Preview - No one lives forever 2 : No one lives forever 2

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No one lives forever 2
Die Haarspraydose wird zum Schweißgerät.

Eine kleine Prise Rollenspiel
Auch die aus dem ersten Teil bekannten Geheimdienst-Objekte sind wieder zu finden, wobei diese eine neue Bedeutung bekommen haben. Die Entwickler haben dem Spiel nämlich einen Schuss Rollenspiel verpasst. So bekommt ihr für bestimmte Aktionen innerhalb der Missionen, aber auch für das Auffinden bestimmter Objekte, Erfahrungspunkte. Mit diesen könnt ihr nach und nach Cates Fähigkeiten aufmöbeln. So können in fünf Stufen Stealth, Ausdauer, Tragkraft, Zielgenauigkeit, Rüstungswert, Waffenhandling, Tool-Handling und Durchsuchen aufgemöbelt werden, was sich zum Teil darin auswirkt, dass das Öffnen von Türen oder Durchsuchen von Gegnern weniger Zeit in Anspruch nimmt oder das Nachladen einer Waffe schneller vonstatten geht.

Spürbar verbessert wurde auch die KI der zahlreichen Widersacher. Wie schon erwähnt reagieren diese stärker auf Geräusche und Bewegungen, geben sich aber allgemein auch agiler. Deckungen werden recht konsequent ausgenutzt, die Hechtrolle ist wieder dabei und auch Teamverhalten wie das Herbeirufen von Verstärkung spielt eine deutlich stärkere Rolle. Zudem versuchen Gegner auch immer wieder, euch in den Rücken zu fallen. Der Schwierigkeitsgrad des Spieles kann übrigens jederzeit geändert werden und wirkt sich vor allem auf den Schaden aus, den die Feinde bei Cate anrichten.

No one lives forever 2
Das gute alte Schneemobil wieder im Einsatz.

Grafik und Sound aufpoliert
Die eigentliche Präsentation des Spieles übertrifft den Vorgänger in vielen Belangen, wobei die Vorzüge von 'NOLF' konsequent ausgebaut wurden. Auf der akustischen Seite erwartet euch ein peppiger 60er Jahre-Soundtrack, der zudem sehr originell zu den jeweiligen Locations passt. Auch die legendär witzigen Gespräche der Gegner sind wieder zu finden, wobei die Sprachausgabe selbst sich auf hohem Niveau bewegt. So könnt ihr denn auch mal Ninja-Damen belauschen, die sich zum Shoppen verabreden wollen, was aber daran scheitert, dass eine der Kolleginnen noch einen Killer-Auftrag hat.

No one lives forever 2
Die volle Dröhnung für den Gegner.

Auch grafisch hat sich einiges getan. Die Levels und Texturen sind um einiges detaillierter, auch auf Schmankerl wie sich bewegende Grashalme wurde geachtet. Auch Cate persönlich hat in der Zwischenzeit offenbar einen Weg zum programmierenden Schönheitschirurgen gefunden und sieht noch um einiges fescher aus als im Vorgänger. Tadellos sind auch die Ausleuchtung der Levels, Wettereffekte und Special-Effects. Unterstützt wird das Ganze durch ein realistisches Physikmodell und auch die Animationen wirken um einiges besser als bei 'NOLF'. Schön zu sehen ist auch, dass der leicht comichafte Touch des Vorgängers wieder dabei ist und vor allem das Styling der 60er/70er Jahre wieder konsequent umgesetzt wurde.

Den Multiplayer-Modus konnten wir mit der vorliegenden Version leider noch nicht anspielen, aber auch hier scheint sich Großes anzubahnen. Glaubt man den bisherigen Ankündigungen, wird es einen Kooperativ-Modus geben, in dem bis zu vier Spieler gemeinsam spannende Missionen lösen können.

 

Fazit

Andreas Philipp - Portraitvon Andreas Philipp
Das sieht verdammt gut aus, was die 'NOLF'-Entwickler da auf die Beine gestellt haben. Die Grafik sieht um einiges besser aus und bietet wesentlich mehr Details und schönere Animationen. Zu gefallen weiß auch die in hohem Maß verstärkte Interaktion und der Umfang des Spieles. Auch die Orientierung in Richtung Stealth schadet dem Spiel in keinster Weise, im Gegenteil: dem Spieler werden weitaus mehr spielerische Möglichkeiten geboten. Vor allem aber freut mich, dass alte Tugenden wie der unverwechselbare 60er Jahre Agentenstil und der urige Humor des Vorgängers nicht zerstört, sondern zum Teil noch ausgebaut und mit viel Augenzwinkern präsentiert werden. Anders gesagt: da rollt ein echtes Shooter-Highlight auf uns zu!  

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