09.06.2009 - Yves Günther
Der Bundesverband der Entwickler von Computerspielen in Deutschland, G.A.M.E., dem namhafte Firmen wie dtp, CDV und Frogster Interactive angehören, hat sich nun zu der Verbotsforderung der 16 Innenminister im Rahmen der Innenminister-Konferenz vom 5. Juni geäußert.
Stephan Reichart, Geschäftsführer des G.A.M.E. Bundesverbandes: "Es liegt nicht in der Kompetenz der Innenminister, solch ein Verbot zu beschließen, im Gegenteil: Die Innenminister überschreiten damit ihren verfassungsrechtlichen Kompetenzrahmen. Wenn überhaupt, könnten die Familienminister der einzelnen Bundesländer ein weitergehendes Verbot als das bisher bestehende für menschenverachtende Spiele fordern. Deutschland hat bereits alle rechtlichen Mittel, um menschenverachtende Medien zu verbieten und deren Verbreitung zu bestrafen!"
Reichart befürchtet darüber hinaus einen Image-Verlust der Spielebranche, speziell im Ausland: "Man argumentiert hier auf eine Weise, die man fast schon fahrlässig nennen kann. Im Ausland nimmt man nur wahr, dass in Deutschland keine Spiele für Erwachsene mehr hergestellt werden dürfen, die Diskussion dahinter kommt dort aber nicht an. Das schädigt das Image der wichtigsten Entertainmentbranche, auch den Studios, die zu 98 Prozent überhaupt keine Egoshooter herstellen. Automatisch muss sich jeder Hersteller rechtfertigen und erklären, was er da tut."
Einen Einfluss hätte ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot in Deutschland seiner Meinung nach sowieso nicht, da Ego-Shooter vor allem im Ausland entwickelt werden: "Sagen Sie Präsident Obama mal, dass seine Soldaten künftig kein America's Army mehr spielen dürfen oder er die Entwicklung von Counter-Strike oder GTA verbieten soll."
Einen Dialog über dieses Thema könne man in Deutschland zurzeit nicht führen: "Was hier gerade passiert, grenzt schlichtweg an Zensur - und auch die geplanten Netzsperren, zeigen eigentlich nur, dass die Parteien, die sowas fordern, in keiner Weise zukunftsfähig sind."
'Sondersteuer' auf Spiele - Stellungnahme von GAME
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Kommentare
Musst du immer das letzte Wort haben, mein kleiner Admin?! Pass auf, dass ich nicht meiner Bezeichnung nachkomme und dich mit Wiimotes bewerfe.
Ah ja. Wer mit dem Feuer spielt, na, du kennst den Spruch.
Also lass es bleiben.
Es schüttet bei Menschen meiner Art nun einmal bedeutend mehr Endorphine aus, wenn man sich mit einer solch kranken Aura umgibt...tatsächlich weiß ich vorher nie, ob ich "Digger" oder "*igger" meine. xD
@theme
Is das nich schon Schnee von letzter Woche? ^-^
Cryplex, wenn du deine Aussagen schon selbst zensieren mußt, dann sollte dir das vielleicht zu Denken geben.
Auf jeden, mein *igger!^-^
Na wenigstens mal ein Politiker der sich auf die seite von uns killerspielern stellt
Hier übrigens ein Kommentar von Jörg Tauss, seines Zeichens Bundestagsabgeordneter der SPD:
spdnet.sozi.info/bawue/tauss/dl/2009-06_Brief-Innenminister.pdf
Ein Killerspiele Verbot wird es in Deutschland genau so lange nicht geben, wie Horrorfilme ab 16 gezeigt werden dürfen. Und falls doch: Who cares? Dann kaufe ich meine Spiele eben bei Amazon.co.uk oder in Holland.
...und machst dich somit strafbar, weil im Falle eines solchen Verbotes recht sicher auch ein Einfuhrverbot dazu gehören wird. Also entweder spielst du auch in Holland oder machst dich strafbar.
"Haben sie was dabei? Haschisch, XTC, Killerspiele?"
nur europawahl war schon, die bundestagswahl steht noch ins haus, und für die sind die piraten noch nicht zugelassen. also unterschrift abgeben wenn du die piraten zur bundestagswahl haben willst
Im Prinzip stimme ich dem GAME Verband zu. Diese Mitteilung ist mir aber ein wenig zu schwarz weiß und wirkt auf mich sehr unreflektiert, so wie die Stellungnahme eines kleinen beleidigten Kindes. Schade, dass der Verband keine "guten" Rhetoriker hat. Was hat denn Obama damit zu tun, dass in Deutschland ein Killerspiele Verbot gefordert wird?
