11.09.2012 - Andreas Philipp
Schon beim Blick auf die Menüs fällt auf, dass sich EA nicht auf den Lorbeeren des Vorgängers ausgeruht hat, denn einige neue Spielvarianten haben sich eingeschlichen, beziehungsweise Erweiterungen verschiedener Modi. Für Solisten interessant ist der Bereich NHL Moments. Hier erlebt ihr derzeit 24 entscheidende Spielszenen der vergangenen NHL-Saison, die ihr in vier Schwierigkeitsgraden nachspielen könnt. Ergänzend sollen in der kommenden Saison weitere Herausforderungen zum Download bereitgestellt werden, sofern es nicht doch noch zum befürchteten Lockout kommt. Als Belohnung winken zusätzlich EA Pucks, die ihr im Ultimate-Team-Modus für neue Kartenpacks ausgeben könnt.
Ebenfalls neu ist GM Connected. Dabei handelt es sich quasi um eine Online-Variante des normalen GM-Modus, in welchem ihr als Spieler oder Coach mit euren Freunden oder anderen Mitspielern in einer eigenen NHL mit 30 Teams spielen könnt. Bis zu 25 Spieler pro Team können daran teilhaben, also 750 in einer Liga. Der flüssig laufende Online-Modus bietet eine Menge Spielvarianten, vom Hockey Ultimate Team über Versus-Matches bis hin zum Teamplay, bei dem jeder Mitspieler einen Spieler auf dem Eis steuert. Neu dabei ist noch die EA Sports Arena, in der Turniere um Preise ausgetragen werden.
Ansonsten wird alles das geboten, was uns bereits im letzten Jahr erfreut hat. Das übliche schnelle Spiel ist vorhanden, ebenso wie Playoffs oder das Winter Classic, bei dem neben dem bekannten 2011er-Spiel nun auch das 2012er-Match der Philadelphia Flyers gegen die New York Rangers dabei ist. Zudem könnt ihr nun auch benutzerdefinierte Teams in das schöne Winterstadion schicken. Ansonsten sind die üblichen Spielmodi dabei: Be a GM, Be a Pro, Legend, Playoff, Saison, Turnier, Training und Shootout.
In einigen Modi wurden kleinere Veränderungen durchgeführt. Im Be-A-Pro-Modus scheucht ihr wie gewohnt einen selbst erstellten Spieler durch die Karriere, wobei ihr wahlweise in CHL, AHL oder NHL startet. In den Spielen verdient ihr euch Upgrade-Punkte, mit denen ihr eure Fähigkeiten verbessert, wobei wir den Eindruck haben, dass die erzielbaren Punktzahlen in diesem Jahr um einiges erhöht wurden. Vermutlich, da die Spielerwerte generell mehr Einfluss haben, aber dazu später mehr. Bei der Spielererstellung fällt übrigens auf, dass ihr erstmals auch weibliche Spieler erstellen könnt.
NHL 13 - Hockey is back, start your Season Trailer
Der Start der neuen Saison [1]
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Kommentare zu NHL 13
Gestern durfte ich online gegen den Kumpel spielen. Wir kennen die Vorgänger aus unseren "Echtzeitspielen" (sprich 3 x 20 min) auswendig.
Das Spiel wirkt dank der neuen Skateengine und den vielen Animationen realistischer als NHL 12. Mit Schweizer Teams zu spielen, bereitet online nach wie vor keine Freude und erinnert mehr an Frauenhockey. Checks können kaum gemacht werden, hier hilft nur offline spielen mit veränderten Einstellungen.
Auch wenn ich noch keine Saison absolviert habe, kann ich bereits einigen Punkten von ChrigiS_360 zustimmen. Mir sind noch komische Bewegungen auf dem Boden aufgefallen, wenn mal wider erwarten ein Check funktioniert hat.
Noch unsicher ob gut oder schlecht bin ich beim "Boost". Dies ist nur gut, wenn die Spieler anschliessend elend müde sind und ich somit nur selten in Versuchung komme. Nicht wie bei FIFA, wo ich den "Boost-Button" vor Spielbeginn ankleben könnte.
Nur um das am Anfang gleich festzuhalten. Ich habe nun eine ganze Saison im Be A GM Modus gespielt auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad, meine Aussagen beziehen sich also nur auf diesen Teil des Spiels...
NHL ist für mich ohne Zweifel das beste Sportspiel für Konsolen und es macht Spass, trotzdem hat es dieses Jahr sehr viele nervige Kleinigkeiten, die das Spielerlebnis beeinflussen. (Ich habe die erste Hälfte der Saison mit einer Preview Vollversion gespielt und danach die originale Vollversion gezockt.)
- Grafikfehler; ziemlich üble Grafikschnitzer nach Torerfolgen, die Spieler können mit ihren Körper durch die Bande glitchen, was heisst können, wenn man zur Bande fährt, geht ein Teil des Körpers immer durch die Bande... (ich weiss ganz kleines Detail, aber einfach hässlich)
- Tore schiessen; Ich habe eigentlich nicht bemerkt, dass man die Tore mehr herausspielen muss, vielmehr werden eigene Treffer oft einfach nach einem Lucky Shot Prinzip erzielt... Kurze Erklärung, gegen schwächere Teams werden gut abgegebene Schüsse praktisch jedesmal in den Winkel gezirkelt und gehen auch rein, sobald man gegen ein besseres Team spielt kommen gleich abgegebene Schüsse nicht mal mehr aufs Tor, sondern fliegen entweder viel zu weit darüber oder am Tor vorbei.
