Special - Nvidia Geforce GTX 460 und 465 : Die Ausnahme-Geforce greift an!

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Auf dem (positiven) Tiefpunkt

Eine ganzes Dutzend Fleißpunkte darf sich die GTX 460 bei der Wärmeentwicklung ins Hausheft kleben. Egal ob Desktop-Modus oder Volllast: Immer bleibt sie kälter als jede andere aktuelle Grafikkarte. Nur 33 °C fließen im 2-D-Betrieb aus den Öffnungen, sogar im Vollbetrieb gehören 68 °C zum absoluten Kälterekord. Selbst die Radeons müssen hier, bis auf die schwächere HD 5770 unter Volllast, klein beigeben, ganz zu schweigen von der GTX 465 mit satten 86 °C im fordernden Betrieb - wie gesagt: typisch für Fermis der ersten Generation.

Trotz der hervorragenden Temperaturen bleibt der GTX-460-Lüfter schweigsam. Die 40 dB im Desktop-Modus können andere Radeons und Geforce-Karten nicht unterbieten. Im Lastbetrieb hängt sie ihre Mitbewerber sogar ein Stückchen mehr ab; kein anderer kann sich sonst bei 47 dB einpendeln. Das sind absolute Bestwerte, die selbst für diesen Lüfter ein überraschendes Ergebnis darstellen. Die Geforce GTX 465 kann hier nicht mal ansatzweise mithalten. Zwar muckt sie im Windows-Modus nur 2 dB mehr auf, wird dafür aber im Full-Modus mit 56 dB gut hörbar. Das Positive: Ihre High-End-Schwestern GTX 470 und 480 sind nochmals bis zu 12 dB lauter, weshalb sich selbst bei der GTX 465 eine Verbesserung zeigt.

Zweite Fermi-Welle im Praxistest

Beide Neulinge haben es nicht leicht. 15 aktuelle Grafikkarten treten gegen sie an, unter anderem die DirectX-11-Radeons aus der Serie HD 5000 sowie Nvidias GTX-Serie mit dem alten GT200-Grafikchip und gegen die bisherigen beiden Fermis aus dem High-End-Sektor. Gemessen wird die Performance im 3D Mark Vantage, dort mit drei unterschiedlich fordernden Leistungsindizes, sowie mit den beiden DirectX-10-Spielen Anno 1404 und Crysis Warhead. Für DirectX 11 hält der Shooter Battlefield: Bad Company 2 hin.

Als High-End-Prozessor bekommen die Grafikkarten Intels Core i7 975 Extreme Edition mit 4,12 GHz (31x Multiplikator) zur Seite gestellt, der mit Hyperthreading jeder Grafikkarte als perfekter Partner dient. Hinzu gesellen sich das Gigabyte GA-EX58 UD5 als Mainboard und 6 GB DDR3-1600 Arbeitsspeicher von Corsair im schnellen Triple-Channel. Das komplette Testsystem sieht so aus:

  • Prozessor: Intel Core i7 975 EE @ 4,12 GHz
  • Prozessorkühler: Scythe Mugen 2 Rev. B
  • Arbeitsspeicher: 6 GB Corsair Dominator (DDR3-1600C8)
  • Netzteil: Lian Li Maxima Force (750 Watt)
  • Mainboard: Gigabyte GA-EX58 UD5
  • Gehäuse: Lian Li PC-P80 Armorsuit
  • Betriebssystem: Windows 7 (64 Bit)
  • Grafiktreiber:
    Geforce 257.21, 258.80 (Nvidia)
  • Catalyst 10.3, 10.6 (ATI)

Für eine realitätsnahe Testumgebung verwenden wir die Auflösungen 1.280 x 1.024, 1.680 x 1.050 sowie 1.920 x 1.200 Pixeln, die relativ häufig zum Spielen verwendet werden. Im 3D Mark Vantage nimmt die Hardware-Belastung bei jeder Auflösung deutlich zu, da in den verschiedenen Modi fordernde Einstellungen hinzugefügt werden. In Spielen durchlaufen die Grafikkarten die Auflösungen mit keiner beziehungsweise einfacher Kantenglättung und maximal einstellbarer Kantenglättung (meistens achtfach AA).

3D Mark Vantage

Huch, ob das so geplant war? Die schwächer wirkende GTX 460 kann sich mit einem guten Vorsprung vor der auf dem Papier besser klingenden GTX 465 im synthetischen Benchmark platzieren, völlig egal in welchen Leistungsbereichen. Selbst im fordernden Extreme-Modus sieht man ihr nicht an, dass ihr ganze zwei Grafik-Cluster im Vergleich zur GTX 465 fehlen. Selbst die 768-MB-Version bleibt vor der GTX 465, wenn auch etwas knapper.

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