Special - Kaufberatung 4K-Fernseher : Mit diesen UHD-Geräten ist Weihnachten gerettet!

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    UHD - Mittelklasse

    Der Preis-Leistungs-König: Samsung UE55MU8009

    Preis: ca. 1.100 Euro

    Eine satte Leistungssteigerung erlebt ihr in der Mittelklasse der UHD-TVs, die Samsung unserer Ansicht nach dominiert. Hier bekommt ihr am meisten Leistung für euer Geld. Fangen wir mit der für Zocker besonders wichtigen Eingabeverzögerung an. Mit 23,6 Millisekunden im Spielemodus liegt dieser 55-Zoll-Fernseher nur geringfügig über dem Einsteigermodell von LG. Dafür ist er in vielerlei Hinsicht deutlich moderner. Er verfügt beispielsweise über ein echtes 10-Bit-Display mit einer Leuchtkraft von 1000 Nits, wodurch er den HDR-1000-Standard erreicht. Eine Bildfrequenz von 100 Hertz sorgt für ein sehr stabiles Bild.

    Dieser Fernseher ist von vorne bis hinten stylisch, egal ob in der äußerlichen Form oder bei der Bedienungsoberfläche. Vier HDMI-Anschlüsse samt optischem Ausgang (Toslink) und Ports für USB-Sticks beziehungsweise eine Festplatte bietet die externe Anschlussbox, die den Rahmen des Geräts schlank hält und zugleich das Anschließen aller externen Geräte vereinfacht. Das TV-Programm aufzeichnen, während ihr spielt? Kein Problem! Dank des Dual-Tuners könnt ihr sogar aufnehmen und währenddessen auf einen anderen Sender schalten.

    Begeistert sind wir vom extrem guten Schwarzwert und von der hervorragenden Ausleuchtung. HDR-Kontraste wirken auch bei Tageslicht ungemein kräftig und stoßen damit in die Oberklasse vor, was nicht zuletzt auf das Konto des gut gelösten lokalen Dimmings geht. Samsungs Mittelklasse-UHD-Fernseher kommt fast an die Qualität eines OLED-Screens heran, obwohl „nur“ ein VA-Panel verbaut wurde. Das soll nicht heißen, dass es nicht noch besser ginge, aber angesichts des Preises von etwa 1100 Euro kann man wahrlich nicht meckern.

    Wir haben sowohl Gran Turismo Sport auf PS4 Pro als auch Forza Motorsport 7 auf Xbox One X für einen Test der HDR-Fähigkeiten herangezogen. Kurz gefasst: Uns sind beinahe die Augen durchgebrannt! Ein echter Genuss für diese Preisklasse. Auch hier solltet ihr nicht vergessen, die HDR-Kompatibilität für den genutzten HDMI-Anschluss zu aktivieren. Anders als bei früheren Samsung-Modellen ist das auf allen vier HDMI-Ports gleichzeitig möglich und auch der Spielemodus wird dabei nicht ausgeschlossen.

    Aber aufgepasst: Finger weg von der 49-Zoll-Variante, denn die grenzt an Ettikettenschwindel. Während alle Modelle ab 55 Zoll die oben genannten Eigenschaften mitbringen, ist die 49-Zoll-Variante eine Sparversion, die nur über einen 50-Hertz/8-Bit-Screen (mit FRC) verfügt. Dabei ist der Preisunterschied mit rund 100 Euro Abstand erstaunlich gering. Also noch einmal im Klartext: Ihr solltet ausschließlich die 55-Zoll-Variante (oder größer) in Betracht ziehen.

    Schwächen fanden wir zwar, aber nur geringfügige. Bewegt sich ein Objekt in einer ansonsten stillstehenden Szene extrem schnell, so kommt es zu leichten Ghosting-Effekten. In der Regel sind diese Ghosting-Effekte aber so schwach, dass man sie bei normalem Spielen nicht wahrnimmt.

    Der Standfuß könnte einen Tick stabiler sein (vor allem bei der 65-Zoll-Version) und die Rückseite des Fernsehers nervt durch eine Unebenheit zwischen der oberen und der unteren Hälfte. Wer das Gerät mit einer genormten Wandhalterung montieren will, muss im Baumarkt extra lange Schrauben für die beiden oberen Befestigungen der Montagestangen kaufen oder zur besonders teuren hauseigenen Wandhalterung von Samsung greifen.

    Die Mittelklasse-Farbschleuder: Sony KD55XE8505

    Preis: ca. 1.200 Euro

    Der zuvor vorgestellte Samsung-Fernseher und dieses 55-Zoll-Gerät von Sony liegen sowohl beim Preis als auch bezüglich ihrer Leistung sehr nah beieinander, was daran liegt, dass der Sony-Fernseher ein inzwischen im Preis gesenktes 2016er-Modell darstellt. Theoretisch hätte der Sony-Fernseher sogar einen winzigen Vorteil in der Farbdarstellung, denn der verbaute 10-Bit-Triluminos-Bildschirm wirkt noch einen hauch farbkräftiger als das ebenfalls farbstarke Panel des Samsung-Geräts. Allerdings erscheint er in hellen Umgebungen nicht übermäßig leuchtstark.

    Außerdem gibt es zwei weitere Faktoren, die diesem Sony-Modell die Preis-Leistungs-Krone rauben. Der erste ist für Zocker nicht unerheblich: Die Eingabeverzögerung liegt mit 31,1 Millisekunden im Spielemodus ein ganzes Stück hinter der Konkurrenz. Der Wert ist noch immer ziemlich gut, da er nur zwei Bildern bei 60 fps entspricht beziehungsweise einem Bild bei 30 fps. Hier kommt es auf euren Anspruch an und darauf, wie oft ihr online spielt, denn diese Verzögerung müsst ihr auf die Latenz des Controllers und die eurer Online-Verbindung dazurechnen. Da zählt jede Millisekunde. Außerdem ist auch dieses Modell nicht ganz frei von Ghosting-Effekten, wenn gewisse Umstände zusammenkommen.

    Der zweite leicht enttäuschende Faktor ist das überladene Android-Betriebssystem. Es bietet hohen Komfort durch viele nachträglich installierbare Apps und Funktionen, doch macht es die Bedienung des Fernsehers nach längerem Betrieb (oder bei Verwendung vieler Apps) recht träge.

    Könnt ihr mit diesen beiden Schwächen leben, so wird euch der Sony KD-55XE8505 voll zufriedenstellen. Sowohl der satte Schwarzwert als auch die kräftigen HDR-Kontraste gehören zum Besten, was diese Preisklasse auffährt, ganz besonders für Spieler. Nicht umsonst lässt Sony in Technikmärkten gerne eine Demo von Gran Turismo Sport in Dauerschleife laufen.

    Vier HDMI-Schnittstellen, ein Dual-Tuner samt Aufnahmefunktion und ein schöner schlanker Rahmen heben sowohl Funktionalität als auch Design auf ein ansprechendes Niveau. Einzig der Standfuß wirkt überdimensioniert grob.

    Warnung: Finger weg von der 65-Zoll-Version! Sie ist bei einigen Händlern viel zu teuer. Für denselben Preis erhaltet ihr einen erheblich besseren OLED-TV.

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