Special - Nintendo NX : Zwei Jahre Gerüchte

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Seit dem Erfolg der PlayStation 4 und der Xbox One ist Nintendo in Zugzwang. Die Absatzzahlen der Wii U außerhalb von Japan sind im Vergleich zur Konkurrenz nicht der Rede wert, die meisten Third-Party-Entwickler unterstützen die Heimkonsole von Nintendo nicht mehr. So ist es kaum verwunderlich, dass wir seit über zwei Jahren anhand von Gerüchten über ein mögliches Comeback des großen N spekulieren. Jüngst soll eine Umfrage der GfK neue Details der NX verraten haben. Der Berg an unbestätigten Gerüchten wächst und wächst. Wir verraten euch euch, was wir bisher über die NX wissen – und was nicht.

Es hört sich toll an: Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts GfK, das im Auftrag von Nintendo arbeitet, soll die NX unter anderem ein Achievement-System unterstützen, Videostreaming in Ultra HD mit 60 Bildern in der Sekunde bieten, Spiele in 900p mit 60 FPS darstellen und eine Mischung aus Heimkonsole und Handheld sein. Als der entsprechende Screenshot dieser Informationen im Szene-Forum NeoGAF veröffentlicht wurde, verbreitete er sich im Netz wie ein Lauffeuer. Inzwischen kann man davon ausgehen, dass diese Informationen „reine Spekulation“ des Meinungsforschungsinstituts sind. Nintendo hält sich weiter bedeckt.

Der Anfang: Nintendo Fusion

Der erste Kontakt mit der Nintendo NX liegt bereits zwei Jahre zurück. Am 21. Januar 2014 berichtete Nintendo News von einem neuen Projekt, das eine Mischung aus Handheld und Heimkonsole darstellen sollte. Der Name Fusion stamme ursprünglich von einer Promotour, die Nintendo of America im Jahr 2003 veranstaltet hat. Eine nicht genannte Quelle habe jedoch bestätigt, dass der Nachfolger der Wii U dennoch den gleichen Namen tragen solle.

Zusätzlich erhielten die Kollegen eine Aufstellung der Hardware, die in Nintendo Fusion verbaut sein soll. Überraschenderweise decken sich diese Werte teilweise mit denen der GfK-Umfrage. Bereits vor zwei Jahren wurde über einen 4K-Port für das Terminal berichtet, die damals angegebene Hardware würde zudem mit ihrer Leistung eine Spielwiedergabe in 1080p mit 60 fps unterstützen.

Die Bestätigung der NX

Am 17. März 2015 bestätigte Satoru Iwata während einer Pressekonferenz offiziell ein „brandneues Konzept“ eines „dedizierten Spielesystems“ unter dem Projektnamen NX. Weitere Informationen zur Plattform sollen erst dieses Jahr folgen. Während derselben Pressekonferenz gab der Hersteller seine Zusammenarbeit mit dem Mobile-Entwickler DeNA bekannt. Hier enden alle offiziellen Informationen, die Nintendo über die NX herausgegeben hat.

Das Meer an Gerüchten schlägt seither immer größere Wellen. Angeblich soll die Konsole auf Android-Basis laufen, was jedoch durch einen Unternehmenssprecher dementiert wurde. Dann hieß es, Fabrikant Foxconn soll bereits im Oktober 2015 einen ersten Prototyp der NX fertigstellen. Erst jüngst meldete das japanische Unternehmen Nomura Securities, dass laut ihrer Analysten mit einer Präsentation anhand von Konzepten der NX im März dieses Jahres zu rechnen ist. Hinzu kommt noch ein Dutzend weitere Meldungen, auf die wir an dieser Stelle nicht weiter eingehen.

Der frühe Zaubertrick

Die Frage bleibt, warum Iwata vor einem Jahr die Arbeiten an der Konsole bestätigte, seitdem jedoch keine neuen Informationen rund um die Nintendo NX herausgegeben wurden. Iwata selbst sagte in einem Interview, er wollte zum damaligen Zeitpunkt betonen, dass sich Nintendo durch den Vorstoß auf den Mobile-Markt nicht aus dem Konsolengeschäft zurückziehen wird. Normalerweise hätte man die Entwicklung erst ein Jahr später ankündigen wollen. Er selbst sprach von einem „Zeigen eines Zaubertricks vor seiner eigentlichen Zeit“.

Man darf gespannt sein, was uns genau mit der NX erwartet. Trotz der frühen Ankündigung tappen wir im Dunkeln. Bis dahin müssen wir weiterhin angemeldete Patente des Herstellers interpretieren und können uns nur ein Wunschbild der kommenden Konsole machen. Sollte es sich bei der NX jedoch wirklich um einen Zaubertrick handeln, wird uns Nintendo dieses Jahr etwas präsentieren, mit dem wir in dieser Form wahrscheinlich nicht gerechnet haben.

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