalen Kontrast. LGs B7D-Modell schießt sogar über das Ziel hinaus und unterstützt dank rechnerischer Zauberei neben HDR-10 schon Dolby Vision, obwohl nur ein 10-Bit-Display verwendet wird. Damit schlägt es sogar einige teurere Fernseher der Mitbewerber.

    Die große Frage ist natürlich, ob dies den hohen Preis rechtfertigt. Als PS4-Pro- oder Xbox-One-X-Nutzer benötigt man kein Dolby Vision. Nur, warum solltet ihr euch den Spaß beim Filmeschauen verwehren? Und wer weiß schon, was die Zukunft bringt? Schon jetzt unterstützen einige Blu-ray-Filme sowie gestreamte Inhalte auf Netflix und Amazon Prime das Dolby-Vision-Format. Die nächste Konsolengeneration tut das womöglich ebenfalls. Im Vergleich mit den Mittelklassemodellen von Samsung und Sony werden euch auch die Kontraste in mäßig auf HDR-10 optimierten Spielen schärfer ins Auge fallen. Der Unterschied ist sicherlich nicht haushoch, aber gerade in dunklen Zimmern erkennbar.

    Das 2017er-Modell verfügt (anders als der Vorgänger) über alle Luxusvorteile, die das oben erwähnte Samsung-Gerät mitbringt, beispielsweise einen Dual-Tuner und die damit verbundene Möglichkeit, Fernsehinhalte auf einer Festplatte oder einem schnellen USB-Stick zu speichern. Lediglich die verbaute Soundlösung überzeugt nicht vollends und eine etwas aufgeräumtere, um nicht zu sagen modernere Fernbedienung wäre sicher nicht schlecht. Sollte euer Bankkonto die Anschaffung verkraften, so raten wir euch zum Kauf dieses Geräts. Es mag in der Preis-Leistungs-Kategorie nicht ganz so exzellent dastehen wie das zuvor empfohlene Samsung-Modell, bringt euch aber einen sichtbaren Qualitätszuwachs dank der OLED-Technik. Wer kann, der kann!

    Die Crème de la Crème: Sony KD55A1 OLED

    Preis: ca. 2.400 Euro

    Dieser Fernseher geht weit über das funktionale Fernsehen oder Spielen hinaus. Er ist ein Kunstwerk für sich mit atemberaubendem Design. So hauchdünn und flach wie er ist, kann man ihn von der Seite kaum noch sehen. Die komplette Technik samt Tieftöner für den Sound sitzt im Ständer hinter dem eigentlichen Panel. Darum zieht er selbst in ausgeschaltetem Zustand sämtliche Blicke auf sich, völlig gleich ob in der 55-Zoll-Ausführung oder in der gängigeren 65-Zoll-Variante, die das Portemonnaie allerdings noch heftiger strapaziert.

    Drei große Scheine solltet ihr für den 65-Zöller einplanen. Ein Grund dafür ist, dass das Gerät für die Wiedergabe von Höhen und Mitten ganz ohne normale Lautsprecher auskommt. Höhen und Mitten für den Sound werden durch Schwingungen des Panels erzeugt. Nur Tiefen kommen über den zusätzlichen Subwoofer. Nobel, nobel!

    Ob euch diese Äußerlichkeiten und Funktionen so viel Geld wert sind, müsst ihr entscheiden, denn dieses Sony-Prachtstück ist zwar technisch besser als der zuletzt vorgestellte LG-Fernseher, aber nicht sehr viel und auch nicht auf jeder Ebene. Im für Spieler wichtigen Segment der Eingabeverzögerung stellt er sogar die schlechteste Wahl aller in diesem Special vorgestellten Bildschirme dar. Ganze 47,5 Millisekunden benötigt er für die Darstellung im Spielemodus. Das ist für Gaming-Sitzungen noch immer gut genug, aber faktisch doppelt so lange wie mit den zuvor empfohlenen Geräten von LG und Samsung. Gerade bei Online-Spielen kann das das Zünglein an der Waage sein.

    Dies dürfte aber auch der einzige erwähnenswerte Schwachpunkt sein. Der Schwarzwert ist herausragend, was aber nicht verwundert, da der verwendete Bildschirm aus derselben Fabrikation stammt wie der, den LG einsetzt. Sony nutzt allerdings eine bessere Software für die Bildaufbereitung, was beim Spielen definitiv auffällt. HDR-10 und Dolby Vision werden von Haus aus unterstützt und erstrahlen in 800 Nits – was für einen OLED-Fernseher mehr als genug ist. Die Dolby-Vision-Unterstützung ist im Moment hingegen noch eine theoretische Angelegenheit. Das OS des Fernsehers basiert nämlich auf Android. Aufgrund von Lizenzstreitigkeiten zwischen Google und Dolby verzögert sich die Herausgabe des geplanten Firmware-Updates für die Dolby-Vision-Unterstützung. Es soll aber noch Ende 2017 ausgeliefert werden. Für Zocker kein Problem, da die aktuellen Konsolen wie erwähnt nur HDR-10 ausgeben.

    Für den Spielegenuss ausschlaggebend ist die Farbkraft dieses Fernsehers. Der für HDR optimierte Kontrast schlägt den aller anderen hier präsentierten Modelle problemlos, wenn auch keineswegs im selben Verhältnis wie beim Anschaffungspreis. Es sind eben die letzten Quäntchen Qualität, die am meisten kosten. Wer sich davon überzeugen will, braucht nur den nächstbesten Technikmarkt aufzusuchen. Dort wird der Sony KD55A1 OLED garantiert als Ausstellungsstück vorgeführt – und zwar mit Gran Turismo Sport in Dauerschleife.

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