10.03.2009 - René Müller
Den Print-Magazinen scheint mehr und mehr die Luft auszugehen, da ist es gut, wenn man noch das ein oder andere Standbein hat. Das haben sich jetzt wohl auch die Verantwortlichen des amerikanischen GamePro-Magazins gedacht und kurzerhand das Label GamePro Labs gegründet. Der Neuling unter den Spiele-Publishern will sich zukünftig vorrangig auf herunterladbare Spiele konzentrieren. Neben den klassischen Plattformen wie dem PC, der Xbox 360 und der PlayStation 3, will man auch mobile Geräte wie Microsofts Zune und Apples iPhone mit Inhalten versorgen.
Besonderes Augenmerk hat GamePro Labs auf Independent-Spiele-Entwickler gelegt, die vor allem durch innovative Ideen auf sich aufmerksam gemacht haben. Genau wie andere Publisher wird auch GamePro den Verkauf und das Marketing für die Entwickler übernehmen. Zusätzlich sollen entsprechende Spiele Einzug in die dazugehörige Zeitschrift halten und hier besondere Erwähnung finden.
Erste Spiele sind bereits in der Entwicklung und sollen auf der kommenden Game Developers Conference Ende März vorgestellt werden. Wir sind jedenfalls gespannt was dabei heraus kommt, wenn Spiele-Tester und -Entwickler Hand in Hand zusammen arbeiten.

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Kommentare
Mh... Printmagazine hab ich schon lange keine mehr gekauft. Und früher meist eh nur wegen der Vollversion. Aber heute? Pustekuchen, Computec werfen sich die Vollversionen gegenseitig hin und her und auch sonst gibts nichts brauchbaren in den Heftchen mehr.

@News
Ist ja nicht der erste Verlag der sich auch als Publisher verdingen will. Ehapa hat's ja auch mal versucht, ist aber gescheitert.
Naja, gut, damals gab's noch keine Downloadspielchen ... und IMO ist ein Publisher von Downloadspielen kein Publisher in meinem Sinne
Also ich lese nach wie vor gern Printmagazine. Online lese ich hauptsächlich nur News, um auf dem Laufenden zu bleiben. Tests und Previews lese ich da nur zu Spielen, die mich sehr interessieren, weil mir lange Texte auf Dauer zu anstrengend sind am PC - da hab ich lieber ein Heft in der Hand und lese es gemütlich auf dem Sofa oder unterwegs (z.B. im Zug). Online schau ich meist nur die Wertungen und Zusammenfassungen an, um mir einen groben Überblick zu verschaffen.
Printmagazine sind zum Glück out.
Obwohl ich jahrelang die "play" und die "Man!ac" gekauft habe, halte ich es im Zeitalter des Internets für nicht mehr sinnvoll auf Printmagazine zu setzen; vielleicht als Ergänzung.
Denn meistens kommen die Tests viel zu spät, Reviews sind belanglos da Internet und hilfreich wie früher in Sachen Tips, Cheats/Codes und Lösungen sind sie auch nicht mehr.
Seiten wie die Gameswelt z.B. sind ein perfektes Beispiel: Immer aktuell, hilfreich mit Cheats/Downloads etc und man kann sich in den Forum austauschen, informieren und sich helfen lassen.
Und blätterst dich dann lieber durch eine 10-Seiten-Anzeigenreihe eines PC-Herstellers? Und das nicht nur einmal pro Heft? Lass' ich als Argument nicht zählen
Der einzige Grund noch ein Heft zu kaufen statt die Informationen online abzugreifen, ist in meinen (natürlich nicht ganz objektiven, jaja) Augen das Papier. Ich steh' drauf, ein hochwertiges Heft in der Hand zu halten - vielleicht hat einer mal die Chance, die britische PC Gamer irgendwo zwischen die Finger zu kriegen ... SO und nicht anders muss ein Printheft aussehen.
Aber mal zurück zum Thema: Interessantes Standbein. Die Sache mit den Wertungen finde ich fragwürdig, wobei ich auch vermute, dass sie diese Spiele gar nicht erst bewerten (sind ja "nur" Downloadspiele). So würde man dieses Dilemma geschickt umschiffen.
Ein nachvollziehbarer Schritt, wenn man bedenkt, dass in den USA mittlerweile 50% der PC-Spiele-Verkäufe auf DL entfallen. Die wollen wohl die $$$ bunkern.
Und werden selbstverständlich gaaaanz unabhängig bewertet? Hab in letzter Zeit des öfteren gelesen das die Printmagazine unter Druck stehen. Die Zeiten ändern sich halt. Man bekommt viele News recht aktuell kostenlos im Netz. Gut manchmal würde ich euch auch lieber ein paar €us zahlen um von der Werbeflut verschont zu bleiben.