01.05.2009 - Yves Günther
Vor sieben Jahren, 2002, hat Valve Software seinen Publisher Sierra Games, der damals zu Vivendi gehörte, das wiederum mittlerweile in Activision Blizzard aufging, verklagt. Grund dafür war, dass einzig Valve die Rechte hatte, seine Spiele an Cybercafes zu lizenzieren, nicht Sierra.
Nach drei Jahren Streitigkeiten erzielte man 2005 eine Einigung in diesem Fall, bei dem Vivendi Games 2,4 Mio. Dollar bezahlen musste. Mit dem Aufgehen von Vivendi Games in Activision Blizzard nahm man auch diese Schulden mit, die man aber angeblich bisher nicht wie vorgesehen vollständig an Valve abgestottert hat.
Statt der 2,4 Mio. Dollar seien bisher nur knapp 2 Mio. Dollar geflossen, weil Activision Blizzard den Betrag als zu hoch erachtete. Damit fehlen den Half-Life-Schöpfern nun ganz genau 424.136 US-Dollar in der Kasse. Sollte Valve gegen dieses Vorgehen klagen, drohte Activision Blizzard bereits an, eine Gegenklage einzureichen.
Das letzte Wort in diesem Fall ist also noch nicht gesprochen. Welche Auswirkungen die Streitigkeiten auf die Beziehung der beiden Firmen und den Vertrieb der Activision Blizzard-Spiele bei Steam hat, ist bisher noch nicht abzusehen.
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Kommentare
Vorallem würd mich interessieren warum ActBlizz.* plötzlich auf die Idee kommt eine gerichtliche einigung zu ignorrieren(Bzw. zu brechen.) und die restlichen Nüsse nicht bezahlen will. (Einen logischen Grund verwehrt sich mir da irgendwie.)
*Übrigens der Namenszusammenschluss ist das dämmlichste was Blizzard passieren konnte, gerade bei solchen Dingen färbt das schlecht auf Blizz. ab obwohl die Firma absolut nichts damit zu tun hat. ;D (siehe diverse bekannte Seiten und deren comments.
Ah, jetzt macht es Sinn, danke
Sollte ich nächstes mal beim Einkaufen auch probieren.
"Och nö, 20€ sind mir zu viel, 15€ reichen doch auch."
Statt Valve sollte es natürlich Activision Blizzard heißen. Danke für den Hinweis, ist korrigiert.
Moment.
Das Problem ist also, dass Valve es sich jetzt wieder anders überlegt hat, und den Betrag im Nachhinein garnicht so hoch empfand und den Rest jetzt gerne auch noch hätte?
Bitte erklären.
Also um eine halbe Million würde ich mich auch streiten, ganz ehrlich. Und wenn der Betrag nicht vollständig ausgezahlt wurde, dann ist doch klar, dass Valve das nicht auf sich sitzen lässt. Und ich hatte mich schon gewundert, warum man Wrath of the Lich King nicht bei Steam kaufen kann.