Special - Nintendo Pressekonferenz : Special

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    Am Dienstag, den 17. Mai, lud Nintendo im Vorfeld der Electronic Entertainment Expo die versammelte Presse nach Hollywood ein und präsentierte im Hollywood & Highland Complex die kommenden Softwaretitel, neue Hardware und die zukünftigen Pläne. Den Anfang machte nach einer kleinen Verspätung der Nintendo-Präsident Iwata gefolgt von Reginald Files Aimes mit seinem berühmten „Kick ass and take names“.

    Anschließend ließ man sich nach einigen Verkaufszahlen bejubeln und wies dabei auf insgesamt 2 Milliarden verkaufte Spiel hin, die seit dem Launch des ersten Nintendo-Systems, also in rund 20 Jahren, an den Mann gebracht wurden. Zudem platziert sich Nintendo selbst unter den Top 2 der Konsolenhersteller und Softwarepublisher weltweit. An dieser Stelle verdeutlichte man die Vormachtstellung im Handheld Bereich mit rund 28 Mio. verkauften Game-Boy-Advance- sowie 5 Mio. Nintendo-DS-Handhelds. Damit besitzt Nintendo auch rund 94% des Mobile Gaming Markets und darf sich bisher zweifellos über einen großen Erfolg in diesem Segment freuen.

    Nach den Zahlenspielereien heizte der DJ David Holland dem Publikum mit einigen Musiktracks ein, die allesamt dem ziemlich kreativen Titel ’Elektroplankton’ entstammen. Hier lassen sich auf dem Nintendo DS verschiedene Aktionen und Abläufe von Tieren, Pflanzen und Objekten scripten, wobei jede Aktion unterschiedliche Geräusche erzeugen kann. Was David Holland hier geschaffen hat, wirkte jedenfalls auch sehr überzeugend und die elektronischen Klänge aus dem Spiel sorgten für Laune. Besonders die treibenden Bässe gepaart mit typischen Konsolenspiel-Samples gefielen recht gut.

    Anschließend ließ Nintendo mit den News zu seinem Onlinesystem die Bombe platzen. So baut man hier auf ein WiFi-Netzwerk auf, das zusammen mit Gamespy betrieben wird. Der Onlinedienst soll, angefangen beim heimischen WLAN-Netzwerk bis hin zu öffentlichen WLAN-Hotspots, überall Zugangsmöglichkeiten bieten. Eine Breitband-Verbindung soll laut Nintendo nicht nötig sein. Damit es auch keine Startschwierigkeiten beziehungsweise genug Gründe für das WiFi-Netzwerk gibt, arbeiten rund 25 Publisher/Entwickler an entsprechenden Softwaretiteln. Unter anderem werden hier 'Animal Crossing', ein exklusives 'Tony Hawk'-Spiel und 'Mariokart' zu den stärksten Zugpferden gehören und sollen bis zum Ende des Jahres verfügbar sein. Damit lässt sich auch darauf schließen, dass bis dahin auch der Onlinedienst seine Pforten öffnen und Nintendo-Spieler aus aller Welt empfangen wird.

    Weiter ging es mit einer Präsentation des recht ungewöhnlichen, aber bereits bekannten Spiels ’Nintendogs’, bei dem ihr selbst einen Hund aufziehen und dressieren könnt. Hier stellte Tina Wood vom G4 Network Magazin ihren virtuellen Welpen vor und belustigte das Publikum mit allerhand Tricks, auch wenn ihre Hündin nicht alles mitmachen wollte. An dieser Stelle kam auch Miyamato ins Spiel und zusammen präsentierte man die WiFi-Verbindung von ’Nintendogs’.

    Die großen Hardware-Überraschungen hat sich Nintendo selbstverständlich aufgehoben und so präsentierte man neben dem Nintendo Revolution auch den neuen GBA Micro, der eine extrem kleine Version des GBA darstellt. Der kleine Handheld, der im übrigen auch über austauschbare Covers verfügt, spielt alle GBA-Titel und passt wirklich in jede noch so kleine Hosentasche. Passend dazu liefert man mit dem Nintendo Revolution auch die bisher kleinste Nintendo-Spielkonsole, die beim Publikum sehr gut ankam und besonders mit dem Design für viel Beifall sorgte. Die Hardware enthält, wie schon bekannt, eine IBM CPU, einen ATI Grafikchip, 512MB Flashspeicher und die Möglichkeit, auch Daten auf SD-Cards zu speichern. Dazu gesellen sich zwei USB-Ports und, wie schon gesagt, die obligatorische WLAN-Unterstützung. Zudem dürften sich Multimedia-Fans besonders über die Kompatibilität des Gerätes freuen. Neben GameCube- und Revolution-Spielen frisst die Konsole mit ihrem 'Slot In'-Laufwerk sowohl die 8cm Mini-DVDs als auch herkömmliche 12cm DVDs und bietet auch Download-Titel an. Hier werden NES, SNES und N64 Spiele angeboten, die wahrscheinlich über einen Emulator gespielt werden. Näheres hat man hier nicht gezeigt. Es wurden auch keine Revolution-Titel gezeigt. Vom Pad gab es leider ebenfalls nichts zu sehen. Jedoch gehen wir davon aus, dass man hier, ebenso wie bei der Konkurrenz, auf WiFi-Controller setzt. Man steckte aber wie bei Microsoft und Sony die Zielgruppe weiter ab und will, angefangen bei den sogenannten Core und Casual Gamers, auch die New Gamers ansprechen. Hier sprach Nintendo vom 'All Access Gaming' und will damit auch den Mainstream-Markt bedienen.

    George Harrison sprach über die Software und zusammen mit einigen Videos stellte man einige bekannte sowie auch neue Titel vor. Hier wird, abgesehen von den lang erwarteten Spielen wie zum Beispiel ’Killer 7’, wieder einmal stark auf Mario gesetzt. Neben ’Mario Baseball’ und ’Mario Party 7’ können sich Fans des Klempners über ’Dance Dance Revolution Mario Mix’ freuen. Zu guter Letzt gab es noch einen längeren Trailer von ’Zelda Twilight Princess’ zu sehen und Eiji Aonuma ließ sich höchstpersönlich auf der Showbühne blicken. Netterweise spendierte Nintendo zusammen mit den Pressemappen Nintendo-DS-Cartridges auf denen ein ’Zelda’-Trailer enthalten ist.

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