Special - Nvidia Geforce GTX 460 und 465 : Die Ausnahme-Geforce greift an!

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Die Folgen von Nvidias Schlankheitskur spiegeln sich schon bei der maximalen Leistungsaufnahme wider. Während die GTX 465 mit 1.024 MB Speicher und dem unveränderten GF100-Chip offiziell auf 200 Watt TDP kommt, genügen der GTX 460 mit GF104-GPU und 1.024 MB Speicher höchstens 160 Watt. Die 768-MB-Verwandtschaft verzichtet nochmals auf 10 weitere Watt, erreicht also maximal 150 Watt. Trotzdem werden in allen drei Fällen zwei zusätzliche 6-Pin-Stromanschlüsse fällig, obwohl man zumindest bei den 150 Watt auf einen zweiten Anschluss verzichten könnte - eventuell werden die Hersteller hier Hand anlegen.

Zotac Geforce GTX 465

GTX 460: deutlich kleiner, deutlich anders

Optisch scheint sich die Entschlackung zu lohnen. Die 25 cm Bordlänge einer GTX 465 kann eine GTX 460 um fast 4 cm unterbieten. Etwas mehr als 21 cm ragen die GF104-Kollegen in die Länge und zeigen sich zudem in einem völlig neuen Gewand. Statt des 65 mm breiten Radiallüfters einer GTX 465, der warme Luft aus den großen passiven Kühlkörpern durch die Lüftungsschlitze am oberen Slot-Blech bläst, setzt man bei der GTX 460 auf einen 75 mm breiten, mittig platzieren Axiallüfter. Vor allem in Sachen Lautstärke (dazu später mehr) könnte sich viel Positives tun, da größere Standardlüfter auf Grafikkarten erfahrungsgemäß leiser arbeiten.

An einem Dual-Slot-Design kommt allerdings auch die GTX 460 nicht vorbei. Auch sie benutzt das obere Slot-Blech für die Wärmeaustreibung der passiven Kühlkörper (wie bei der GTX 465 aus Kupfer), während auf dem unteren zwei Dual-Link-DVI-Anschlüsse und ein HDMI-(Mini)-Port lauern. Insgesamt wirkt die Optik der GTX 460 weitaus weniger bullig als die einer GTX 465 und geht eher in die Gestaltungsrichtung der ATI-Konkurrenten HD 5750 oder HD 5770.

Tabuthema Strombedarf

Die GTX 480 hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nur mit zitternden Händen wird der eine oder andere den Stromhunger dieser Fermi nachmessen wollen. Kann Nvidia diesen Fluch brechen? Mit der GTX 465 auf jeden Fall nicht. Wie bereits vermutet, entfaltet der GF100-Chip seine negativen Eigenschaften und saugt im Lastmodus weitaus mehr unsichtbares Gold aus dem Netzteil, als es ATIs leistungsmäßig überlegenes Flaggschiff Radeon HD 5870 jemals wagen würde. Im 2-D-Desktop-Betrieb, etwa auf der Windows-Oberfläche, greift der relativ gute Stromsparmodus, wobei auch hier etwas mehr geschluckt wird als bei den stärkeren Radeons. ATI hat in diesem Punkt bessere Hausaufgaben abgeliefert.

Anders sieht es bei der GTX 460 aus. Egal ob im Desktop-Betrieb oder Lastmodus: Der Fresstrieb beider Videospeicher-Versionen hält sich in Grenzen, mehr oder minder auf dem Niveau der ATI-Widersacher HD 5830 und 5850, die tendenziell nur ein paar Watt weniger für sich beanspruchen. Die abgeschalteten Cluster scheinen also ihre Wirkung zu zeigen, wobei immer noch viel Einsparpotenzial verschenkt wird - genauso wie bei ATI.

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