Special - Phänomen Switch : Warum sie sogar die PS4 schlägt

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Nach der Wii U galt Nintendo als Fossil. Die Switch entwickelt sich inzwischen aber so prächtig, dass der Erfolg nicht nur das eigene Unternehmen überrascht. Warum legt die Switch auf einmal den besten Konsolenstart seit Langem hin?

Noch zu Zeiten der Wii U wurden Nintendo wieder die typischen Untergangsszenarien prophezeit. Das Unternehmen sollte endlich seine zweifellos sehr starken Marken freigeben und lieber nur noch als Drittentwickler in Aktion treten. Mal ehrlich: Es sah düster aus und jedem war klar, dass vom Erfolg der Switch einiges abhängen würde. Als die Konsole dann am 3. März in den Regalen stand, wurde sie vorzeitig zur Totgeburt erklärt angesichts ihres dünnen Launch-Line-ups, das abgesehen von The Legend of Zelda: Breath of the Wild, das zudem für die Wii U veröffentlicht wurde, nur wenige gute Verkaufsargumente vorzuweisen hatte.

Schnitt: Nun, vier Monate nach dem Launch, ist die Switch noch immer ein dermaßen begehrtes Objekt, dass Nintendo kaum mit der Produktion hinterherkommt und die meisten, die die Konsole gerne in Händen halten würden, leer ausgehen. Aber woran liegt das? Wie schafft es die Switch, den bisher erfolgreichsten Verkaufsstart in der Geschichte von Nintendo hinzulegen und sich in wesentlich kürzerer Zeit, zumindest in Japan, weit schneller zu verkaufen als sogar die PlayStation 4? Für das kommende Jahr prophezeien Analysten bereits mehr neue Switch-Besitzer als Xbox-One-Käufer. Letzteres ist in Anbetracht mangelnder Exklusivtitel für die Xbox wohl eine ziemlich sichere Prognose.

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Aber das ist nicht der einzige Grund. Nintendo tat gut daran, so lange über die Beschaffenheit der Switch zu schweigen. Denn das Konzept ist durchdacht und füllt seine Nische, die es zweifelsfrei gibt, perfekt aus. So gut, dass kein Platz für einen Nebenbuhler ist. Die Switch ist für PS4-Besitzer die Zweitkonsole der Wahl. Die Exklusivtitel, die es wirklich nirgendwo anders gibt und die genau die Brücke zwischen Handheld und TV-Konsole schlagen, verschaffen ihr die Daseinsberechtigung – gerade in Japan, wo man eher unterwegs zockt. Ab und zu werden große Titel wie Zelda dann auch mal in der vollen Pracht des Fernsehers begutachtet.

Das Konzept als Eigenwerbung

Klar, die Switch ist perfekt auf den japanischen Markt zugeschnitten, aber auch hierzulande kommt das Konzept an. Das liegt vermutlich auch an seiner vorgesehenen Art der Verbreitung. Das Konzept des Teilens ist modern und nah an der digitalen Lebenswirklichkeit und die perfekte Werbung für Nintendo, möglichst viele potenzielle Käufer zu erreichen.

Ich erinnere mich, wie schnell bei uns in der Redaktion Begehrlichkeiten geweckt wurden, sobald die Joy-Cons erst einmal weitergereicht wurden. Auf einmal hatte fast ausnahmslos jeder eine Switch. Das spiegelt sich auch darin wieder, wie erfolgreich sich Mario Kart 8: Deluxe, im Grunde lediglich ein aufgewerteter Wii-U-Port, schlägt. In manchen Ländern überflügelt es sogar den eigentlichen System-Seller Zelda.

Nintendo Switch - Summer 2017 Promo Trailer
Zur Switch hat Nintendo vor der E3 nun einen Promo-Trailer in Sachen Sommer-Programm 2017 veröffentlicht.

Kein Wunder, dass der eShop voller Multiplayer-Titel ist. Mario Kart, ARMS, Street Fighter, NBA Playgrounds und viele weitere sind perfekt dazu geeignet, einem Freund den Controller in die Hand zu drücken und zusammen loszuzocken. Das weckt Gefühle wie beim guten alten Couch-Mehrspielermodus von früher. Wieder einer angefixt. Das Sharing-Konzept hätte aber durchaus in die Hose gehen können, wäre es komplizierter ausgefallen, egal ob am Fernseher oder unterwegs. Die Barrierefreiheit der Hardware ist nicht nur zweckdienlich, sie überrascht, und darum geht es beim ersten Eindruck.

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