- Torhüter; die Torhüter sind allerdings besser geworden, aber meistens nur die Keeper der K.I. Ich habe eine Vielzahl von Toren durch komische Schüsse zwischen Mittellinie und eigener blaue Linie erhalten, die zwar schon 1-2 mal reinkönnen, aber sonst eigentlich immer gehalten werden. (bezogen auf richtiges Eishockey).
- Strafen; völlig unausgewogen. z.B. in den Torhüter fahren (wenn Spiel noch läuft) sollte eigentlich mit Behinderung geahndet werden, was bei eigenem Verschulden auch meisten geschieht, die K.I. kann aber sogar den Torhüter so überfahren, dass er den Puck noch fallen lässt und nichts geschieht. Die K.I. hatte in 82 Spielen nicht eine Strafe für Behinderung, ich kassiere praktisch jedes Spiel eine...
Und was mich im Zusammenhang mit Strafen am meisten aufregt, ist die Tatsache, das nicht kontrollierte Spieler 2 min. Strafen kassieren und zwar immer schön in entscheidenden Momenten, da glaube ich schon bald nicht mehr an Zufall...
- Tor verschieben - ich verstehe ja, dass man immer realistischer werden will, aber jedes 3. Spiel 8-10 Torverschiebungen pro Spiel entspricht einfach nicht der Realität und nimmt 1. den Spielfluss und 2. verlängert die Spiele unnötig.
- Checken; vielmals wird der eigene Spieler bei einem selbst ausgeführten harten Check völlig unrealistisch fast 2-3 Ingame Meter nach hinten zurückgeworfen, was wie erwähnt nicht realistisch ist und so auch der K.I. ermöglicht wieder aufzustehen und weiterzuspielen als wäre nichts gewesen. Darüber hinaus enden fast jede K.I. Checks für den eigenen Spieler auf dem Eis, muss nicht erwähnt werden dass es umgekehrt, wie es eigentlich für Eishockey üblich ist nicht passiert.
- Scheibenqualität...; praktisch jedes Spiel geht eine Scheibe zu bruch, eigentlich ein nettes Feature aber viel zu oft und somit jenseits von Eishockeysport, gleiches gilt für den Stockbruch.
- Zum Schluss noch das K.I. Team von Vancouver (kommt aus der Gegend des Entwicklerstudios); völlig overpowered, die Spieler (vor allem die Sedin Brüder) sind mehr als 3x so schnell wie jeder andere NHL 13 Spieler, Trefferquote 50 Prozent, habe schon 2 Season Games gegen sie gespielt, wo ich nicht einmal einen Gegenspieler zu boden checken konnte. Das ist lächerlich und hat in so einem Spiel nichts verloren.
Zum Schluss sei nochmal erwähnt, ich liebe die NHL Reihe, ich spiele seit der ersten Stunde, und ich habe auch Spass an NHL 13, aber 90 Prozent ist nahe an Perfektion und gerade in diesem Jahr ist EA schon ein wenig entfernt von Perfekt.
Die Steuerung ist eigentlich seit ein paar Jahren weitgehend unverändert. Es gibt aber ein paar tutorials sowie Trainings, und eine Alternative 2-Button-Steuerung a la NHL 94. Für das volle spielerlebnis sollte man sich aber die Zeit nehmen, die volle Steuerung zu lernen. Ist auch gar nicht so überladen, nur etwas gewohnungsbedürftig, z.b. Weil viel mit dem rechten Stück gemacht wird (schiessen, checken).
Der Test macht definitiv Lust auf das Spiel! Meine Frage wäre, ob ich als NHL- Anfänger ebenfalls Zugang zum Spiel finden kann, da die Steuerung doch recht überfrachtet wirkt, wenn ich mir die möglichen Aktionen auf dem Spielfeld so anschaue. Oder gehört die NHL Reihe zu der Sorte Spiel die sich eher an erfahrne Veteranen der Serie richten?
Werde ich mal bei der Verkaufsversion im Auge behalten, hatten bisher nur die vorabtestversion und da erschien es nicht auffällig. Icing war allerdings in der Tat recht selten.
Hm. Test ist schön geschrieben und auch alles soweit, was mir aufgefallen ist auch richtig.
Aber: Es gibt kaum noch Icing! Da presst man wie ein wilder und die KI versucht immer noch das Spiel zu machen, obwohl ein Icing zu forcieren die logische Konsequenz wäre.
Ein weiterer Punkt: Die Torhüter halten den Puck nicht mehr fest. Sie fangen ihn, spielen sehr oft gleich zum eigenen Verteidiger weiter.
Dadurch hat das Spiel zwar weiterhin einen schönen Fluss, es kommt nicht zu unnötigen Zwischenszenen und Faceoffs, aber genau das würde das Spiel noch mehr zur Simulation weiterführen.
Als Gegenargument könnte man da natürlich wieder die individuelle Schieberegler erwähnen. Im Grunde kann man das Spiel nach dem eigenen Gusto einstellen. 88% :-)