Außerdem wird sowieso genau das passieren, was ohnehin passieren wird: Das Verbot wird genauso im Sande verlaufen, wie das Paintball Verbot.
Die geplanten Netzsperren haben im übrigen rein gar nichts mit Killerspielen zu tun, sondern wollen die Verbreitung und den Konsum von Kinderpornographie einschränken. Dass die dazu verwendete Technik auch dazu führen wird, dass andere Webinhalte gesperrt werden können, und dass versierte Internetnutzer trotzdem weiter Kinderpornos anschauen können, macht die Umsetzung schon wieder Redundant. Aber es hält zumindest mal diejenigen, die einfach nur neugierig sind, ihre Neigung vielleicht gerade erst entdecken, davon ab, sich Kinderpornos anzuschauen. Und darum ist die Idee dieses Systems schon wieder gut. Denn wenn man damit nur ein einziges Kind davor beschützt missbraucht zu werden, rechtfertigt das meiner Meinung nach vollkommen die Sperrung einiger Internetseiten.
Interessant ist mehr die Frage, wozu das ganze dann in Zukunft eingesetzt wird. Immerhin hat es bis jetzt laut statistischem Bundesamt keine einzige INTERNETDURCHSUCHUNG gegeben, da man dieses MIttel nicht leichtfertig einsetzen möchte. Nicht alles was der Staat in die Richtung Internet beschließt ist schlecht. Wird sind und werden niemals in China sein, denn wir haben das öffentlich rechtliche Fernsehen, dass ab und zu auch mal gute Reportagen zum Thema Medien und Gewaltkonsum veröffentlicht.
Durchaus richtig ist, dass die Minister ihre Kompetenzen überschreiten, und genau darauf hätte man eine Argumentation aufbauen sollen, und nicht so weit vom Thema abschweifen. Kein Mensch im Ausland nimmt die Diskussion hierzulande wahr, genauso wenig wie wir uns für einen Sack Reis in China interessieren. Und da ja eh 98 Prozent aller Spiele (wenn dass so stimmt) die aus Deutschland kommen, keine Killerspiele sind, wo ist dann da überhaupt ein Imageschaden zu befürchten? Finde ich einfach nicht ganz einleuchtend.
Vorwerfen würde ich das einfangen von Wählerstimmen auf Seiten besorgter Mütter und Väter (und als angehender Lehrer kann ich es euch ja sagen: Es gibt eigentlich kaum noch besorgte Mütter und Väter.). Denn Die Minister haben keinen blaßen schimmer wovon sie da Reden.
Ich war gestern in der Videothek mir und meiner Freundin einen Film ausleihen. Einige der Cover von Horrorfilmen sind so abstoßend, dass ich eigentlich nur noch den Kopf schütteln kann. So lange Filme wie GNAW, SAW und Hostel gezeigt werden dürfen, macht es einfach keinen Sinn harmloses Pixelblut zu verbieten, denn das ist nicht so fotorealistisch wie diese abartigen, handlungsfreien Spielfilme.
Wenn Goethe geahnt hätte, was man in unserer Zeit aus dem Zitat: "Erlaubt ist, was gefällt" gemacht hätte, dann würde er sich im Grabe rumdrehen und die Zeilen persönlich aus dem Faust verbannen.
Es ist einfach so, dass Kinder immer Neugierig sein werden, nur sind die Eltern nicht mehr bereit auf ihre Kinde zu achten. Kinder sollen keine Horrorfilme sehen und keine Killerspiele spielen. Aber sie tun es trotzdem. Ein Verbot würde keine Abhilfe schaffen. Denn es gibt immer einen Klassenkameraden, der das Spiel von irgendwem bekommen kann. Das kenne ich doch auch aus meiner Jugend (Doom und Duke Nukem). Aber zumindest hat es mich daran gehindert, in den Laden zu gehen und die Spiele selbst zu kaufen.
Verbot nein, Altersgrenze und strikte Kontrollen ja.
Wenn man 500 € Bußgeld verlangen würde, wenn ein Jugendlicher einen KAugummi auf die Straße spuckte, wären unsere Straßen viel sauberer. Die Franzosen machen das, und Paris ist seitdem viel sauberer. Wieso nicht auch die Händler mit Bußgeldern belegen? Discothekenbesitzer müssen ja auch darauf achten, dass keine Minderjährigen bis nach 0 Uhr bleiben.
