22.08.2012 - Andreas Ludwig
Schon Wochen vor dem Verkaufsstart tauchten die technischen Daten der GTX 660 Ti auf. Jetzt zeigt sich, dass sie überwiegend korrekt waren. Nvidia setzt bei der Pixelfabrik auf den bekannten GK104-Grafik-Chip, der mit seiner 28-nm-Struktur auch der Oberklasse (GTX 670, 680, 690) dient. Auf ihm lauern 3,54 Milliarden Transistoren, genau wie bei der GTX 670. Überhaupt sieht die GTX 660 Ti ihrer großen Schwester sehr ähnlich: Weil Nvidia die SMX-Blöcke für die GTX 660 Ti mit vergleichbarer Auswirkung abschaltet, verfügt die Kepler-Karte über dieselbe Anzahl an Ausführungseinheiten und ebenfalls über 1.344 Shader-Einheiten wie eine GTX 670.

Im Test: Gainward GTX 660 Ti mit den Referenz-Taktraten
Selbst bei den Taktraten herrscht große Einigkeit. Der Grafik-Chip fährt mit den gleichen 915 MHz Basis- und 980 MHz Boost-Takt durch die Spiele. Die besagten Textureinheiten (TMUs) bleiben unverändert bei 112. Letztendlich unterscheiden sich die beiden Pixelfabriken nur beim Speicher-Interface und den Raster-Operation-Processors (ROPs). Letztere wurden von 32 auf 24 heruntergesetzt. Das Speicher-Interface fällt mit 192 Bit (3 x 64 Bit) schmaler aus als die 256 Bit (4 x 64 Bit) einer GTX 670.
(zum Vergrößern auf die Tabelle klicken)
Gleich bleibt der 2.048 MB große GDDR5-Videospeicher mit effektiven 3.004 MHz Takt, obwohl bei der GTX 660 Ti ein Speicher-Controller wegfällt. Die gleiche Speichermenge erreicht Nvidia daher nur mit einem kleinen Trick: Normalerweise kümmert sich jeder 64 Bit breite Speicher-Controller um 512 MB Speicher. Folgerichtig sollte die GTX 660 Ti also auf nur 1,5 GB kommen. Um dennoch 2 GB zu erreichen, verwaltet einer der drei 64-Bit-Speicher-Controller mit 1.024 MB die doppelte Speichermenge, während sich die beiden anderen 64-Bit-Controller um die üblichen 512 MB kümmern.
Zumindest auf dem Papier ist das ein kleiner Nachteil, da einer der Speicher-Controller stärker belastet wird. Nutzen Spiele sehr viel Videospeicher, könnte es beim Nachladen zu kurzen Rucklern kommen. In unseren gleich folgenden Praxistests konnten wir diesen theoretischen Nachteil allerdings nicht bemerken, der, wenn überhaupt, ohnehin nur in sehr wenigen Situationen auftreten dürfte.
Jeder Hersteller setzt auf eigene Designs, bei den OC-Varianten (wie hier von Zotac, MSI und Asus) werden gerne Duallüfter genutzt
Nvidia liefert kein Referenz-Design aus, weshalb die Grafikkartenhersteller ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Es werden verschiedene Kühllösungen eingesetzt, außerdem tauchten bisher drei Versionen mit 3.072 MB Videospeicher auf - der zusätzliche VRAM dürfte aber keine nennenswerten Vorteile bringen. Gemeinsam haben alle, dass sie zwei 6-pin-Stromleitungen zum Netzteil benötigen.
Gewöhnlich löffelt die GTX 660 Ti 134 Watt aus dem Netzteil, wobei vereinzelte Modelle nach bis zu 165 Watt dürsten können. Die normale maximale Leistungsaufnahme (TDP), für die die Kühllösungen ausgerichtet sein sollen, gibt Nvidia mit 150 Watt an. Zum Vergleich: Die gewöhnliche Leistungsaufnahme der GTX 670 liegt mit 141 Watt (statt 134 Watt) nur sieben Watt über der GTX 660 Ti. weiter...
Preissenkung wegen HD 7950? [2]
Radeon HD 7950 vs. Geforce GTX 660 Ti
AMD-Preissenkung schlägt im Handel ein
Erste Version angeblich im Handel aufgetaucht
Nvidia Geforce GTX 660 Ti - Special [2]
Wir haben uns vier Partnerkarten geschnappt und sie verglichen. Eine davon entpuppt sich als eine der leisesten jemals...
Diesen Beitrag als Gast kommentieren
Noch keinen Account?
Hier kostenlos registrieren!
Passwort vergessen?
Kommentare zu Nvidia Geforce GTX 660 Ti
Ordentlicher Test Parcours.
Wenngleich ich beim Fazit, unter Contra, deine Ansicht nicht so ganz nachvollziehen kann...???
Contra
-starke Unterschiede bei den Kühlsystemen
Ist doch gut, wenn wir als Kunden eine grosse Bandbreite an Kühllösungen zur Auswahl haben.
Ciao
Deine Kritik ist berechtigt, dieser Negativpunkt war unglücklich formuliert und wurde nun angepasst. Gemeint ist damit, dass nicht jedes Kühlsystem eine gute Arbeit abliefert und dementsprechend nicht unbedingt empfohlen werden kann.
Fazit
Slü,Andreas.
Ordentlicher Test Parcours.
Wenngleich ich beim Fazit, unter Contra, deine Ansicht nicht so ganz nachvollziehen kann...???
Contra
-starke Unterschiede bei den Kühlsystemen
Ist doch gut, wenn wir als Kunden eine grosse Bandbreite an Kühllösungen zur Auswahl haben.
Ciao
Rockstar und PC Games...
Ds dr Mäxu numä mit dr 690er Flüssig louft... na ja
Mir kennäs ja fängs, di supi dupi RAGE Engine vo Rockstar.
Chnorzig umgsetztä (ev. sogar guet gmeint) Konsolä Portiärigä =/
Ich würde mit der Karte gerne meinen Alienware X51 aufrüsten. Dort dümpelt gerade eine GTX 555 vor sich hin, mit der ich nicht wirklich zufrieden bin. Aber weiß einer von euch, ob die vom Platz her dort reinpasst und ob ich anschließend ein neues Netzteil benötige? Weil der X51 hat ja glaube ich nur ein 330W Netzteil...
Ich bin auch empfindlich bei der Lautstärke. Die noch schnellere Alternative zu der GTX 660 Ti wäre eine Asus GTX 670 Direct CU II. Die ist selbst bei 100% Auslastung sehr leise und im Desktop-Betrieb nicht hörbar.
Für mich ist die Lautstärke am wichtigsten. Deswegen wirds wohl eine 660ti werden.
Gute Karte, wenn sie noch um 30-50€ im Preis fällt ist das wirklich unschlagbar im gehobenen Mittelklasse-Segment.
Sehr schöner Test! Das Leistungsranking finde ich besser als einzelne Benchmarks. Macht das bitte für alle Tests. Ich habe mir die Asus Direct top 2 bestellt und freue mich schon wie verrückt.