Aber dann könnte man nicht so furchtbar schöne Debatten im Fernsehen zeigen, Wählerstimmen erhaschen, und achja, der Handel wäre ja dann auch wieder sauer. Und weil man die ohnehin schon angeschlagene Konjunktur nicht weiter maltretieren will, spricht man lieber gleich über ein Generalverbot.
Die Politiker von heute sind eben nicht mehr wie früher. Da steht keiner mehr im Bundestag auf und sagt: "Du Arroganter Kerl stehst ja nicht mal mehr auf wenn du was zu sagen hast!" (Schmidt). Und die Wissen auch nicht mehr, wovon sie da Reden. Das sieht man ja an der tollen Abwrackprämie: Vorgezogener Umsatz, bezahlt von Steuergeldern, und deutsche Premiumunternehmen wie Audi, Porsche, VW, BMW schauen in die Röhre, wiel 2500 € nun mal nur für einen Japaner reichen... .
Es geht sich einfach nicht mehr darum, zu seinem Wort zu stehen, Konsequenzen von Gesetzesvorlagen zu berücksichtigen. Es geht sich immer nur darum, sich die Tasche voll zu machen, und Wäherlstimmen zu erhaschen. Und das geht nur indem man lügt und Possen schwingt.
Biometrischer Fingerabruck... Tja da sitzt der Schäuble doch tatsächlich im Vorstand der Firma, die als einzige diese Personalausweise herstellen kann. Und niemand nimmt Notiz davon, kein einziger Reporter spricht ihn darauf im Interview an... . Ein Biometrischer Fingerabdruck erfüllt den gleichen Zweck wie ein Killerspiele Verbot: Die genannten Argumente sollen nur das Volk (das leider von Tag zu Tag dümmer und träger wird) beeindrucken.
Und genauso unreflektiert wie das alles hier geschrieben ist, ist leider auch der Text von GAME. Weil alle nur immer um den heißen Brei herumreden und ihre wahren Interessen verbergen. Denn auch GAME geht es letztlich nur im den finanziellen Erfolg. (den ich bei der Argumentationskette nicht in Gefahr sehen kann).
Ein Killerspiele Verbot wird es in Deutschland genau so lange nicht geben, wie Horrorfilme ab 16 gezeigt werden dürfen. Und falls doch: Who cares? Dann kaufe ich meine Spiele eben bei Amazon.co.uk oder in Holland.
Es ist und bleibt immer die gleiche Diskussion mit den gleichen Fragen und Antworten. Als ob irgendein hohes Tier gesagt hätte "Die Erde ist eine Scheibe" und nun versuchen ihn Millionen Bürger von der Wahrheit zu überzeugen.
Hier gibts auch was ...
http://www.junge-piraten.de/2009/06/05/innenministerkonferenz_fordert_killerspieleverbot_-_jupis_dagegen_pressemitteilung/
haette man vllt. auch hier als News einarbeiten koennen.
@cryplex, die EUROPAwahl war am Sonntag zu Ende, ja. Die Bundestagswahlen in Deutschland stehen noch bevor!
Durch die aufgeklaerten Schweden haben es die Piraten ins Europaparlament geschafft. Hier in Dt. koennt ihr dafuer sorgen das sie in den deutschen Bundestag einziehen.
lol
Die Wahl war schon. -.-
Hätte ich gewusst, dass das hilft, hätte ich die wohl gewählt...aber wer weiß das schon?
Leute mit Sachverstand ...
koennen in den Bundestag gewaehlt werden:
http://piratenpartei.de/
Dazu benoetigt es aber noch Unterstuetzer, die nicht nur ihre Klappe aufreissen, sondern zu Papier und Feder greifen und die Wahlzulassung unterstuetzen:
http://ich.waehlepiraten.de/
Auch wenn ihr noch nicht 18 seid koennt ihr sie unterstuetzen.
Und an IT-/Medien-Kompetenz fehlt es den etablierten Parteien ja, wie ueberdeutlich zu sehen. Aber dafuer kann es die Piraten geben ... tu was dafuer.
g.a.m.e? Naja
Bei einer fernsehdebatte war mal ein vertreter von g.a.m.e anwesend. Bei allem respekt und lob für seinen einsatz...dieser typ hatte damals weder eine vernünftige argumentation, noch ein kompetentes auftreten. Der bestätigte eher noch die vorurteile anstatt sie zu entkräftigen. Seitdem halte ich von dem verband nicht mehr viel. Sorry.